Text von Christian Heidler 14.08.2009
Jóhanna Sigurðardóttir will nach Europa. Nach einer sechstägigen Marathondebatte im Althing, dem isländischen Parlament, stimmten am 16.07.09 33 von 63 Abgeordneten dafür, einen Aufnahmeantrag bei der Europäischen Union zu stellen. Inzwischen ist das Beitrittsgesuch offiziell eingereicht worden. Je nach Verlauf der Aufnahmeverhandlungen könnte die Inselrepublik im Atlantik zwischen 2010 und 2013 in die EU aufgenommen werden. Über das abschließende Ergebnis der Beitrittsverhandlungen soll dann das Volk in einem Referendum befinden. Ein langer und angesichts der isländischen Sonderinteressen bei Landwirtschaft, Walfang und insbesondere der Fischerei auch schwerer Weg, den die Ministerpräsidentin für ihr so arg von der Finanzkrise gebeuteltes Land vor sich hat.
Auch Sigurður Ragnar Eyjólfsson wollte nach Europa. Auch für ihn galt es Prüfungen zu bestehen. Doch er startete mit seinem Vorhaben bereits am 31.05.07. Und er hat es schon geschafft. Bereits am 30.10.08 waren alle Vorgaben erfüllt. Da hatte sein Team das Rückspiel gegen Irland gewonnen und damit die Fahrkarte zur Europameisterschaft 2009 in Finnland gelöst. Dem Trainer der Frauennationalmannschaft gelang damit, was auch noch keinem Kollegen der Männernationalelf gelungen war: Erstmals qualifizierte sich eine Auswahl des Isländischen Fußballverbands KSÍ für ein großes Turnier!
 Katrín Jónsdóttir hat schon einige Titel mit Valur Reykjavík gewonnen. Inzwischen ist sie auch Spielführerin der Nationalmannschaft
Bild: KSÌ
Während Island politisch und wirtschaftlich zunächst noch am Rande Europas ist, haben seine Fußballfrauen den Sprung auf die große Bühne schon geschafft. Und das kommt nicht von ungefähr. Bereits 2005 hatte FanSoccer den Frauenfußball auf der Insel unterhalb des Polarkreises vorgestellt und ihm Potential bescheinigt. Auf dem Weg zur EM in England hatte es Island schon damals in die Play Offs geschafft, war dann aber deutlich an Norwegen gescheitert. Im gleichen Jahr war auch erstmals einem isländischen Verein der Sprung ins Viertelfinale des UEFA Cups gelungen. Valur Reykjavík traf dort seinerzeit auf Titelverteidiger Turbine Potsdam und mußte nach einem 1:8 zuhause und einem 1:11 in Potsdam die Segel streichen.
Falken kreisen über Europa
Überhaupt Valur! Der Hauptstadtklub mit dem Gerfalken im Wappen ist der vorherrschende Verein der letzten Jahre. Von seinen acht Landesmeisterschaften datieren vier aus den letzten fünf Jahren. 2005 sicherte sich mit dem 15fachen Meister Breiðablik UBK letztmals ein anderer Verein den nationalen Titel und schaffte es im UEFA Cup 2006/07 immerhin bis ins Viertelfinale. Dort zogen die Frauen aus Kópavogur jedoch gegen Arsenal London deutlich den Kürzeren. 2006 kehrte Valur wieder an die isländische Spitze zurück. In jener Saison gab die deutsche Weltmeisterin Viola Odebrecht ein zweimonatiges Gastspiel bei den „Falken”. Und auch die folgenden beiden Meisterschaften gingen wieder an Valur und somit auch das Startrecht im UEFA Cup. Auf europäischer Bühne war für den Hauptstadtklub die letzten beiden Spielzeiten jeweils trotz ansprechender Leistungen – u.a. 2007 ein achtbares 1:3 gegen den 1. FFC Frankfurt - in der 2. Qualifikationsrunde Schluß. Die „Valsarar” sammelten aber in all den Jahren nicht nur Erfahrung sondern auch genug Punkte um 2009/10 als 8. der Rangliste zu den 25 europäischen Spitzenteams zu gehören, die mit einem Freilos erst ab der 2. Runde in die neu geschaffene Champions League einsteigen.
