Text: Johannes Huber
27.3.2005
Das Wetter meinte es gut mit den beiden Mannschaften, regnete es am Vormittag noch in Strömen, meldete sich die Sonne eine Stunde vor Spielbeginn. Bei sonnigen 18° C bestritt die Damenmannschaft das erste Heimpiel des Jahres, nachdem das Spiel vor zwei Wochen noch abgesagt werden musste, weil zu viel Schnee lag.
Auf dem Papier eigentlich eine klare Sache: Der Tabellenzweite aus Duisburg trifft auf den achten Freiburg. Für Duisburg ein Pflichtsieg, wollen sie noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden und entsprechend gingen die Duisburger Spielerinnen das Spiel an. In der ersten Halbzeit erspielte sich der FCR zahlreiche Chancen, wobei weder etwas zwingendes geschweige denn zählbares herauskam.
Die erste Chance des Spiels hatten allerdings die Freiburgerinnen, als Karine Levy bereits in der 4. Minute alleine auf das Tor von Nationaltürhüterin Silke Rottenberg zulief, von dieser aber entscheidend gestört wurde und knapp vergab.
Danach kamen die Duisburgerinnen zu zahlreichen, aber eben nicht zwingenden Chancen, so Shelly Thompson die in der 8. Spielminute nach Vorlage von Inka Grings knapp das Gehäuse verpasste, in der 12. kam Grings selbst freistehend zum Kopfball, der aber von der Freiburger Torhüterin Alexandra Schwald glänzend pariert wurde. Vier Minuten später versuchte sich Madleen Wilder mit einem Weitschuss aus rund 30 m, der rechts am Tor vorbei ging.
In der 21. Spielminute kam Duisburg zur ersten zwingenden Chance durch Grings, die jedoch wiederum an Schwald scheiterte.
Die nächste Chance lies nicht lange auf sich warten, nach einer glänzenden Flanke von links kam Patricia Hanebeck aus drei Metern freistehend zum Kopfball, der jedoch direkt in den Armen der gut postierten Schwald landete.
Nach eine Ecke für Duiburg landete der Ball zunächst in der zweiten Reihe aus der Christa Schäpertöns direkt und wuchtig abzog: der Ball ging ndes ebenfalls knapp am Tor vorbei. Nach einer halben Stunde kamen die
Freiburgerinnen zu ihrer
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zweiten Torchance, die jedoch von Christine
Kaltenbach freistehend vor Silke Rottenberg fulminant über die Querlatte
gesetzt wurde. Fünf Minuten später bekam Melanie Behringer nach Foul an
Alena Thom einen Freistoß aus zentraler Position 25 m vor dem Tor.
Bezeichnend für Behringers derangiertes Spiel die Ausführung dieses
Freistoßes, den sie 10 m am Tor vorbei setzte. Drei Minuten später
scheitert ebenfalls Behringer bei einem Konter in Überzahlsituation an
Rottenberg. Kurz vor dem Halbzeitpfiff von der souverän leitenden
Schiedsrichterin Christiane Schönfeld hatte Duisburg nochmals die
Möglichkeit durch einen Freistoß aus 20 m, halblinker Position in Führung
zu gehen. Kläglich ausgeführt landete der Schuß direkt in den Armen von
Schwald. Der schnelle Freiburger Konterversuch wurde durch den
Halbzeitpfiff abgewürgt. Thomas Reger, der Trainer der Freiburgerinnen
hatte wohl in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden, der SC startete
stärker in die zweite Hälfte und Chancen wurden auf beiden Seiten
Mangelware. Erst in der 57. Spielminute kam Duisburg einmal gefährlich
vors Tor, in der 59. Minute zur ersten Ecke in dieser Halbzeit, die jedoch
direkt in Schwalds Armen landete, die direkt auf Behringer spielte, die
nach einen Doppelpaß mit Stegmann zu Christine Kaltenbach weiterleitete,
die an der souveränen Rottenberg scheiterte. Zwei Minuten später wiederum
eine Ecke für Duisburg, der Kopfball landete jedoch am Außennetz.
Die drei Minuten zuvor eingewechselte Saskia Koger kam in der 65. Spielminute noch zu einem Torschuss, den Rottenberg gerade noch so klären konnte.
In der 72. Minute bekam Duisburg nach einem Foul von Sandra Schneider einen Freistoß, der wunderbar unter die Latte gepasst hätte, wenn Schwald nicht in letzter Sekunde den Ball über das Tor gelenkt hätte. In der letzten Spielminute landete der Ball doch noch im Freiburger Netz, doch der berechtigte Abseitspfiff war schneller.
Alles in allem eine enttäuschende Vorstellung des FCR 2001 Duisburg, die in keiner Phase des Spiels, insbesondere in der
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Die Freiburgerinnen Kerstin Boschert (links) und Torfrau Alexandra Schwald freuen sich über den SiegBild: Johannes Huber
ersten Halbzeit, ihre Überlegenheit nutzen konnten um zu zwingenden Torchancen zu kommen. Der SC Freiburg hielt mit einer kämpferischen Leistung in der ersten Halbzeit gut dagegen, nach dem verlauf der zweiten Halbzeit war der Punktgewinn für Freiburg verdient.
Bleibt die Hoffnung, dass das Spiel nicht zu viel Kraft gekostet hat und am Montag im DFB-Pokal-Halbfinale ein ähnlich unterhaltsames Spiel geboten wird.
Statistik:
SC Freiburg:
Schwald, Boschert, Söder, Kaltenbach, Behringer, Bornschein (85. Höfflin), Stegmann, Kutal (62. Koger), Schneider, Levy (88. Kuhle), Thom
FCR 2001 Duisburg:
Rottenberg, van Bonn, Krahn, Wilder, Thompson (67. Bajramaj), Grings, Hanebeck, Bresonik, Laudehr (67. Islacker), Hauer, Schäpertöns
Zuschauer: 300
Schiedsrichterin: Tanja Schneider (Edelsfeld)
Tore: -
Gelbe Karten: Islacker (87.)
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