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25.April.2011 - Text von Marion Kehren
Viele Jahre lang war der Frauenfußball in Deutschland verpönt und wurde 1955 sogar offiziell gänzlich verboten. Im Laufe vieler Jahre stieg das Interesse aber, sodass 1970 der DFB das Frauenfußballverbot aufhob. 41 Jhare später erfährt Deutschland nun den absoluten Höhepunkt der Entwicklung: Die FIFA-Weltmeisterschaft der Frauen im eigenen Land! Monika Staab und Dieter Hochgesand, lange Weggefährten im Kampf um den Frauenfußball, haben nun zusammen ein Buch veröffentlicht welches den teilweise holprigen Weg beschreibt.
Das Buch geht mit den fußballbegeisterten Frauen und Mädchen aus mehreren Generationen ein großes, wichtiges Stück des Wegs, der lang und steinig war. Nun hat sich ihr Traum erfüllt. Vor allem für diejenigen in Deutschland. Die so langersehnte Akzeptanz, um die sie hart kämpften, ist Realität geworden. An Zuneigung und Bewunderung besteht kein Mangel mehr. UEFA-Pokalgewinne, Europameisterschaften und Weltmeistertitel haben die Fußballerinnen wohl endgültig aus den einstigen Nischen und dunklen Schatten auf die große Bühne in gleißendes Licht gebracht. Die Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land ist der vorläufige Höhepunkt in Glanz und Glorie. Kaum zu glauben, wie es nach langjährigen Verboten, nach all der Ablehnung, Ignoranz, ja Verachtung mit Hohn und Spott in weiten Teilen der Gesellschaft zu dieser sagenhaften Entwicklung kam.
Davon kann Monika Staab „ein Lied singen“. Sie schöpft aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Pionierin seit den damals für Fußballerinnen noch keineswegs rosigen siebziger Jahren, setzte sich die Bäckerstochter mit dem Ball am Fuß schon im Kommunionkleid in einer Welt aus Männern und Jungs durch. Sie spielte in der Bundesliga, wurde Fußball-Lehrerin, Trainerin und Präsidentin des 1. FFC Frankfurt (den sie aus der Taufe hob), gewann Deutschen Meisterschaften, DFB-Pokale und den erstmals ausgespielten UEFA-Pokal, ehe sie dann als FIFA-Beauftragte für Frauenfußball in die Entwicklungsländer Asiens, Afrikas und Ozeaniens auf eine abenteuerliche Reise ging.
Dieser Teil ihrer Erzählungen macht eindrucksvoll deutlich, unter welchen Zwängen und Nöten der weibliche Fußball in anderen Breitengraden und unter anderen gesellschaftlichen Kriterien noch zu darben und zu kämpfen hat. Global gesehen ist der lange Lauf der meisten Frauen zum Ziel noch weit. Von einer wichtigen Etappe, als es hierzulande um die zur Erfüllung weiblicher Fußballträume ging -nämlich der Gründung der Frauen-Bundesliga und des Ergatterns eines Platzes in derselben - schreibt Dieter Hochgesand, langjähriger Journalist und Berichterstatter von zahlreichen globalen Sport-Großereignissen, darunter fünf Fußball-Weltmeisterschaften der Männer. Er schildert, unter welchen relativ bescheidenen Bedingungen er als Trainer (mit A-Lizenz des DFB) den kleinen Frankfurter Vorortverein SG Praunheim 1990 zur großen Überraschung der Szene in die neugegründete Bundesliga führte. Ein Beispiel dafür, wie begeisterungsfähige Spielerinnen zu Beginn der „neuen Zeit“ im Frauenfußball Berge zu versetzten in der Lage waren. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, überzeugter Freund und Förderer des weiblichen Fußballs sowie die WM-OK-Chefin Steffi Jones, langjährige Nationalspielerin und davor bei der SG Praunheim und dem 1.FFC Frankfurt als „tragende Säule“ aktiv, widmeten dem Buch ihre Grußworte.
Ehrhältlich ist das 164-seitige Lesewerk (Hardcover) für 19,95€ in allen Buchläden und/ oder auch im Internet.
(Bild rechts: Zwei Weggefährten des deutschen Frauenfußballs: Dieter Hochgesand und Monika Staab. Foto: Marion Kehren)
Fansoccer hat im Jahre 2009 ein ausführliches Interview mit Monika Staab, über ihr Tätigkeit als FIFA-Beauftrage, geführt. Im Auftrag der FIFA unterwegs - Entwicklungshilfe im Frauenfußball
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