 Das Laugardalsvöllur-Stadion von Reykjavík, zuletzt uneinnehmbare Heimspielstätte
Archivfoto: Mark Koehler
In der aktuellen Meisterschaft 2009, die wegen der Europameisterschaft unterbrochen wird, steht nach 15 von 18 Spieltagen Valur mit 2 Zählern Vorsprung auf die punktgleichen Breiðablik und Stjarnan aus Garðabær an der Spitze. Die Torschützenliste führen derzeit Kristín Ýr Bjarnadóttir (Valur, 18 Tore) und Rakel Hönnudóttir (Þór/KA, 15) an. Im Pokalfinale am 04.10.09 trifft Valur dann auf Breiðablik.
Island in Zahlen im Vergleich zu Deutschland:
| Island/KSÍ | Deutschland/DFB |
| Einwohner | 319.000 | 82.046.000 |
Fußball: Aktive/Mitglieder | 22.000 | 6.684.462 |
| davon - Frauen | ca.500 | 690.013 |
| -Mädchen | ca. 5.500 | 332.811 |
| Frauenteams | 24 | 4.992 |
| Mädchenteams | ca. 260 | 8.090 |
| Länderspiele bis zur EM 2009 | 133 | 326 |
Am Anfang war „Ásta”
Bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2007 in China landete Island in seiner Gruppe auf Rang 3. Während die Begegnungen mit Weißrußland und Portugal erfolgreich bestritten wurden, setzte es gegen den Abschlußzweiten Tschechien zwei Niederlagen. Gegen Schweden, das letztendlich das WM-Ticket löste, vermochte Island zumindest im Auswärtsspiel in Karlskoga ein Ausrufezeichen zu setzen. Die Tore von Ásthildur Helgadóttir und Margrét Lára Viðarsdóttir zum 2:2 bescherten Island einen überraschenden Punktgewinn bei einem der Topteams Europas. Ein Jahr später beim Rückspiel in Reykjavík rückte Schweden die Verhältnisse jedoch mit einem 4:0 wieder zurecht.
Unter dem neuen Trainer „Siggi” Eyjólfsson und mit einem 3:0 in Griechenland startete Island am 31.05.07 erfolgreich in die EM-Qualifikation für das Turnier in Finnland. 16 Tage später folgte im Laugardalsvöllur von Reykjavík das 111. Länderspiel der isländischen Auswahl. 1.667 Zuschauer wurden Zeuge wie der große Favorit Frankreich durch einen Treffer von M. L. Viðarsdóttir in der 81. Minute als Verlierer nach Hause geschickt wurde. Weitere 5 Tage darauf erlebten an gleicher Stelle 5.976 Besucher das 5:0 gegen Serbien. Was da noch keiner ahnte, es sollte das letzte Spiel von Ásthildur Helgadóttir im Nationaldress sein.
 Noch mit Ásthildur Helgadóttir (hier im Trikot des LDB FC Malmö) startete Island in die EM-Qualifikation. Eine schwere Knieverletzung beendete 2007 die Karriere der Ausnahmespielerin
Archivfoto: Urszula Striner
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Trainer Sigurður Ragnar Eyjólfsson (mittlere Reihe ganz rechts) und sein Team
Bild: KSÌ
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Eine schwere Knieverletzung zwang „Ásta” Helgadóttir dazu, ihre Karriere vorzeitig zu beenden. Seit ihrem Auswahldebüt 1993 hatte sie in 69 Länderspielen 23 Tore erzielt und 34 mal die Kapitänsbinde getragen. Mit Breiðablik UBK und KR Reykjavík holte sie insgesamt 9 nationale Meisterschaften und 4 Pokalsiege. Neben einem Abstecher zum WUSA-Team Carolina Courage 2001 war die vierfache isländische „Spielerin des Jahre” zwischen 2004 und 2007 für Malmö FF in der Damallsvenskan aktiv und erzielte in 58 Spielen 46 Tore. Mit ihr ging dem isländischen Fußball eine herausragende Spielerin verloren.
