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Europameisterschaft 2005
Mit Torreigen ins Halbfinale
Norwegen - Italien 5:3 (4:1) | ||
| Von Heinz Günter Sporkel
13.06.2005 Norwegen hat es doch noch geschafft. Das Team um Bjarne Berntsen konnte sich letztendlich gegenüber dem französischen Team für das Europameisterschafts-Halbfinale qualifizieren. Frankreich unterlag gegen Deutschland mit 0-3. Norwegen bezwang Italien mit 5-3. Damit hat man das "Ziel Halbfinale“ realisiert. Jetzt ist für die Mannschaft sogar das Finale in Reichweite. Der Grundstein wurde von den Norwegerinnen schon in der ersten Halbzeit gelegt. Wichtig für die skandinavische Elf war ein Sieg mit zwei Toren Unterschied, sollte Frankreich nur mit einem Tor Unterschied gegen Deutschland verlieren. So brachte Trainer Berntsen gegenüber dem Frankreich-Spiel Herlovsen und Klaveness von Spielbeginn an, um sofort offensiv nach vorne zu marschieren. In der Anfangsphase entwickelte sich ein munteres Spielchen. Auch Italien wollte sich nicht sang- und klanglos aus den Gruppenspielen verabschieden. Doch die erste Möglichkeit hatte Norwegen. Stensland brachte eine Ecke in den Strafraum. Italiens Abwehr rund um Torhüterin Brunozzi war vollkommen konfus und Klaveness konnte zum 1-0 einschießen. Riesenjubel bei den Norwegerinnen. Doch schon im Gegenzug die Ernüchterung. Vollkommen leer die linke Abwehrseite. Das nützte Pasqui mit einem Sturmlauf in dem Strafraum aus. Pasqui tunnelte Norwegens Torhüterin Bente Nordby, der Ball kommt zu Gabbiadini. Die hatte keine Mühe im Gegenzug den Ausgleich zu erzielen. Doch Norwegen ließ sich nicht beirren und versuchte weiter das Spiel nach Vorne zu treiben. Immer wieder wurden die Italienerinnen unter Druck gesetzt. Das Ziel sollte weiterhin Halbfinale heißen. Der Offensivdrang wurde nach einer halben Stunde Spielzeit belohnt. Mellgren verpasste nach einer Riesenchance das Tor. Die daraus resultierende Ecke kam zu Christensen und schon zappelte das runde Leder zum 2-1 im italienischen Kasten. Brunozzi sah bei diesem Treffer wieder - wie auch die gesamte Abwehr - sehr unglücklich aus. Doch es sollte einige Minuten später noch schlimmer kommen. Lanzieri foulte Herlovsen kurz vor dem Strafraum. Stensland zieht den Freistoss auf Gulbrandsen. Schön Direkt schlägt die Norwegerin den Ball zum 3-1 ins Tor. Nun waren 35 Minuten gespielt. Das norwegische Team war gegenüber dem Frankreich-Spiel nicht wieder zu erkennen. Man wollte klare Verhältnisse und es ging weiter im fünften Gang Richtung Tor Brunozzi. Herlovsen schlug zwei Minuten vor der Pause einen wunderschönen Pass auf Mellgren. Mellgren konnte ohne Gegenspielerin das 4-1 erzielen. Pause dann in Preston. 1154 Zuschauer sahen ein tolles und torreiches Spiel. Allerdings wirkten die Gesichter der Norwegerinnen noch nicht glücklich. Stand es zur Pause zwischen Deutschland und Frankreich noch 0-0. Frankreich war zur Halbzeitpause „noch“ im Halbfinale. Norwegen musste noch zittern und auf das Team von Tina Theune-Meyer hoffen. Die Pause gab dem Spiel keinen Bruch. Wieder begannen beide |
Isabell Herlovsen (NOR, r.) im Zweikampf mit Elena Ficarelli (ITA)
Quelle: Eurosport |
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Teams im Vorwärtsgang. Gabbiadini nutzte dann einen Ballverlust von Christensen aus. Der Ball kam in ihren Lauf, keine Möglichkeit mehr für die skandinavische Defensivabteilung auf Abwehr umzuschalten. Die Italienerin ließ Nordby keine Chance und es stand nach 53 Spielminuten nur noch 4-2 für Norwegen. Doch auch hier kam die Antwort prompt. Vier Minuten später sieht Mellgren ihre Mitspielerin Klaveness freistehen. Klaveness mit einem wunderbaren Schuss ins lange Eck zum 5-, da hatte auch Brunozzi keine Chance mehr gehabt. Doch Berntsen wartete immer noch auf Kunde vom anderen Gruppenspiel. Es wurde zum Nervenkrimi auf der norwegischen Bank.
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Norwegen hat allen Grund zu jubeln. Hier sieht man das Team beim Algarve-Cup. Archivfoto: Beate Wolter
In der 80. Spielminute dann Bewegung bei den norwegischen Offiziellen und Schlachtenbummlern. Frohe Kunde aus Warrington - Deutschland führte 2-0. Das Halbfinale so gut wie erreicht. Nun durfte man nicht noch ein dummes Tor kassieren. Im Gegenteil, Frankreich kassierte noch einen Treffer. Riesenjubel nach dem Schlusspfiff bei den Norwegerinnen. Das Halbfinale ist erreicht.
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Donnerstag geht es nach Warrington. Dort erwartet man dann die Schweden. Es kommt zu einem skandinavischen Duell. Allerdings wird man es nicht so leicht haben wie gegen Italien. Man sollte dann schon in der Lage sein die individuellen Fehler - gerade im Abwehrbereich - abzustellen. Auf Italien wartet die Heimat. Der Außenseiter fährt ohne Punkt nach Hause. Doch sollte Italien weiter den Ansporn haben, mal im Frauenfußball auch gegen die Top-Länder anklopfen zu können. Norwegen: Nordby, Stangeland, Folstad, Stensland, Christensen, Ronning (46.Lehn), Gulbrandsen, Herlovsen (83.Frantzen), Mellgren, Paulsen, Klaveness
Italien:
Tore:
Gelbe Karten:
Schiedsrichterin:
Zuschauer:
Player of the Match: | |