Weltfußballerin 2005

Die Nominierten aus den USA

Christie Welsh: Früh übt sich, wer ein Champion werden will

Von Jasmin Niemann

25.11.2005    Die USA waren im Frauenfußball jahrelang die TOP-Nation. Mit der WUSA gab es die einzige richtige Profiliga der Welt, die Nationalmann- schaft führte die Weltrangliste an, mit Mia Hamm stellte man zweimal hintereinander die Weltfußballerin des Jahres. Doch bei der WM 2003 in den USA wurde Deutschland Weltmeister und verwies die USA inzwischen auf Platz 2 der Weltrangliste. Die WUSA ging pleite, und die "goldene Generation" um Mia Hamm erklärte nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaillie in diesem Sommer ihren Abschied. So sind dieses Mal nur zwei US-Amerikanerinnen in der engeren Wahl gelandet, doch diese beiden haben es in sich:

Christie Welsh

Geburtsdatum: 27.02.81
Position: Angriff

Christie Renne Welsh kam am 27. Februar 1981 in Rockville Centre im U.S. Bundesstaat New York zur Welt. Aufgewachsen ist die nun mittlerweile 24-jährige Amerikanerin in Massapequa Park, ebenfalls New York. Dort wuchs sie zusammen mit ihren Eltern Nancy und Donald und ihren 3 Brüdern Dave, Joe und Donnie auf. Schon mit 5 Jahren begann Christie mit dem Fußball. Sie spielte ihre komplette Schulzeit bei den Massapequa Stings. Schon früh stellte sich heraus, dass sie mal eine Top-Stürmerin werden würde. So machte sie in ihrem letzten Jahr an der High School für die Stings in 16 Spielen 25 Tore und 9 Assists. 1996 wurde sie ins Empire State Team gewählt. Mit den Stings holte sie 1997 die New Yorker Meisterschaft. 1998 wurde sie zur besten High School Fußball Spielerin gewählt. Dazu wurde sie noch ins NSCAA All-American High School Team und ins NSCAA All-American Club Soccer Team gewählt. Außerdem spielte Christie auch noch im High School Basketball Team.

Christie Welsh

Von klein auf mit vollem Herzem Fußballerin: Christie Welsh

Foto: Jan Kuppert

1998 spielte Sie mit einer U-19 Auswahl, bestehend aus Spielerinnen aus der östlichen USA, in Europa für Jugend trainiert für Olympia.

Sie reiste mit der U-18 Nationalmannschaft der USA nach Europa, um gegen Deutschland und Dänemark zu spielen. Es waren die ersten Spiele in dieser getrennten Altersgruppe. Im Spiel gegen Deutschland machte Christie den entscheiden Pass zum 1:0 Siegtreffer und gegen Dänemark schoss sie dann den Sieg bringenden Treffer zum 2:0. Mit der U-18 gewann sie auch den Adidas Cup, ein internationales Jugend Tunier, welches in Disney Land statt fand.

1999 begann dann auch ihr College Leben. An der Penn State Uni studierte Christie menschliche Entwicklung. Sie brach gleich in ihrem ersten Jahr alle Penn State Rekorde, indem sie als Neuling in 26 Spielen für die Nittany Lions 27 Tore und 13 Vorlagen machte. 1999 schaffte sie es mit ihrem Team bis in Halbfinale der Collegemeisterschaft. 2000 ging es dann mit den Rekorden weiter. Sie schaffte es, sich gerade mal 16 Sekunden Zeit zwischen 2 Toren


Christie Welsh, Abby Wambach und Conny Pohlers

Christie Welsh ist am Ball, ihre Kollegin Abby Wambach im Länderspiel USA gegen Deutschland startet. Im Hintergrund kommt Conny Pohlers zum Stören.

Foto: Jan Kuppert

zu lassen. Auch brach sie den Rekord des am schnellsten gefallen Tores für Penn State. Sie brauchte nur 1min. 4 sec.. 2000 und 2001 wurde sie zu besten Athletin der Penn State gewählt.

Nationalflagge USA

Schon ihre Erfolge 1999 brachten Sie dann im Januar 2000 zu ihrem ersten Länderspiel, beim Aussie Cup, für die A- Nationalmann- schaft der USA. Gleich in ihrem ersten Spiel gegen Tschechien traf der Linksfuß ins Tor. Sie bekam auch ihre Chance beim Algarve Cup, Pacific Cup und beim US Gold Cup. Bei beiden Tunieren war Sie mit ihren damals 19 Jahren jüngste Spielerin.

