Europameisterschaft 2009 - Gruppe AMit Anstand verabschiedetFinnland - Ukraine 0:1 (0:0) | ||
Text und Bilder: Martin Kochem 01.09.2009
Das hatten sich die Anhänger der finnischen Frauennationalmannschaft unter den 15.318 Zuschauern im Olympiastadion zu Helsinki sicherlich anders vorgestellt: statt des erhofften dritten Sieges im dritten Vorrundenspiel setzte es fuer die vor diesem Abschlussmatch bereits als Gruppensieger und Viertelfinalist feststehenden Finninnen eine zwar etwas unglueckliche, aber dennoch nicht unverdiente 0:1-Niederlage gegen den bereits ausgeschiedenen Turnierneuling aus der Ukraine, der sich fuer die beiden knappen Niederlagen gegen die Niederlande bzw. Dänemark rehabilitierte und sich mit Wuerde und Anstand von der EURO 2009 verabschiedete.
![]() Brennende Luft im ukrainischen Strafraum - Natalia Zinchenko (Nr. 11) klärt hier per Kopf vor Linda Sällström (Nr. 18)
Nur eine Minute später wäre diese dann fast von einer verunglueckten Linksflanke von Lyudmyla Pekur ueberrascht worden, doch sprang der Ball von der Latte ins Toraus. Schrecksekunde dann fuer beide Teams nach 35 Minuten, als Torfrau Zvarych nach einer Linksflanke von Katri Nokso-Koivisto mit Laura Kalmari zusammenprallte. Während Kalmari nach vierminuetiger Behandlungspause weitermachen konnte, ging bei Zvarych nichts mehr und musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch und Gehirnerschuetterung vom Feld begleitet werden. Ihre Vertreterin Nadiya Baranova konnte dann kurz darauf gleich mal tief Luft holen, als nämlich Nokso-Koivisto nach Rechtsflanke von Mäkinen ganz frei am zweiten Pfosten auftauchte, jedoch knapp verzog und die sichere finnische Fuehrung kläglich vergab (43.).
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Verabschiedeten sich mit Anstand aus dem Turnier und stellten ihre berechtigte EURO-Teilnahme in allen 3 Spielen durchaus unter Beweis: das Team der Ukraine | |
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jedoch kopflos und ohne Ideen) auf den Fuehrungstreffer, während fuer die Ukrainerinnen bei ihren spielerisch durchaus gefällig vorgetragenen Gegenangriffen an der Strafraumgrenze allerdings Endstation war. So wurde ein Kopfball von Tiina Salmen nach Ecke von Maija Saari im letzten Moment abgeblockt (50.), während sich Jessica Julin nach 60 Minuten erfolgreich in einen Gewaltschuss von Zinchenko warf und fuer kurze Zeit k.o. ging. ![]() Ihre Anfeuerung war letzten Endes vergeblich, dennoch freuen sich nicht nur die finnischen Hardcore-Fans auf das bereits ausverkaufte Viertelfinale in Turku Nachdem wiederum Zinchenko das Leder knapp am finnischen Gehäuse vorbeigespitzelt hatte (62.) und Alla Lyshafai's Abschluss nach schönem Solo zu schwach war, fiel nach 69 Minuten das Tor des Tages: Tuija Hyyrynen wollte das Leder zurueck zu Torfrau Meriluoto spitzeln, tat dies allerdings viel zu lässig - Pekur roch den Braten, spritzte dazwischen, umkurvte spielend leicht noch die finnische Schlussfrau und schob zum Entsetzen der einheimischen Fans lässig zur ukrainischen Fuehrung ein - ein Tor wie ein Blitz aus heiterem Himmel ! ![]() Lyudmyla Pekur erzielte nicht nur das Tor des Tages, sondern wurde von der UEFA-Kommission zudem zum "Player of the Match" ausgezeichnet Danach versuchte Suomi noch einmal alles und hatte nur vier Minuten später die Riesenchance zum Ausgleich, als die eingewechselte und mit einem |
langen Ball auf die Reise geschickte Sanna Talonen alleine auf das ![]() Sanna Talonen sorgte nach ihrer Einwechslung fuer frischen Angriffswind auf der rechten Seite und hatte den Ausgleich auf dem Fuss - hier läuft sie Yuliya Vashchenko auf und davon
ukrainische Tor zulief, doch Baranova mit glänzendem Reflex das sichere 1:1 verhinderte. Die etatmässige Ersatzkeeperin vereitelte dann auch noch die letzte finnische Möglichkeit, als diese einen platzierten Kopfball der ebenfalls eingewechselten Linda Sällström grandios parierte (87.).
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