Bilder von Beate Wolter Text von Jens Wolter 9.5.2005
Am Morgen hatte der Meister und Tabellenzweite Turbine Potsdam beim Frankfurter Lokalrivalen FSV Federn gelassen und durch ein torloses Unentschieden zwei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft eingebüßt. Das Team von Trainer Dr. Jürgen Tritschoks wußte also schon beim Anpfiff um 14 Uhr, dass der 1.FFC Frankfurt mit einem Sieg in Hamburg die Meisterschaft schon drei Spieltage vor Schluss sicher machen konnte.
Eine engagierte und konzentrierte Mannschaftsleistung des HSV reichte
nicht, um den Frankfurterinnen die Meisterfeier zu verderben.
Insbesondere
die unzureichende Durchschlagskraft des HSV in der Offensive verhinderte
einen offeneren Spielverlauf.

Hier verhindert Frankfurts Torhüterin Marleen Wissink eine Torchance für den HSV, indem sie einen Eckball sicher vor Aferdita Kameraj (links) und Tanja Vreden fängt. Die Frankfurterinnen Nia Künzer, Steffi Jones, Judith Affeld und Tina Wunderlich (v.l.) schauen zu.
Dennoch dauerte es bis zur 40. Minute, ehe Frankfurt durch einen
sehenswerten Schuß von Katrin Kliehm die 1:0-Führung erzielen konnte. Ein Treffer, der im Hessenfernsehen später als "Tor des Monats verdächtig" dargestellt werden sollte. Auf jeden Fall war es ein unhaltbarer Schuss, von Kliehm aus gut 25 Metern direkt volley ins linke obere Eck gehämmert.

Friderike Engel klärt mit dem Kopf vor Birgit Prinz. Ihre Mannschaftskapitänin Alexadra Gärtner braucht nicht einzugreifen. Rechts hinten Kerstin Garefrekes
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel verhinderte die Frankfurter Torhüterin Marleen Wissink
mit Fußabwehr
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Beim FFC Frankfurt freute man sich sehr über die an diesem Tag unverhoffte Meisterschaft
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den Ausgleich durch die
durchgestartete Tanja Vreden. Wiederum
Tanja Vreden war es, die in der 68. Minute aus spitzem Winkel erneut an der
Frankfurter Torfrau scheiterte.
Statt des möglichen Ausgleichs fiel dann in
der
70. Minute das 2:0 durch Birgit Prinz. Louise Hansen hatte aus dem Mittelfeld einen weiten Diagonalpass auf Judith Affeld gespielt, die setzte sich links im Strafraum sehr schön durch und passte in die Mitte zur freistehenden Prinz, die nur noch einzuschießen brauchte. Damit war das Spiel entschieden.

Birgit Prinz weiß, bei wem sie sich für ihren 16. Saisontreffer zu bedanken hat: Judith Affeld !
In
der Schlußminute war es dann erneut Tanja Vreden, die freistehend den Ball
über das leere Frankfurter Tor schoß und so den Torjubel der Hamburger
Zuschauer (unter ihnen die Bundestrainerin Tina Theune-Meyer und der HSV-Vorstand)
verhinderte.
Besonders hervorzuheben ist auf HSV-Seite die ausgezeichnete Leistung von
Torfrau
Bianca Weech, die mit ihren Reaktionen eine höhere Führung des Gegners
verhinderte.
Insgesamt reichte den Frankfurterinnen eine durchschnittliche Leistung, um
die entscheidenden 3 Punkte für die Meisterschaft einzufahren.
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Beim HSV wird - aus Not oder Tugend, sei dahingestellt - voll auf die Jugend gesetzt. Hier wird Birgit Prinz von der 17-jährigen Friederike Engel (links hinten) und der gerade erst Anfang März 17 gewordenen Janka Rohrberg gestoppt.
Hamburger SV:
Weech, Cohn, Gärtner, Kameraj, Haye, Freitag (73. Rohrberg), Engel,
Günther (81. Stecke), Saländer, Schubert (46. Patzke), Vreden
1. FFC Frankfurt:
Wissink, T. Wunderlich, Kliehm (83. Weichelt), Jones,
Hansen, Affeld (76. Weber), Lingor, Garefrekes, Prinz, P. Wunderlich,
Albertz
(59. Künzer)
Tore:
0:1 Kliehm (40.)
0:2 Prinz (71.)
Schiedsrichterin: Elke Fehlow (Zeestow)
Zuschauer: 720
Karten: -
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