Von Roland Baumann (Text)
und Nora Kruse (Fotos)
31.08.2009
Im letzten Vorrundenspiel trennten sich Norwegen und Frankreich mit 1:1 und sind damit mit jeweils vier Punkten für die Finalrunde qualifiziert.
Letztlich war auch hier wieder strategische Überlegungen für den Spielablauf maßgeblich beteiligt.
Die französische Elf bemühte sich von Beginn an um Spieldominanz. Mitten in diese Bemühungen hinein platzte der erste ernsthafte norwegische Angriff.
Eine Flanke von der linken Seite verwertete Lene Storlökken per Kopf zum 1:0. Danach setzte das Team von Bruno Bini die norwegische Elf richtig unter
Druck. Zunächst konnte sich Élodie Thomis auf der halbrechten Position in Szene setzen. In der 16. Minute wurde der Einsatz belohnt. Louisa Nécib setzte
sich auf rechtaußen durch und bediente ihre Teamkollegin Camille Abily, die im Fallen den längst verdienten Ausgleich markieren konnte. Frankreich blieb
zwar dran, jedoch fehlte der zündende Funke, um Ingrid Hjelmseth im norwegischen Gehäuse zu überwinden. Mit diesem 1:1 ging es in die Pause.
Mit hohen Bällen ist Frankreichs Torhüterin Sarah Bouhaddi nicht zu überwinden.
In der zweiten Spielhälfte verflachte das Spiel zusehend. Zwar spielte Frankreich zeitweise in bester Handballermanier um den norwegischen Strafraum,
ohne allerdings Zug zum Tor zu entwickeln. Aber auch die wenigen norwegischen Gegenstöße bereiteten der französischen Abwehr
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Camille Abily (l.) erzielte den entscheidenden Ausgleich und sicherte Frankreich damit den ersten Einzug in eine K.O.-Runde bei einem Großereignis überhaupt.
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wenig Mühe. Zirka zehn Minuten
vor dem Abpfiff wurde der Spielbetrieb fast vollständig eingestellt. Keine der beiden Teams riskierte mehr als nötig, um den Ball vom eigenen Tor fern zu
halten. Somit blieb es in dieser Partie bei dem 1:1, das beiden Team den Einzug in die Finalrunde sicherte.
Die Spielerin des Tages, Camille Abily, war dann auch sehr glücklich über das Ergebnis. Sie entschuldigte sich beim Publikum für die Spielweise der
letzten Minuten, doch war die Ballsicherung bei dem Ergebnis sehr wichtig. Jetzt freue sie sich auf das Viertelfinale und den kommenden Gegner, den
Zweiten der Gruppe A, die Niederlande. Bruno Bini bemängelte, dass das Spiel in Frankreich als einzigem Land nicht übertragen wurde. Er bedankte sich bei
seiner Mannschaft für die gute Leistung. Er räumte ein, dass sie in der Schlussphase nicht mehr das Spiel gemacht haben, „aber wir brauchten den Sieg
nicht“. Über den Viertelfinalgegener Niederlande meinte er, „wir wissen alles übereinander“.
Auch Norwegens Trainer Bjarne Berntsen zeigte sich zufrieden
über das Ergebnis. Sein junges Team zeigte sich vor allem in der Defensive gegenüber dem Deutschlandspiel verbessert, wo sie in den letzten fünf bis zehn
Minuten alle Chancen verspielt hatten. Auf den möglichen Viertelfinalgegner Finnland angesprochen, meinte er, genug über ihn zu wissen. Er halte zum
Beispiel Laura Kalmari für eine der besten Spielerinnen des Turniers bislang.
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Norwegen
Hjelseth – Akerhaugen, Stensland, Giske, Huse, Rönning, Gulbrandsen, Herlovsen (89. Lövbaek), Mjelde, Storlökken, Petersen
Frankreich
Bouhaddi – Meilleroux, Georges, Soubeyrand, Bombastor, Abily, Thomis, Nécib, Bussaglia, Thiney (83. Le Sommer), Blanc
Tore
1:0 Storlökken (4.)
1:1 Abily (16.)
Gelb -
Schiedsrichterin
Alexandra Ihringova (England)
Mit Glück im Viertelfinale: Norwegen
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