Bei der Olympia Vorbereitung für Sydney stand sie unter ganz besonderer Obacht. So hatte Kapitän Julie Foudy die Aufgabe auf den Neuling zu achten und sie in alles einzuweisen. Sie war mittlerweile „Julie Foudys kleine Schwester“ geworden. Trotz ihrer vielen Tore reichte es nicht für’s ersehnte Ticket nach Sydney. Sie stand nur auf Abruf bereit. Mit 11 Toren in 15 Spielen erreichte Sie eine Top-Quote im Jahr 2000.
Auch mit der U-21 feierte sie Erfolge, so gewann sie mit ihrem Team den Nordic Cup, der 2000 in Deutschland ausgetragen wurde.

Christie Welsh erhält die Torjägerkanone beim Algarve Cup

Christie Welsh wurde beim Algarve Cup 2005 als beste Torschützin geehrt

Foto: Jan Kuppert

2001 bekam sie die für College Spielerinnen grösste Auszeich- nung. Sie wurde zur besten College Spielerin (M.A.C. Hermann Trophy) gewählt. Im Rennen um die Hermann Trophy stach sie unter anderem ihre derzeitigen Nationalmannschaftkolleginnen Abby Wambach (Florida Gators) und Aly Wagner (Santa Clara) aus. Schon 2000 stand Christie im Finale der besten vier. Diesen Preis gewannen vor ihr schon Altstars wie Michelle Akers(`88), Mia Hamm(`92 + `93), Kristin Lilly(`91) und Cindy Parlow(`97 + `98).

Bis 2002 spielte Christie für die Penn State. Sie machte in 97 Spielen 82 Tore und 52 Assists. Im


Jahr 2002 kam Christie nur einmal für die USA zum Einsatz. Mit der U-21 gewann sie allerdings nochmals den Nordic Cup. 2003 dann der Wechsel in die WUSA. Sie wurde von den New York Powers verpflichtet. Eine Knöchelver- letzung machte ihr allerdings einen Strich durch die Rechnung. So kam sie nur in 12 Spielen zum Einsatz und traf das gegnerische Tor 6 mal. Und war damit zweitbeste in ihrem Team.

Christie Welsh und Viola Odebrecht

Christie Welsh im Länderspiel, hier gegen Viola Odebrecht

Foto: Jan Kuppert

2004 versuchte sie es in Schweden bei Karlsund und machte dort 8 Tore. So schaffte Sie es auch endlich wieder ins U.S. Team. Im April 2004 kam sie, nach fast zweijähriger Auszeit im U.S. Trikot, gegen Brasilien zum Zug und machte auch gleich ein Tor. Es reichte für sie allerdings wieder nicht ins Olympia Team.

2005 versuchte sie sich im nächsten Land. Frankreich stand auf dem Programm. Mit vier weiteren Amerikanerinnen spielte sie die Rückrunde bei Olympique Lyon. Sie machte dort in sieben Spielen drei Tore. Im gleichen Jahr machte sie auch noch einen Zwischenstop beim W-League Club New Jersey Wildcats, die am Ende der Saison an der Spitze waren. Christie machte zwei Spiele für die Wildcats und traf auch zweimal das gegenerische Tor.

Der neue U.S. Coach Greg Ryan holte sie wieder zurück ins U.S. Team. Beim Algarve Cup 2005 zeigte Christie, was sie kann. Sie machte in den vier Spielen in Portugal fünf Tore. Mit dabei das entscheidene 1:0 im Finale gegen Deutschland. Mit diesen fünf Toren war Christie beste Torschützin des Tuniers. In den restlichen fünf Spielen der USA im Jahre 2005 war Christie immer dabei. Insgesamt traf sie im Jahr 2005 siebenmal für die USA. Damit ist sie im U.S. Team 2005 beste Torschützin gewesen. In ihrer gesamten Karriere im U.S. Trikot machte sie 32 Spiele und kam auf 20 Tore.

 Shannon Boxx

Hier findet ihr unseren Einleitungstext zur FIFA-Wahl, über den wir alle weiteren Vorstellungen verlinken werden:

 Einleitungstext


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