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Europameisterschaft 2005
« L’équipe tricolore « in vielversprechender FormTeamvorstellung: Frankreich | ||
| Von Lea Barth 04.06.2005 Die französische Frauennationalmannschaft überzeugte in ihrer Vorbereitung für die Europameisterschaften 2005 in England und rückt damit erstmals in den Favoritenkreis um den europäischen Titel. Durch ihre beeindruckenden Leistungen Anfang dieses Jahres im Algarve Cup, in Portugal, zeigten die Französinnen ihre aufsteigende Form und ließen den zuvor so breiten “Graben” zwischen sich und den Spitzenteams des internationalen Frauenfussballs, Deutschland, USA, Schweden und China, deutlich geringer werden. ![]()
Mit Siegen in der Gruppe B gegen Dänemark (2-1) und Finnland (2-1) bei nur einer knappen Niederlage gegen den amtierenden Olympiasieger USA zogen sie ins “kleine Finale” ein und sicherten sich dort durch einen Erfolg gegen Schweden (3-2) den hervorragenden 3.Platz hinter USA und Deutschland.
Zuvor schafften “Les Françaises” fast mühelos die EM-Qualifikation, in der sie sich mit 7 Siegen und nur einer Niederlage ungefährdet an die Spitze der Gruppe 3, vor Russland, Island, Ungarn und Polen, setzten.
Außerdem bezwangen sie Ende des letzten und zu Begin dieses Jahres mehrmals die starken skandinavischen Mannschaften, Norwegen, Dänemark und Schweden.
( F-N : 2-0 ; 1-0) ; ( F-DK : 3-0 ; 1-0 ; 3-2 ) ; ( F- SV : 2-0 ; 2-1 ; 3-0 ; 3-2 )
“Frankreich braucht sich bei den Europameisterschaften’05 wahrlich nicht zu verstecken“, das unterstrich die französische Nationaltrainerin Elisabeth Loisel in einem Interview für die französische Zeitung “foot” des FFF ( féderation française de football) . Sie bestätigte das zurecht wachsende Selbstvertrauen ihrer Schützlinge und erklärte den Leistungsanstieg und Erfolg “als eine Frucht harter, jahrelanger Arbeit in allen Altersbereichen des französischen Frauenfussballs.“
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Vor allem die französischen Clubs haben viel zur Entwicklung und Verbesserung des “foot féminin” beigetragen. Nationaltrainerin und Verein stehen in engem Kontakt, so dass die Auswahlspielerinnen ein individuell abgestimmtes Training betreiben. “Les filles” trainieren besser und härter als zuvor, und somit haben sie gerade im physischen Bereich gegenüber den Topteams aufgeholt.
Hinzu kommt, dass zunehmend ausländische Spielerinnen, z.B. die beiden US-amerikanischen Olympiasiegerinnen (Tara Flint und Christie Welsh) in Lyon, das Niveau der 1er division anheben. Fussball ist eine absolute Männerdomäne. So verrückt die Franzosen auch nach ihrem Volkssport Nr.1 und ihren Stars Zinedine Zidane und Thierry Henry sind, so wenig fiel bisher von diesem Enthusiasmus für den Frauenfußball ab. Bleibt also zu hoffen, dass die Französinnen ihre ansteigende Formkurve bei den Europameisterschaften fortsetzen und vielleicht mit ersten Erfolgen sich etwas mehr ins Rampenlicht des französischen Nationalsports |
rücken können.
Verdient hätten sie es! Lea Barth spielte beim TSV Crailsheim, mit dem sie in die 1. Bundesliga aufstieg, bis sie im vergangenen Sommer nach Paris wechselte und den französischen Frauenfußball kennenlernte. Wovon wir nun profitieren dürfen. Vor wenigen Wochen erlitt sie einen Kreuzbandriss. Das FanSoccer-Team wünscht gute Genesung! Teamliste: Tor:
1 Sandrine Capy Abwehr:
2 Sabrina Viguier Mittelfeld:
6 Sandrine Soubeyrand Angriff:
9 Marinette Pichon Trainerin: Elisabeth Loisel | |