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Europameisterschaft 2005
Beim Finale gab's auch für Eurosport Platz 1
Ein Überblick über Einschaltquoten und Marktanteile der Eurosport-Übertragungen | ||
| Von Katja Öhlschläger
23.06.2005 Die Europameisterschaft 2005 brach nicht nur den Zuschauerrekord (nach offiziellen Angaben strömten 116.000 Zuschauer in die Stadien), sie setzte auch hinsichtlich der TV-Übertragungen neue Akzente.
Die meisten waren im Vorfeld der EM sicherlich von einer Live-Übertragung der deutschen Spiele bei ARD und ZDF ausgegangen. Bei einer Übertragung in den öffentlich-rechtlichen Sendern wären sicherlich mehr Gelegenheitszuschauer auf die EM gestoßen als bei einer Übertragung im Spartensender Eurosport. So konnte sich jeder FF-Fan europaweit ein Bild von der europäischen FF-Elite machen, wodurch die Faszination und Spannung des Turniers sicherlich weit besser transportiert werden konnte, als wenn man bis auf die deutschen Spiele nur die Ergebnisse zur Kenntnis genommen hätte. Nahezu jeder Zuschauer, mit dem ich bisher sprach, entwickelte auf diese Weise Sympathien für eines oder mehrere der anderen Teams. Somit hatte die EM, etwas pathetisch formuliert, in Zeiten der EU-Krise auch eine den europäischen Kontinent verbindende Wirkung. Nun aber zu den Zahlen: In der von der „Eurosport Fernsehforschung“ herausgegebenen Präsentation der Einschaltquoten (weitere Quellen siehe Ende des Artikels) zeigt sich der Sender von den „überragenden Ergebnissen“ begeistert. Insgesamt wurde die EM im Eurosport-Netzwerk (54 Länder, 19 Sprachen) von 40 Mio. verschiedenen Zuschauern bei einer durchschnittlichen Sehbeteiligung von 1,5 Mio Zuschauern, wobei in den skandinavischen Ländern – genaue Angaben liegen uns leider nicht vor – auch nationale Sender live über die EM-Spiele berichteten.
In Deutschland verzeichnete Eurosport insgesamt 15 Mio. verschiedene Zuschauer (18% der Deutschen). Der Durchschnittswert beläuft sich demnach auf 711.000 Zuschauer. |
Das Titelblatt der Auswertung der Eurosport-Fernsehforschung zur EM 2005 in England Quelle: Eurosport/Getty Images |
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Während der EM waren es 37,5 %.
Schauen wir uns die einzelnen Spiele an: Bei den Vorrundenspielen war sowohl im Netzwerk als natürlich auch in Deutschland die Sehbeteiligung bei den deutschen Spielen am größten. Am besten schnitt hier das Wochenend-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich mit durchschnittlich 2,9 Mio. Zuschauern im Netzwerk und 1,5 Mio. Zuschauern in Deutschland ab. An dritter und vierter Stelle in den „Quoten Top-Ten“ liegen die deutschen Gruppenspiele gegen Norwegen und Italien. Gegen Norwegen schalteten durchschnittlich 1,4 Mio. (Marktanteil von 5,0 %) und in der Spitze 2,3 Mio. (7,3% MA) Zuschauer ein. Gegen Italien waren es durchschnittlich 1,2 % (6,2 % MA), in der Spitze 1,8 Mio. (7,4 % MA). Zum Vergleich: Der durchschnittliche Marktanteil Eurosports, der allerdings von Sportart zu Sportart variiert, liegt bei 1,4 %. An fünfter und sechster Stelle folgen im Netzwerk die beiden Halbfinalspiele, wobei das Halbfinale mit deutscher Beteiligung (gegen Finnland) vorne liegt. 2 Mio. Zuschauer im Netzwerk und 1,1 Mio. in Deutschland sahen dieses Spiel. Man erkennt hier gegenüber den Quoten der Vorrundenspiele geringere Werte, was sich offensichtlich auf den Beginn des Confederations-Cup zurückführen lässt. Spielte doch am gleichen Abend zunächst Argentinien gegen Tunesien und bestritt direkt im Anschluss, teilweise parallel zum Halbfinale, die deutsche Männermannschaft ihr Auftaktspiel gegen Australien. Auffällig ist zudem, dass die Vorrundenspiele der deutschen Gruppe B – auch die ohne deutsche Beteiligung – deutlich mehr gesehen wurden als die der Gruppe A. Eine Erklärung sind sicherlich die Live-Übertragungen der nationalen Sender in den skandinavischen Ländern (mit Schweden, Dänemark und Finnland war die Gruppe A die „skandinavische Gruppe“), andererseits – in Bezug auf die Zahlen in Deutschland – vermutlich |
die Relevanz für die deutsche Mannschaft. Oder man blieb eben gleich sitzen, nachdem man sich das deutsche Spiel angesehen hatte.
Absolut überragend kommen die Zahlen für das Finale am vergangenen Sonntag daher. Über die gesamten 2 Stunden lang (16-18 Uhr) war Eurosport mit einem deutschlandweiten Marktanteil von 15,8 % der führende Fernsehsender in Deutschland!!! Zum Vergleich: Die ARD kam zwischen 16 Uhr und 18 Uhr auf einen MA von 11,2 %, RTL auf 9,0 % und das ZDF auf 8,3 %.
Sicherlich Zahlen, die jeden Frauenfußball-Fan sehr freudig stimmen. Ich denke, ich spreche im Namen der großen Mehrheit der FF-Fans, wenn ich mit diesen Zahlen auch den Wunsch und die Hoffnung verbinde, den Frauenfußball auch weiterhin so umfassend bei Eurosport verfolgen zu können.
Quellen: | |