Heimstark zur EM
Im ersten Länderspiel ohne Ásta gab es auch gleich einen Rückschlag als Island unter der neuen Spielführerin Katrín Jónsdóttir mit 1:2 in Slowenien unterlag. Im September 2008, nach drei siegreich gestalteten Qualifikationsspielen, stand zum Abschluß das Rückspiel in Frankreich an, das über den Gruppensieg entscheiden mußte. Da der direkte Vergleich bei Punktgleichheit den Ausschlag geben würde, hätte Island bereits ein Unentschieden gereicht. Früh geriet Island durch Sandrine Soubeyrand in Rückstand, den Kapitänin K. Jónsdóttir kurz nach der Pause egalisieren konnte. Als Candie Herbert die Gastgeber wenig später wieder in Führung brachte, vermochte es Island nicht mehr erneut gegen die überlegenen Französinnen zurück zu schlagen. Während Frankreich das EM-Ticket löste, blieb Eyjólfssons Team noch der Weg über die Relegation. Der Treffer von Hólmfríður Magnúsdóttir beim 1:1 in Irland sorgte für eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Dieses fand 4 Tage später am 30.10.08 vor einer Kulisse von 4.729 Zuschauern im Laugardalsvöllur statt. Und wie schon in der Gruppenphase, in der sämtliche Heimspiele gewonnen werden konnten, bewies Island erneut seine Heimstärke. 2 Tore von Dóra María Lárusdóttir und ein Treffer von M. L. Viðarsdóttir reichten für einen klaren 3:0 Erfolg. Island hatte damit erstmals die Qualifikation für ein großes Turnier geschafft!
 Margrét Lára Viðarsdóttir noch auf Torejagd für Linköpings FC. Islands Rekordtorschützin gab einst David Beckham und Gabriel Omar Batistuta als ihre Vorbilder an.
Archivbild: Filip Oskarsson http://filipsdamer.pixbox.se
Und während Islands Weg in die EU im Volke stark umstritten ist, weckt der durchaus als historisch zu bezeichnende Erfolg seiner Fußballerinnen große Begeisterung. ”Unsere Mädchen” werden die Heldinnen im gleichnamigen Dokumentarfilm genannt, der Islands Auswahl auf dem schweren Weg bis zur erreichten EM-Teilnahme begleitet. Wenn der Streifen ab 14. August in den Filmtheatern läuft, wird die Vorfreude der stolzen Inselbewohner auf die Euro gewiß noch ansteigen!
 Erla Steina Arnardóttir ist eine von gleich vier isländischen Auswahlspielerinnen in Diensten des schwedischen Erstligisten Kristianstads DFF
Archivbild: Fredrik Hasselgren www.fredrikhasselgren.com
Immer wieder Viðarsdóttir
„Jede Spielerin ist von gleicher Wichtigkeit,” sagt Eyjólfsson darauf angesprochen, wer die Schlüsselspielerinnen seiner Mannschaft seien. Mag er auch das Kollektiv betonen, kann doch nicht geleugnet werden, daß Island in Person von Margrét Lára Viðarsdóttir eine wirkliche Ausnahmespielerin besitzt. 2008 wurde die Stürmerin, die 32 Tore in der Liga für Valur sowie 14 Treffer in elf Länderspielen erzielt hatte, bereits zum dritten Mal in Folge zu Islands Fußballerin des Jahres gekürt. Insgesamt kam sie bei bislang 52 Länderspieleinsätzen auf 44 Tore. Wahrlich keine schlechte Quote!
In der UEFA Cup-Saison 2008/09 holte sich die auf den Westmännerinseln Geborene noch vor Inka Grings die Torjägerkanone und damit nach 2005/06 und 2007/08 bereits zum dritten Mal diese Trophäe. Aktuell spielt die 23-Jährige, die auch schon von Turbine Potsdam umworben wurde und Ende 2006 kurzzeitig für den FCR Duisburg die Stiefel schnürte, nach ihrem Weggang von Linköpings FC beim schwedischen Konkurrenten Kristianstads DFF.
