Bundesliga 17.Spieltag (vorgezogene Begegnung)

65. - 63. - 46.

1.FFC Turbine Potsdam - Hamburger SV 6:0 (4:0)

Von Lutz Noeske

3.3.2005    Die drei Zahlen sind keine versteckten Hinweise der kroatischen Wettmafia oder die Traummaße eines neuen Supermodels, sondern die Minuten, in denen Cristiane gegen Neuenahr, Rheine und HSV eingewechselt wurde.

Mit jedem Auftritt kommt mehr Spielverständnis und auch eine Verbesserung im Zusammenspiel mit ihren neuen Mannschafts- kolleginnen zustande. Wenn jetzt die nächsten Partien nicht mehr auf Schneeboden stattfinden müssen, dann wird unsere Brasilianerin ihr wahres Können erst noch entfalten, wenn möglich schon in Frankfurt.

Bloß für mich stellt sich die Frage, wer soll für Cristiane draußen sitzen. Wie es bisher gelaufen ist, finde ich es gut. Denn immer ging Piwi (Petra Wimbersky) vom Platz für unsere Olympiazweite. Sie ist immer noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, das sind Auswirkungen der bösen Verletzung vom Hallen-Cup (das mehrfach erwähnte Foul von Prinz). Piwi spielt weiterhin mit Schmerzen, was sie mir persönlich gesagt hat. Dafür ist es wieder absolut bewundernswert, was sie auch gegen den HSV wieder geleistet hat.

Britta Carlson, letztes Jahr noch beim HSV, glänzte gegen ihren alten Verein und feiert heute, am 3.3., ihren 27. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Das Bild von Nora Kruse zeigt Britta im Nationaltrikot


3 Torschützinnen beim Jubeln: von links: Petra Wimbersky, Ariane Hingst, Anja Mittag

Archivbild: Jan Kuppert

Mit ihren zwei Toren brachte Piwi Turbine auf die Siegerstraße und konnte dann zurecht von Bernd Schröder zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Das HSV-Spiel war eine Kopie der Rheine-Begegnung, auch wenn die Torfolge eine etwas andere war. Wie schon Rheine war auch der HSV ein recht harmloser Gast, deren bescheidene Angriffs- bemühungen von Britta Carlson, Inken Becher und Sonja Fuss souverän gestoppt wurden. Diese drei kann man neben Piwi, Conny Pohlers und Anja Mittag hervorheben, auch wenn ich kein großer Freund davon bin, immer einzelne Spielerinnen hervorheben zu wollen. Mir hat die geschlossene Mannschaftsleistung auf dem schweren Schneeboden imponiert, wobei sich Turbine für das Spitzenspiel am 6. März genug Selbstvertrauen geholt hat und mit dem deutlich besseren Torverhältnis im Falle eines Sieges auch wieder Tabellenführer werden würde.

Ich fahre optimistisch in die Main-Metropole und konnte mit ruhigem Gewissen in den Fan-Gesang einstimmen: „Frankfurt wir kommen...“

Zum Schluß noch eine kleine Notiz. Die dritte Halbzeit bei den Autogrammsammlern absolvierte Cristiane nach dem Spiel mit einer Ruhe und Freundlichkeit trotz der Kälte, von der sich Herr Kahn und Co. eine Scheibe abschneiden können.



FFC Turbine Potsdam:

Angerer, Fuss, Carlson, Becher, Hingst, Omilade, Odebrecht (58. Thomas), Wimbersky (46. Cristiane) Mittag, Pohlers (65. Liepack), Zietz

Hamburger SV:

Weech, Gärtner, Haye, Wilmes (69. Torun), Freitag (80. Steckel), Kameraj, Engel, Saländer (90. Geidies), Vreden, Cohn, Schubert

Tore:

1:0 Wimbersky (12.)
2:0 Wimbersky (17.)
3:0 Pohlers (30.)
4:0 Mittag (45.)
5:0 Zietz (76.)
6:0 Hingst (89.)

Zuschauer: 487

Schiedsrichterin:D. Schneider (Pleißa) gelbe Karten: Odebrecht, Pohlers


Zur FanSoccer-Startseite