Bundesliga 16. Spieltag

"Nicht schön, aber gewonnen"

SC Freiburg - SG Essen-Schönebeck 2:0 (1:0)

Von Johannes Huber

4.4.2005    In einem recht kurzweiligen, aber alles andere als hochklassigen Spiel kamen die Frauen des SC Freiburg gegen die SG Essen-Schönebeck vor 230 ZuschauerInnen zu einem glücklichen aber nicht unverdienten 2:0 Erfolg und sind damit auf den sechsten Platz der Bundesliga vorgerückt.

Nach anfänglichem Mittelfeldgeplänkel kam der SC Freiburg in der 8. Spielminute erstmals mit Christine Kaltenbach gefährlich vor das Tor der Essenerinnen. Doch das sollte es fürs erste schon gewesen sein, nach einer Viertelstunde wurde die SG sichtlich stärker, hatte in der 15. nach Turbulenzen im Strafraum der Freiburgerinnen eine Großchance, die jedoch im Aus landete. Drei Minuten später konnte die Freiburger Torhüterin Alexandra Schwald einen Freistoß in Weltklassemanier wegfausten. Ebenfalls in der 25. Spielminute war es Schwald, die einen Konter der Essenerinnen gerade noch vereitelte.

In der 31. Spielminute wurde Nicole Söder 25 m vor dem Tor gefoult, der fällige Freistoß aus halblinker Position flankte die U-19-Weltmeisterin Melanie Behringer präzise auf den Kopf von Alexandra Stegmann, die sicher zum 1:0 verwandelte.

Nur jeweils eine Chance war in der ersten Hälfte auf der einen und der anderen Seite noch zu verzeichnen: Eine Essenerin scheiterte freistehend an Schwald, im direkten Gegenzug schoß Alexandra Kury den Ball der Torhüterin Stefanie Löhr direkt in die Arme.


Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Mittelfeldgeplänkel allenthalben, doch die SG hatte sich wohl in der Pause vorgenommen, die Punkte nicht so einfach in Freiburg zu lassen. So hatten sie zwei Großchancen in der 57. und 60. Spielminute, erstere konnte Schwald mit viel Glück an den Pfosten ablenken, die zweite strich knapp über die Querlatte.

Der SC Freiburg im Vorwärtsgang

Archivbild: Johannes Huber

Die erste Chance des SC sollte in der 65. Minute kommen: Die Libera Kerstin Boschert schaltete sich dynamisch ins Angriffspiel ein, erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, spielte diesen auf Levy, die auf Behringer, und wieder zurück zu der mitgelaufenen Boschert. Diese leitete den Ball mit viel Übersicht auf die freistehende Katja Bornschein weiter, die den Ball nur noch einschieben musste: 2:0.

Das Spiel wurde etwas lebendiger, in der 68. hielt Schwald mit einer Glanzparade und stellte einmal mehr ihre Klasse unter Beweis, vier Minuten später zog Stegmann den Ball nach Vorarbeit von Behringer nur knapp über's Tor, in der 78. Minute "prüfte" die zwischenzeitlich eingewechselte Karine Levy Löhr mit einem Schüsschen, die den Ball jedoch nicht festhalten und nur im


Nachfassen knapp vor der Torlinie diesen Glückstreffer verhindern konnte, fünf Minuten später lupfte Essen den Ball wunderschön über Schwald, aber leider auch über das Tor.

Die letzte Chance des Spiels blieb dem SC Freiburg vorbehalten: Vier Minuten vor Schluss tauchte die eben eingewechselte Carmen Höfflin alleine vor der SG-Torhüterin auf, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen, sondern traf nur die Latte. Eine Chance, der man nachtrauert, wenn es am Ende nicht 2:0 steht.

SC Freiburg:

Schwald - Stegmann, Schneider, Söder, Boschert - Kury, Kaltenbach, Bornschein (90. Koger), Behringer - Kutal (82. Höfflin), Thom (62. Levy)

SG Essen-Schönebeck:

SG Essen-Schönebeck: Löhr - Deilmann (70. B. Müller), Schubert, Chojnacki (46. Winter), Mandrysch - Nardenbach, Mpalaskas, Duhme, Gäggeler - Hoffmann, Tancyus (46. Hartmann)

Tore:

1:0 Stegmann (32.)
2:0 Bornschein (66.)
Schiedsrichterin: Dräger (Kirn-Silzbach)

Gelb: Kury, Bornschein, Stegmann - Nardenbach, Winter

Zuschauer: 230


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