 Guðbjörg Gunnarsdóttir ist bei Djurgården Damfotboll die Nr. 1 zwischen den Pfosten. In der Nationalelf steht sie in Konkurrenz zur erfahrenen Þóra Björg Helgadóttir
Bild: Anders Henrikson
Der halbe Kader besteht aus Legionärinnen
In Schweden sind isländische Spielerinnen keine Seltenheit mehr. Neben M. L. Viðarsdóttir gibt es allein in Kristianstad noch drei weitere Landsfrauen, insgesamt sind 9 Auswahlspielerinnen in der Damallsvenskan aktiv. Dazu kommt noch Ásta Árnadóttir, die bei Norettan-Spitzenreiter Tyresö FF spielt. Á. Árnadóttir ist nicht nur als einzige Zweitligaspielerin eine kleine Exotin sondern auch aufgrund ihrer Handstützüberschlag-Einwürfe. Das Auslandskontingent vervollständigt Torfrau Þóra Björg Helgadóttir, die nach Aufenthalten in Belgien und Schweden inzwischen bei Kolbotn IL in Norwegen angekommen ist.
Befragt ob es eher von Vorteil oder nachteilig wäre, daß so viele Aktive in ausländischen Vereinen spielen, antwortet Eyjólfsson: „Es ist eher von Vorteil. Vor allem auf lange Sicht. Zwar ist es schwieriger die Spielerinnen und ihre Fortschritte im Blick zu haben, doch sie erfahren im Ausland mehr Wettbewerb und trainieren und spielen auf einem höheren Niveau.”
Ein von ihm bevorzugtes Spielsystem gebe es nicht, behauptet der Coach, die Entscheidung werde stets situationsbedingt getroffen. Aus den letzten Spielen läßt sich freilich eine Tendenz zum 4-4-2 ablesen. Und auch wenn er sich bezüglich seiner
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Startformation bedeckt halten will, so scheinen doch einige Frauen bei Eyjólfsson gesetzt zu sein. In der Abwehr sind dies wohl Guðrún Sóley Gunnarsdóttir, Ólína Guðbjörg Viðarsdóttir und K. Jónsdóttir. Spielführerin Jónsdóttir ist mit ihren 32 Jahren und 84 Länderspielen die älteste und erfahrenste Kickerin. In beiden Punkten folgt ihr Edda Garðarsdóttir (30/70). Außer ihr haben sicherlich H. Magnúsdóttir und die erst 17-Jährige Sara Björk Gunnarsdóttir ihre Plätze im Mittelfeld sicher. Sturmpartnerin von M. L. Viðarsdóttir dürfte im Regelfall D. M. Lárusdóttir sein.
 Eine der Hauptfiguren der Doku 'Stulpurnar okkar': Die erfahrene Mittelfeldspielerin Edda Garðarsdóttir von KIF Örebro
Archivbild: Fredrik Hasselgren www.fredrikhasselgren.com
Unter den besten 12 Europas
Seine Entwicklung an der Weltrangliste abzulesen, fällt etwas schwer. Derzeit rangiert Island an 19. Stelle in der Welt, war aber auch schon besser (2003: 17.) und schlechter (2006/2007: 21.) platziert. Kontinental liegen die Frauen des KSÍ auf Platz 12 direkt hinter EM-Gastgeber Finnland. Insofern kommt Island die Erweiterung der Euro von 8 auf 12 Mannschaften nicht nur zugute, rein statistisch gesehen gehören die Isländerinnen auch in das Teilnehmerfeld.
Ein anderer Maßstab ist sicherlich der jährlich im Frühling ausgetragene Algarve Cup. 2007 war Island erstmals zu diesem internationalen Turnier eingeladen und spielte in der zweitklassigen Gruppe C. Diese ”Portugal-Gruppe” konnte Island 2008 gewinnen, zum Abschluß folgte noch ein Sieg gegen Finnland. 2009 wurde Island dann in eine der beiden Topgruppen befördert. Einem 3:1 gegen Norwegen folgte eine knappe Niederlage gegen die USA. Erst in der 89. Minute gelang dem Weltranglistenersten dabei der Treffer zum 1:0. Mit Niederlagen gegen Dänemark (0:2) und China (1:2) ging dieser Leistungsvergleich mit führenden Frauenfußballnationen zu Ende.
Zur Vorbereitung auf die Kontinentalmeisterschaft suchte Island das Kräftemessen mit anderen EM-Teilnehmern. Einem Heimspiel im April gegen Holland (1:1) folgte im Juli ein kleines Turnier in England, das mit einer knappen Niederlage gegen Dänemark (1:2) und einem überraschenden 2:0 über den Gastgeber durchaus erfolgreich bestritten wurde. Eine letzte Leistungsüberprüfung wird es am 15.08. geben, wenn Serbiens Auswahl in Reykjavík gastiert – da geht es aber schon um die Qualifikation für die WM 2011!
