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Bundesliga 12.Spieltag
FFC gewinnt spannendes Derby
1.FFC Frankfurt – FSV Frankfurt 4:2 | ||
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Von Tom Schlimme Lokalderbys sind im Fußball immer etwas Besonderes, so auch in Frankfurt, wo sechs Spielerinnen auf dem Platz standen, die im Laufe ihrer Karriere schon in den Trikots beider Vereine gespielt haben. Die 1200 Zuschauer mussten ihr Kommen auch diesmal wieder nicht bereuen. Sie sahen ein spannendes Spiel, in dem beide Teams den offenen Schlag- abtausch suchten. Es war von Seiten des FSV vorher noch in der Presse zu lesen gewesen, dass man beim FFC besonders schön kontern könne, doch im Gegensatz zu dieser Ankündigung, die wohl eher als Versuch zu deuten ist, FFC-Trainer Jürgen Tritschoks auf eine falsche Fährte zu locken, stürmte der FSV häufig mit Frau und Maus und entblößte dabei etwas die Abwehr. Gefahr vor dem Tor von Uschi Holl Wie aufgrund der derzeitigen Stärke zu erwarten war, hatte der FFC insgesamt mehr Spielanteile, aber im Gegensatz zu den meisten vorherigen Spielen des FFC spielte sich das Spiel diesmal fast gleich verteilt in beiden Spielhälften ab. Der FFC kam selber häufiger zu Kontermöglichkeiten, eine unge- wohnte Situation, die aber Spielerinnen wie Kerstin Garefrekes oder Birgit Prinz offensichtlich behagte. Das erste Tor für den FFC in der 7. Minute resultierte dann auch aus einem Kopfball von Garefrekes auf Prinz, die sicher verwandelte. Nur drei Minuten später konnte sich FFC–Jungtalent Meike Weber rechts im Strafraum durchspielen, ihr Pass auf Sandra Alberts kam jedoch etwas zu ungenau, so dass Albertz den Ball nicht mehr richtig erwischte und über das Tor bugsierte. Zwei Minuten später war es Kerstin Garefrekes, die sich links durch- spielte und den Ball fast von der Torauslinie gefährlich in den Straf- raum brachte, wo er wie eine Billardkugel von mehreren Spielerinnen beider Mannschaften hin und her prallte, bevor die Situation dann doch bereinigt werden konnte. Am großen Manko des FFC der letzten Spiele, der Chancenauswertung, hatte sich auch in diesem Spiel nicht viel geändert. Aber auch der FSV kam zu großen Chancen, so in der 15. Minute durch Jennifer Meier, nachdem Christina Zerbe einen langen Pass nicht richtig wegbekam und Meier fünf Meter vor dem Tor fast herangekommen wäre. Ein völlig unnötiger Foulelfmeter, verursacht von Julia Kiesewalter an Birgit Prinz, brachte den FSV dann aber deutlicher in Rückstand. |
Renate Lingor, die diese Saison schon einen Elfmeter verschossen hatte, verwandelte mit einem harten Schuss ins linke obere Eck. Die Spielerinnen des FSV wirkten jedoch keineswegs geschockt und erspielten sich weitere Chancen. Dies wurde dann in der 32. Minute auch belohnt: Nach einem Steilpass von der Mittellinie aus trat Steffi Jones, gewöhnlich die sicherste Bank in der Abwehr des FFC, 7 Meter vor dem Tor über den Ball, den Jennifer Meier diesmal erreichte, und aus kurzer Distanz ließ sie Torhüterin Marleen Wissink keine Chance. Eine weitere große Chance erspielte sich der FSV in der 40. Minute, als Wissink einen Ball unglücklich in die Mitte des Strafraums abklatschte, aber weder Sandra Smisek noch Jennifer Meier brachten die Kugel im Gehäuse des FFC unter. Nur drei Minuten später gab es eine der schönsten Kombinationen des Spiels zu sehen: Kerstin Garefrekes brachte den Ball auf der linken Seite von der Höhe des eigenen Strafraums zu Birgit Prinz, die spielte, obwohl hart bedrängt, steil auf Meike Weber, die ebenfalls bedrängt aus etwa 18m Entfernung nur ganz knapp über das Tor schoss. Eine weitere schöne Kombination von Renate Lingor auf Birgit Prinz zu Sandra Albertz ermöglichte dieser dann kurz vor dem Pausenpfiff noch das 3:1.
Auch nach dem Pausenpfiff präsentierte sich das Team des FSV keineswegs geschockt, sondern stürmte mutig weiter drauf los. Julia Kiesewalter, Sandra Smisek, Patrizia Barucha, und allen voran Jennifer Meier setzten die Abwehr des FFC unter Druck und erzwangen ungewohnte Fehler. Dieser Mut wurde in der 50. Minute belohnt, als nach einer Ecke der Ball vom Pfosten abprallte und bei Patrizia Barucha landete, die von der Strafraumgrenze aus flach einschoss. Barucha war erst im Sommer vom FFC zum FSV gewechselt und freute sich besonders über dieses Tor.
Schoss ein Tor gegen den alten Verein: Patrizia Barucha
Das Spiel war nun wieder offen, die bessere Chancen hatte zwar der FFC, so in der 60.Minute, als Sandra Albertz eine gut von Katrin Kliehm herausgespielte Möglichkeit vergab. In der 65.Minute feierten die FFC Fans voreilig schon den vierten Treffer, als nach einer Ecke von Renate Lingor Kerstin
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An allen 4 Toren beteiligt:Birgit Prinz. (Rechts im Hintergrund Bundestrainerin Tina Theune Meier) Garefrekes den Ball mit dem Kopf vor Torhüterin Uschi Holl erreichte
und in die Maschen beförderte, doch Schiedsrichterin Beck sah die Torhüterin zu sehr bedrängt und pfiff ab. So dauerte es noch bis zur 70.Minute, ehe sich die frisch eingewechselte Safi Nyembo nach Zuspiel von Prinz im Strafraum gegen Annika Stunz und Sonja Fuss durchsetzte und unhaltbar zum 4:2 Endstand einschoss. Insgesamt ein verdienter Sieg des FFC, der eindeutig mehr und bessere Chancen hatte. Beim FSV kann man mit der gezeigten Leistung zufrieden sein, wird sich aber fragen müssen, ob es nicht besser gewesen wäre, auch in den vergangenen Saisonspielen so offensiv aufzuspielen wie heute. Möglicherweise wären dann noch einige Punkte mehr auf dem Konto des FSV gelandet, der in dieser Saison oft sehr defensiv und unter den eigenen Möglichkeiten gespielt hatte. Beim FFC hat man einmal mehr gesehen, wie wichtig Birgit Prinz für das Team ist, war sie doch heute wieder einmal an allen vier Toren beteiligt.
Wissink Jones T. Wunderlich, Zerbe, Affeld Kliehm (67. Nyembo), Lingor, Weber, Garefrekes Albertz (86. Stammler), Prinz
Holl Soyah, Fuss, Kirchhain Barucha, Krämer (46. N. Müller), Hagmann, Bartusiak Smisek, Kiesewalter (65. Stunz) Meier
Tore:
Gelb:
Weber
Zuschauer:1190
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