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Freundschaftsspiel
Melanie Seppler verhinderte Schlimmeres
SG Essen Schönebeck- FC Gütersloh 2000 7:0 (2:0) | ||
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Von Heinz Günter Sporkel (Text u. Fotos)
27.08.2006 Die Bundesligamannschaft der SG Essen Schönebeck lud zum einzigen Testspiel in heimischen Gefilden den FC Gütersloh 2000 ein - ein Spiel mit Tradition. Seit Jahren proben beide Teams gegeneinander den Ernstfall. In der letzten Spielzeit gab es noch ein recht schmeichelhaften 3:2 Sieg des Bundesligisten. Doch diesmal war der Klassenunterschied unverkennbar. Von Anfang an machte das Team von Ralf Agolli Druck auf das Tor des Gastes. Melanie Seppler, ausgezeichnet in Form, verhinderte mit vielen Paraden einen frühen Rückstand. Melanie Hoffmann scheiterte in der sechsten Minute an der Torhüterin. Charline Hartmann fand auch vier Minuten später in Melanie Seppler die Endstation. Es lief eigentlich alles wie bei dem Sieg letzter Woche in Wattenscheider Lohrheidestadion. Dort gewann die SGS mit 3:0 und ließ dabei auch viele Tormöglichkeiten aus. SG Schönebeck machte immer mehr Druck. Eine Flanke von Steffi Weichelt wurde wieder einmal von der FCG Torhüterin erahnt und abgefangen. In der 29.Spielminute war Melanie Seppler geschlagen. Doch Anna Laue konnte noch retten, eine Aktion zwischen Eigentor und Rettungstat. Der Gast konnte das 0:0 noch halten. In der 34. Spielminute rettete wieder Anna Laue vor Stefanie Weichelt. Fünf Minuten später dann die bis dahin beste Aktion. Mirja Kothe setzte sich wie immer auf ihrer Seite gegen Christina Drewitz durch. Eine tolle Flanke Volley genommen von Steffi Weichelt ging aber zwei Meter über das Tor.
Von der Offensive der Gastmannschaft sah man eigentlich nichts. Isabel Janßen von der SG Lütgendortmund kam absolut nicht zum Zug. Auch die in der zweiten Liga gefährliche Stephanie Goddard blieb ohne Biss. Man war auf Gütersloher Seiten bemüht doch reichte es nicht. Die Defensive der SGS ließ nichts Anbrennen. Stephanie Schubert und Co blockten alles ab. In der 39. Spielminute dann das 1:0 für Schönebeck. Eine Flanke in den Strafraum und ein Hammer von Charline Hartmann. 1:0 für die SGS und diesmal war Melanie Seppler chancenlos. Kurz danach rappelte es wieder im Kasten, wieder bei dem FCG. Linda Bresonik zeigte ihre Klasse und erzielte das 2:0, ein Doppelschlag für die 185 Zuschauer im Stadion Am Hallo. Aprilwetter begleitete des ganzen Spiel so das sich die Spielerinnen und auch Schiedsrichterin Monique Klauß auf die Pause freuten. Trainer Steffen Enge reagierte und brachte Lena Hackmann und Rebekka Oester-Barkey ins Spiel. Das Spielbild blieb aber gleich. Ein Foulelfmeter brachte sofort die SGS wieder in Schwung. Charline Hartmann erzielte ihren zweiten Treffer (47.) Ab jetzt spielte nur noch Schönebeck kontrolliert. Gütersloh wollte das Schlimmste verhindern. Ein Knaller unter der Latte von Charline Hartmann brachte das 4:0 in der 59. Spielminute. Essens Torjägerin ist schon wieder in bestechender Form. |
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In der 62.Spielminute gab es ein munteres Wechselspielchen von Steffen Enge. Gleich vier Spielerinnen wechselte der Trainer ein. Für die Zuschauer und den Stadionsprecher ein munteres Spektakel.