 Island konnte sich 2009 beim Algarve-Cup mit den Großen messen und hinterließ dabei einen guten Eindruck. Hier steht Stürmerin Dóra María Lárusdóttir im Zweikampf mit Megan Rapinoe. Die USA gewannen die Partie knapp mit 1:0
Bild: Nora Kruse
Mit isländischem ”Wikinger-Geist” zum Erfolg
In Gruppe B trifft Island auf Frankreich, Norwegen und Deutschland. ”Wir betrachten es als eine Ehre, uns mit diesen Teams auf Augenhöhe messen zu können,” meint Siggi Eyjólfsson zu Islands Vorrundengegnern und führt weiter aus: „Unser Ziel ist es, die Gruppenphase zu überstehen. Das ist ein sehr anspruchsvolles Ziel und wir wissen, daß wir der Außenseiter sind und uns viele Leute ein Weiterkommen nicht zutrauen. Aber alles ist möglich im Fußball!” Mit Verweis auf die schon dargestellten jüngsten Erfolge gegen in der Weltrangliste höher plazierte Nationen kommt er zu dem Schluß: „Ich glaube, an einem guten Tag können wir jeden schlagen. Wichtiger ist aber, daß auch mein Team daran glaubt!”
FanSoccer wollte von Eyjólfsson wissen welcher Stil seine Mannschaft kennzeichne und mit welcher Taktik Island zum Erfolg kommen wolle. „Wir spielen frei und beherzt. Wir geben in jedem Spiel alles, überzeugt davon, daß uns nichts stoppen kann. Teamgeist und Entschlossenheit. Der Geist isländischer Wikinger!”
Dreimal wird Islands Nationalhymne Lofsöngur also in der Vorrunde erklingen. Ob es ein berechtigter „Lobgesang” ist, der gar noch häufiger bei der Euro zu hören sein wird? An Ehrgeiz und Selbstbewußtsein scheint es jedenfalls nicht zu mangeln. Und vielleicht gibt es dann sogar noch eine Fortsetzung des Films Stelpurnar okkar!
Gegen Deutschland noch keinen Stich gesehen – Island im Direktvergleich mit seinen Gruppengegnern:
| Land | Spiele | + | - | o | Torverhältnis |
| Frankreich | 6 | 1 | 1 | 4 | 5:13 |
| Norwegen | 6 | 1 | 1 | 4 | 8:19 |
| Deutschland | 10 | 0 | 0 | 10 | 3:46 |
Ihre letzten beiden Spiele trugen Ìsland und Frankreich im Rahmen der EM-Qualifikation 2007 und 2008 gegeneinander aus. Sein Heimspiel gewann Island mit 1:0, Frakkaland obsiegte im Rückspiel 2:1.
Auf Norwegen traf Island zuletzt im Rahmen des Algarve Cups 2009. Das 3:1 im Gruppenspiel war Islands erster Sieg gegen Noregur.
Der letzte Vergleich mit Deutschland liegt schon lange zurück. Beim Gruppenspiel zur Qualifikation für die EM 2001 am 17.08.2000 im Kópavogsvöllur feierte Þýskaland einen klaren 6:0 Erfolg (u.a. mit 2 Toren von Birgit Prinz und einem Treffer von Ariane Hingst). Auf deutscher Seite haben gleich fünf aktuelle Nationalspielerinnen noch beste Erinnerungen an Spiele gegen Island, teilweise bis in das Jahr 1996 zurück reichend: Neben Prinz (6 Spiele/2 Tore) und Hingst (3/3!) auch Kerstin Stegemann (5/1) und Inka Grings (4/1) sowie Nadine Angerer (2/0), die ihr 1. Länderspiel über 90 Minuten gegen Island bestritt. Zudem stand Silvia Neid bei den ersten 6 Begegnungen mit Island (1986-1996) als Aktive auf dem Feld und erzielte dabei insgesamt 5 Tore, darunter alle 3 beim 3:2 1987 in Delmenhorst. – Ein schlechtes Omen für Island?
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