Europameisterschaft 2009Glanzloser Arbeitssieg führt Deutschland ins HalbfinaleDeutschland - Italien 2:1 (1:0) | ||
Von Roland Baumann (Text) Zwei Tore und vom Technischen Team zur besten Spielerin des Tages gewählt: für Inka Grings lief es optimal.
Mit der Einwechslung von Simone Laudehr wurde das Spiel augenscheinlich lebendiger. Schon der erste deutsche Vorstoß von Laudehr brachte Grings in gute
Schussposition, doch konnte Picarelli die Situation entschärfen. Weniger Glück hatte Picarelli beim nächsten Angriff, der fast eine Doublette der
vorherigen Szene war. Wieder kam die Vorlage von Laudehr auf Grings, die sich jetzt allerdings gegen die Keeperin der Los Angels Legends durchsetzen
konnte. Damit sollte aber zunächst das Pulver verschossen sein. Zu viele Stockfehler bei der Ballannahme hemmten den Spielfluss. Aufregung gab es erst
wieder in der 63. Minute. Patricia Panico setzte sich auf der rechten Seite gegen Babett Peter durch und ließ auch beim Abschluss der deutschen Torhüterin
keine Chance.
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Es war ein hartes Stück Arbeit für die DFB-Elf um Kerstin Garefrekes (l.) gegen die Italienerinnen, hier Sara Gama. | |
später war es Grings, die Birgit Prinz mustergültig bediente. Prinz konnte sich zwar
gegen die italienischen Abwehrspielerinnen durchsetzen, scheiterte aber an der glänzend agierenden Picarelli. In der 79. Minute verpassten zwei
Italienerinnen eine Flanke von Kerstin Garefrekes. Grings war wieder zur Stelle, aber erneut konnte Picarelli, die wohl beste Italienerin, zur Ecke
klären.
Ein Treffer von Patrizia Panico war nicht genug für die Italienerinnen, um das Spiel noch zu drehen.
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Inka Grings, die zur Spielerin des Tages ernannt wurde, freute sich über den Sieg und den Start ins Turnier. Sie fühle sich eher als Mannschaftsspielerin,
weshalb für sie die mögliche Torjägerkanone nachrangig sei. Vielmehr möchte sie sich bei ihren Teamkolleginnen für die Vorlagen bedanken. „Wir sind schon
auf dem Weg ins Turnier“. Silvia Neid bedankte sich bei Nadine Angerer, deren Reaktion in der Schlussminute Weltklasse gewesen sei. Sie bemängelte, dass
ihr Team es nicht schaffte, das Tempo nach vorne hoch zu halten. Dadurch sei Italien immer wieder ins Spiel gekommen. Die Auswechslungen begründete sie
damit, dass Ariane Hingst möglicherweise einen Meniskusschaden erlitten hatte. Mit dem Tausch von Bresonik für Schmidt in der rechten Verteidigung und der
Hereinnahme von Laudehr ins Mittelfeld sollte mehr Druck in die Offensive kommen. Falls Hingst längerfristig ausfallen würde, was einen schweren Verlust
darstellen würde, könnten Sonja Fuss oder Saskia Bartusiak einspringen. Insgesamt müsse noch im Defensivverhalten und bei der Kopfballverwertung
gearbeitet werden.
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