erst einmal beim FFC wieder richtig Fuß fassen und mithalten, und dann kommt schon alles andere.
Sicherlich hat man hier gute Voraussetzungen für eine sportliche Karriere, aber es ist nicht so, dass ich jetzt unbedingt sofort in der Nationalmannschaft spielen muss.
Gerade weil ihr nicht zu den "Medienstars" der Nationalmannschaft gehört: Seid Ihr mit dem Bekanntheitsgrad des Frauenfußballs inzwischen zufrieden? Werdet Ihr auch mal auf der Straße erkannt und wie nimmt Euer Bekanntenkreis an Eurer sportlichen Karriere teil?
Sandra: Ab und zu soll es vorkommen, dass ich auf der Straße oder im Supermarkt erkannt worden bin.
Patrizia: Stimmt, mich hat auch schon einmal jemand gefragt, ob ich nicht beim FFC spiele, aber oft passiert das nicht.
Sandra: Immerhin hat mich auch schon ein Fan am Rande eines Einsatzes auf der Hauptwache um ein Autogramm gebeten, als ich dort in Uniform und mit Barett zugange war. Aber gerade bei mir auf der Arbeit wird das ziemlich hochgepusht und innerhalb der Polizeiabteilung auch publik gemacht, dort verbindet eigentlich jeder mit meinem Namen auch Fußball.
Was müsste Eurer Meinung nach getan werden, um das Renommee der Frauenfußball-Bundesliga weiter nach vorne zu bringen?
Sandra: In Sachen Medienpräsenz beißt sich da leider die Katze in den eigenen Schwanz, weil man mit Sicherheit potenzielle Zuschauer mit Fernsehberichten dazu animieren könnte, den Weg von der Couch ins Stadion anzutreten. Andererseits sendet das Fernsehen auch nicht, wenn keine ausreichende Kulisse da ist. Insofern hilft es nichts, nur den Medien die Schuld zuzuweisen, da der Bundesliga-Alltag sehr oft einfach nicht medienwirksam ist. Aber sicherlich wäre es besser, wenn mehr Bundesliga-Spiele im Fernsehen laufen würden, ganz klar, gerade von den Spitzenspielen auch einmal live oder eine längere Übertragung und nicht nur zwei Minuten.
Patrizia: Damit könnte man bestimmt noch den einen oder anderen mehr ins Stadion locken …
Sandra: Andererseits bin ich auch lange genug dabei, dass ich schon sagen muss, dass es im Gegensatz zu früher auf jeden Fall tausendmal besser geworden ist, sowohl im Stadion als auch in der nachgehenden Berichterstattung.
Frankfurt war ja parallel zur Frauen-EM in England Austragungsstätte des Confed Cup und wird auch bei der WM 2006 eine wichtige Rolle spielen. Habt Ihr zwei in den letzten Wochen da auch schon "WM-Fieber" verspürt?
Patrizia: Ich freue mich schon total drauf, dass eine Fußball-WM in unserer Stadt stattfindet. Tickets habe ich zwar noch keine, aber ich würde mir schon gerne das eine oder andere Spiel auch ansehen.
Sandra: Gerade bei mir auf der Arbeit ist die WM schon jetzt tagtägliches Thema. Alles dreht sich um die WM, auch wenn es ja noch ein bisschen dauert, bis der erste Ball in den WM-Stadien rollt. Der Confed-Cup war sicherlich eine ganz nette Generalprobe, aber die Fans, die uns aus Sicherheitsgründen Kopfzerbrechen bereiten, waren ja noch gar nicht da, gerade wenn Engländer oder Holländer auf die Deutschen treffen sollten. Aber ich bin natürlich sehr gespannt, wie das dann im nächsten Jahr abläuft, und ich freue mich schon auf die WM, auch wenn ich jetzt noch gar nicht absehen kann, ob ich überhaupt Zeit habe, dass als Fußballfan zu genießen, da wir natürlich alle schwer im Einsatz sein werden. Ich rechne zwar schon, dass es an der einen oder anderen Ecke Probleme geben wird, aber das gehört zu meinem Beruf, und Angst wegen der Sicherheitslage habe ich jedenfalls nicht.
Was ist Euer Lieblingsplatz in Frankfurt und warum?
Patrizia: Mein Lieblingsplatz ist der Lohrberg. Man hat da eine fantastische Sicht über die Stadt, kann abends ein bisschen grillen und den Tag hinter sich lassen.
Sandra: Stimmt, der Lohrberg ist echt schön. Aber da ich ja ein sehr geselliger Mensch bin, gehe ich auch sehr gerne ans Café an der Alten Oper und trinke da meinen Latte Macchiato, gerade wenn das Wetter schön ist. Und natürlich auch ins Starbucks …
Patrizia: Ja, Starbucks ist auch toll. (Zu Sandra) Da könnten wir uns ja eigentlich gleich einmal verabreden.
Trinkt Ihr dann den Latte Macchiato mit Sirup oder natur?
Sandra: Entweder natur oder in Karamellgeschmack. Ich habe vor kurzem auch Starbucks-Tassen geschenkt bekommen und mir dann noch den Original-Sirup Karamell geholt, damit habe ich jetzt auch zuhause mein kleines Starbucks, falls ich einmal keine Zeit habe.
Patrizia: Bei mir ist es eher der White Chocolate Mocha oder die Chai-Tea Latte.
Letzte Frage: Was habt Ihr Euch feiertechnisch vorgenommen, falls Ihr in dieser Saison wirklich das Kunststück des Triples schaffen solltet?
Patrizia: Wir zwei machen noch mal die Dancing Queen, oder?!
Sandra: Stimmt, das haben wir schon auf der letzten FFC-Weihnachtsfeier gesungen.
Patrizia: Gesungen? Gerade am Ende doch eher gebrüllt … Wir waren beide etwas angetrunken, das war echt Action pur. Vielleicht schaffen wir es ja dann sogar synchron …
Sandra: Naja, das werden wir spontan entscheiden, wenn es soweit sein sollte. Die neue Saison hat ja gerade erst angefangen, und man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben.
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