Es gab insgesamt dreizehn Wechsel! Alle Auswechselungen sind im Statistikteil. Kathrin Lange erzielte nach einem schönen Zuspiel von Melanie Hoffmann das 5:0 in der 68. Spielminute. Kathrin Lange kam zu Saisonbeginn von der SG Lütgendortmund zurück zum Hallo und zeigt in den Testspielen, daß man auf ihre Stärken wieder bauen kann.
Die Tore von Mirja Kothe (70.) und Linda Bresonik (85.) waren nur noch Formsache.
Nachdem Schlusspfiff sah man dass die Kluft zwischen der SG Schönebeck und FC Gütersloh 2000 größer geworden ist. Die SG Schönebeck will sich in der Bundesliga weiterentwickeln. Da hilft die Verpflichtung von Linda Bresonik sicherlich. Die FC Gütersloh 2000 muss zeigen wie der Verlust von Lena Goessling kompensiert wird. Steffen Enge (FC Gütersloh 2000): Wir waren vor dem Spiel guter Dinge. Dass das Spiel gegen einen Erstligaklub eine schwere Aufgabe und daher schneller, spritziger und ballsicherer ist war uns klar. Wir wollten Paroli bieten. Wir mussten kompakter stehen, die Räume mehr zumachen und den Gegner nach außen zwingen. Wir haben dies das ganze Spiel über kaum hinbekommen. Wir haben selbstständig zu früh angegriffen und den Spielaufbau des Gegner begünstigt. Vom Spiel nach vorne hat man nichts gesehen. Wir waren gedanklich nicht auf den Platz. Wir haben reagiert und nicht agiert. Mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden. Wir sind nur hinterhergerannt. Uns wurden rechtzeitig die Augen geöffnet. Ich wäre sehr gerne zufriedener nach Hause gefahren. Ralf Agolli (SG Essen Schönebeck): Wir hatten gegen Wattenscheid vor sieben Tagen ähnlich dominiert. Da haben wir die Tore nicht gemacht. Heute haben wir die Tore gemacht. Die zwei Tore vor der Halbzeit waren wichtig; da wurden wir sicherer. Wir haben defensiv nicht viel zugelassen. Das Pressing ist auch gut gelungen. Wir haben mit der nötigen Ruhe in der zweiten Halbzeit unsere Möglichkeiten genutzt. |
Ich hätte nicht gedacht das wir das Spiel 7:0 zu gewinnen. Gütersloh ist eine unbequeme Mannschaft. Gütersloh spielt körperbetont, laufstark und ist zweikampfstark. Wir blicken optimistisch in Richtung Potsdam.
Steffen Enge auf meine Frage: "Was denken Sie mit der Mannschaft in der nächsten Spielzeit zu erreichen?": Wir werden dieses Spiel analysieren und hinter uns lassen. Wir wollen oben dabeibleiben. Wolfsburg ist aufgestiegen und wir haben keinen von oben runterbekommen. Wir waren letztes Jahr Zweiter, die Mannschaft ist zusammengeblieben und wir haben zwei, drei junge Spielerinnen dazubekommen. Man hat zwei, drei andere Vereine die dies auch wollen. Die müssen erst mal an uns vorbei. Wir wollen ran!
SG Essen Schönebeck: Langpohl- Chojnacki (73.Balkenhol), Schubert, Duhme (66.Hellmann), Bresonik, Ganser (60.Mpalaskas), Hoffmann, Hartmann (76.Winter), Yilmaz (66.Kowalik), Wechelt (60.Lange) Kothe (76.Özkan) FC Gütersloh 2000: Seppler- Drewitz, Scholz (62.Bentkämper), Laue, Barwinsky (46.Hackmann), Lenz (62.Harbert), Mittendorf, Goddard (62.Bunte), Peine (62.Gessat), Chudaske (46.Oester-Barkey), Janßen Schiedsrichterin: Monique Klauß (Mülheim) Tore: 1:0 (39.) Hartmann 2:0 (40.) Bresonik 3:0 (47.) Hartmann (Foulelfmeter) 4:0 (59.) Hartmann 5:0 (68.) Lange 6:0 (70.) Kothe 7:0 (85.) Bresonik Zuschauer: 185 Zur FanSoccer-Startseite | |