Europameisterschaft 2009, Gruppe ASpätes Tor rettet DänemarkUkraine - Dänemark 1:2 (0:0) | ||
Text von Roland Baumann 27.08.2009 In einer schwachen Partie hielt der Newcomer aus der Ukraine dem Favoriten Dänemark lange Zeit stand, ehe kurz vor Spielende Maiken Pape mit ihrem Treffer eine völlige Blamage für ihr Team verhinderte. Die dänische Elf begann mit ungewöhnlich vielen Fehlern im Spielaufbau und machte es dem EM-Neuling aus der Ukraine leicht, selbst mit einfachen Mitteln vors gegnerische Tor zu kommen. Dabei strahlte aber das Team von Anatolii Kutseu auch nur wenig Torgefahr aus. Ihre Aktionen gegen der vermeintlich haushohen Favorite wirkten zunächst ein wenig mutlos. Die Startformation der Ukraine. Oben von links: Die Startformation Dänemarks. Oben von links: Über welche Qualitäten die Skandinavierinnen eigentlich verfügen, zeigte die 23. Minute, als die dänische Abwehr einen Abspielfehler im ukrainischen Mittelfeld nutzte. Nadia Nadim stürmte auf der rechten Außenbahn bis zur Grundlinie durch, doch setzte sie ihre Flanke weit in den Rücken der mitgelaufenen und völlig freistehenden Maiken Pape. Dieser schön vorgetragene Konter hätte eigentlich ein Tor bringen müssen! In der 31. Minute wurde es jedoch auch vor dem dänischen Tor gefährlich. Mit einem schneller Konter wurde Oksana Yakoyshyn in Szene gesetzt, doch konnte Katrine Pedersen sie in letzter Sekunde noch abdrängen. Unter den Klängen der unermüdlichen dänischen Sambatrommlern endete die erste Halbzeit ohne weitere spielerische Höhepunkten mit dem Zwischenstand von 0:0. Gähnende Leere auf den Zuschauerrängen im Finnair-Stadium: bei dieser Euro leider ein gewohntes Bild |
Duell der "5er": Line Roddik Hansen im Zweikampf mit Oksana Yakovyshyn. In dem kampfbetonten Spiel konnte sich selten eine Stürmerin einmal deutlich durchsetzen | |
Die zweite Halbzeit begann deutlich flotter. In der 47. Minute tanzte Oksana Yakoyshyn ihre Gegenspielerin mit zwei Haken aus. Die Hereingabe vors Tor verpassten aber zwei Ukrainerinnen. Fast im Gegenzug fiel das 0:1. Camilla Sand Andersen war im Strafraum nicht mehr zu stoppten und markierte den dänischen Führungtreffer. ![]() Camilla Sand Andersen hatte nach ihrem Führungstreffer in der 49. Minute allen Grund zum Jubeln. Da sah es so aus, als würde das Spiel doch noch zur klaren Angelegenheit für Dänemark Nur eine Minute später versuchte es Line Hansen nach einem Freistoß mit einem Kopfball, doch konnte Torhüterin Nadiya Baranova auf der Linie glänzend parieren. Gerade, als es aussah, dass Dänemark das Spiel in den Griff bekommen sollte, patzte die Abwehr. Daria Apanashchenko nutzte den Deckungsfehler und drückte das Leder über die Linie. ![]() Daria Apanashchenkos zwischenzeitlicher Ausgleichstreffer reichte dem Euro-Neuling am Ende nicht Damit war das Spiel wieder völlig offen. Es folgten eine Reihe vielversprechender Angriffszüge, die aber alle nichts einbrachten. Die viellecht beste Chance pfiff die ungarische Schiedsrichterin Gyöngyi Gaal ab. Nach einem Handspiel vor dem ukrainischem Strafraum fiel der Ball der völlig frei am Sechszehner stehenden Katrine Veje vor die Füße, doch Gaal bestand auf Freistoß, statt den Vorteil gelten zu lassen. Als kaum noch jemand mit einer Ergebniskorrektur rechnte, gelang in der 87. |
Minute Maiken Pape mit einem Sonntagsschuss aus über 20 Metern flach unten in den Winkel der für das dänische Team so wichtige Siegtreffer. Camilla Sand Andersen, die zur Spielerin des Tages gekürt wurde, war nach dem Spiel ganz glücklich. „Es war ganz wichtig, hier die Punkte zu machen”. Kenneth Heiner-Möller zollte dem Gegner mit seinem Konterfußball großen Respekt. Nach der Pleite gegen Finnland im Eröffnungsspiel wollte er sein Team umstellen. Anatolii Kutseu sah im Gegensatz zum ersten Spiel gegen die Niederlande ein anderes Team. Es sei ein gutes Spiel seiner Mannschaft gewesen, die sich viele Chancen erarbeitet habe. Die Fitness seines Teams seiaber noch nicht gut genug, um gegen internationale Spitzenteams überraschen zu können. ![]() Cathrine Paaske-Sørensen hat hier Vira Dyatel stehen bzw. liegen gelassen. Sinnbildlich für ein Spiel, in dem Dänemark am Ende doch das bessere Ende für sich hatte
Ukraine:
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