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Weltfußballerin 2005
Die Nominierten aus Asien
Eun Sun Park (Südkorea) und Homare Sawa (Japan) | ||
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Auch bei der in Thailand ausgetragenen U 19-WM 2002 begann Eun Sun Park in der Verteidigung, wurde aber nach dem Eröffnungsspiel gegen die USA nach vorne beordert. Gegen Spanien gelang der allein schon mit ihrer Körpergröße von 1,80 Meter beeindruckenden Stürmerin zwar kein Tor aus dem Spiel heraus - aber durch einen direkt verwandelten Freistoß. Im letzten Gruppenspiel besiegte Südkorea dann Rußland, schied jedoch aufgrund des schlechteren Torverhältnisses aus. Eun Sun Park spielte erneut einen offensiven Part und gehörte wieder zu den gefährlichsten Aktivposten ihrer Mannschaft. Aufgrund der reihenweise von ihr vergebenen Torchancen hatte Eun Sun Park letztlich leider auch einen maßgeblichen Anteil am vorzeitigen Ausscheiden ihres Teams. Besser lief es dann wieder mit der A-Nationalmannschaft bei den ostasiatischen Meisterschaften 2005. Zwar reiste Park mit einer Rückenverletzung an und erhielt daher nur die Rolle einer Einwechselspielerin zugewiesen. Dennoch konnte sie ihre große Bedeutung für ihr Team unter Beweis stellen. Südkorea startete mit einem historischen Sieg gegen China in das Turnier. Mit ihrem frech mit der Hacke erzielten Tor zum 2:0 Endstand, trug sie wesentlich zur Beendigung einer 15 Jahre dauernden Niederlagenserie gegen China bei. Im folgenden Match gegen Nordkorea erzielte Park den einzigen Treffer der Partie. Nach einem abschließenden Remis gegen Japan ging Südkorea als Sieger des im eigenen Lande ausgetragenen Vierländerwettbewerbs hervor und verbesserte sich in der Weltrangliste von Platz 26 auf 22.
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Eine beachtliche Entwicklung Südkoreas, die nicht unmaßgeblich mit dem Namen von Starspielerin Eun Sun Park verbunden ist. „Sie wirkte viel reifer als noch im vergangenen Jahr, weil sie sich noch stärker in den Dienst der Mannschaft stellt,“ wird die chinesische Spielerin Han Duan bei FIFA.com zitiert. Zweifelsohne sei sie zu den besten Stürmerinnen in ganz Asien zu rechnen, urteilte schon 2004 der chinesische U 19-Coach Wang Haiming über Park. Ob ihrer körperlichen Erscheinung und ihrer Abgebrühtheit vor dem gegnerischen Tor wird Park lt. FIFA.com schon mit Birgit Prinz verglichen. Ob Eun Sun Park schon bei der Wahl der Weltfußballerin 2005 in die Fußstapfen der deutschen Weltklassestürmerin treten wird? Warten wir es ab! Das Trio aus Fernost wird vervollständigt durch eine Spielerin, deren Name auch außerhalb Asiens schon einen guten Klang hat und mit Japan die letzte, der derzeit stärksten vier Nationen im AFC, vertritt:
Geburtsdatum: 06.09.78 Zum fünften mal wird die Umfrage nach der Weltfußballerin von der FIFA nunmehr veranstaltet und zum dritten Mal ist Homare Sawa dabei. Schon bei der Nominierung für 2002 hatte die deutsche Bundestrainerin Tine Theune-Meyer eine hohe Meinung von Sawa und notierte sie als drittbeste Spielerin der Welt auf ihrem Stimmzettel. Freilich war Sawa auch zu jener Zeit längst keine Unbekannte mehr. Schon als Sechzehnjährige feierte die talentierte Offensivkraft ihr WM-Debüt (Schweden 1995). Danach reihten sich nahezu alle |
wichtigen Weltturniere in ihrer Karriere ein: Olympische Spiele in Atlanta 1996, World Cup USA 1999 und 2003, Olympiade Athen 2004. Sawa war mit Japan stets dabei, doch die großen Erfolge konnte sie mit ihrer Auswahl nicht feiern. Auch auf Kontinentalebene reichte es sowohl bei Asienspielen als auch bei Asienmeisterschaften bestenfalls zu zweiten Plätzen für Nippon.
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Bereits Ende der 60er Jahre soll es die ersten Frauenfußballteams in Japan gegeben haben. 1979 wurde die Nationalmannschaft gegründet und etwa 10 Jahre später wurde eine landesweite Liga installiert, die professionellen Charakter hatte und in den 90ern auch Klassespielerinnen aus aller Welt anlockte. Aufgrund der Wirtschaftskrise im einstigen Musterland gingen die Sponsorengelder zurück und die L-League verlor an Bedeutung – auch für Homare Sawa, die keine Möglichkeit sah, sich in ihrer Heimat weiter zu entwickeln. Immerhin hatte Sawa, die mit 6 Jahren angefangen hatte mit ihren Brüdern Fußball zu spielen, bereits als 12-Jährige ihren Einstand in der Liga bei Yomiuri Veleza gegeben. So beschloß sie mit ihren 20 Jahren in die Vereinigten Staaten zu wechseln. 1999 und 2000 spielte sie in der W-League bei den Denver Diamonds. Als die WUSA eröffnete und ihr Trainer Tom Stone bei Atlanta Beat anheuerte, sorgte dieser dafür, dass sich sein Team die Dienste der offensivstarken Japanerin sicherte. Sie war damit der erste und einzige WUSA-Profi aus Japan. Sawa lernte nicht nur ihre technischen Fähigkeiten geschickt einzubringen, sondern auch sich gegen körperlich stärkere Gegenspielerinnen durchzusetzen. Sie entwickelte sich rasch zur Schlüsselspielerin und führte Atlanta Beat 2001 ins Finale um den Founders Cup. Als eine der kreativsten Mittelfeldspielerinnen der Liga, wurde ihr die Ehre zuteil, 2002 und 2003 in das All-WUSA-Team berufen zu werden. Auch in der Nationalmannschaft besticht sie mit ihrer fantastischen Ballbeherrschung und hat sich zum Mittelfeldmotor entwickelt. Sawa hat wesentlich zur Qualifikation ihres Teams für die Olympischen Spiele von Athen beigetragen. Inzwischen ist Japan die dritte Kraft in Asien und liegt in der Weltrangliste auf Platz 11 während Sawa in nahezu 100 Länderspielen mehr als 50 Treffer erzielen konnte – eine wahrlich gute Quote! In ihre Heimat zurück gekehrt wurde Homare Sawa vom AFC zur Fußballerin Asiens des Jahres 2004 gewählt. Sie spielt nun bei NTV Beleza (FC Nippon Beleza), dem Verein eines kommerziellen Senders in ihrer Geburtsstadt Tokio und ist eine der ganz wenigen Profis in der „Nadeshiko League“. In der gerade abgelaufenen Saison 2005 holte Sawa mit ihrem Klub Pokal und Meisterschaft und wurde in die „Elf des Jahres“ gewählt.
Die 1,63 Meter kleine Sawa ist längst eine Große ihres Sports. Vielleicht wird die Fußballpionierin ja auch die erste Weltfußballerin aus Asien!? | |