Von Lutz Noeske 3.3.2005
Die drei Zahlen sind keine versteckten Hinweise der kroatischen Wettmafia
oder die Traummaße eines neuen Supermodels, sondern die Minuten, in denen
Cristiane gegen Neuenahr, Rheine und HSV eingewechselt wurde.
Mit jedem Auftritt
kommt mehr Spielverständnis und auch eine Verbesserung im Zusammenspiel mit ihren
neuen Mannschafts- kolleginnen zustande. Wenn jetzt die nächsten Partien nicht
mehr auf Schneeboden stattfinden müssen, dann wird unsere Brasilianerin ihr wahres Können
erst noch entfalten, wenn möglich schon in Frankfurt. Bloß für mich stellt sich
die Frage, wer soll für Cristiane draußen sitzen. Wie es bisher gelaufen ist,
finde ich es gut. Denn immer ging Piwi (Petra Wimbersky) vom Platz für unsere Olympiazweite.
Sie ist immer noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, das sind Auswirkungen der
bösen Verletzung vom Hallen-Cup (das mehrfach erwähnte Foul von
Prinz). Piwi spielt weiterhin mit Schmerzen, was sie mir persönlich gesagt hat.
Dafür ist es wieder absolut bewundernswert, was sie auch gegen den HSV wieder
geleistet hat.

Britta Carlson, letztes Jahr noch beim HSV, glänzte gegen ihren alten Verein und feiert heute, am 3.3., ihren 27. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Das Bild von Nora Kruse zeigt Britta im Nationaltrikot
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3 Torschützinnen beim Jubeln: von links: Petra Wimbersky, Ariane Hingst, Anja Mittag Archivbild: Jan Kuppert
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Mit ihren zwei Toren brachte Piwi Turbine auf die Siegerstraße und
konnte dann zurecht von Bernd Schröder zur Halbzeit ausgewechselt werden.
Das HSV-Spiel war eine Kopie der Rheine-Begegnung, auch wenn die Torfolge
eine etwas andere war. Wie schon Rheine war auch der HSV ein recht harmloser
Gast, deren bescheidene Angriffs- bemühungen von Britta Carlson, Inken Becher und Sonja Fuss souverän
gestoppt wurden. Diese drei kann man neben Piwi, Conny Pohlers und Anja Mittag hervorheben,
auch wenn ich kein großer Freund davon bin, immer einzelne Spielerinnen
hervorheben zu wollen. Mir hat die geschlossene Mannschaftsleistung auf dem schweren
Schneeboden imponiert, wobei sich Turbine für das Spitzenspiel am 6. März genug
Selbstvertrauen geholt hat und mit dem deutlich besseren Torverhältnis im Falle eines Sieges auch wieder Tabellenführer werden würde.
Ich fahre
optimistisch in die Main-Metropole und konnte mit ruhigem Gewissen in den
Fan-Gesang einstimmen: „Frankfurt wir kommen...“
Zum Schluß noch eine kleine Notiz. Die dritte Halbzeit bei den
Autogrammsammlern absolvierte Cristiane nach dem Spiel mit einer Ruhe und Freundlichkeit
trotz der Kälte, von der sich Herr Kahn und Co. eine Scheibe abschneiden können.
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FFC Turbine Potsdam:
Angerer,
Fuss, Carlson, Becher,
Hingst, Omilade, Odebrecht (58. Thomas), Wimbersky (46. Cristiane)
Mittag, Pohlers (65. Liepack), Zietz
Hamburger SV:
Weech,
Gärtner, Haye, Wilmes (69. Torun),
Freitag (80. Steckel), Kameraj, Engel, Saländer (90. Geidies), Vreden,
Cohn, Schubert
Tore:
1:0 Wimbersky (12.)
2:0 Wimbersky (17.)
3:0 Pohlers (30.)
4:0 Mittag (45.)
5:0 Zietz (76.)
6:0 Hingst (89.)
Zuschauer: 487
Schiedsrichterin:D. Schneider (Pleißa)
gelbe Karten: Odebrecht, Pohlers
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