Bundesliga 18.Spieltag

Grings führt Duisburg zum Kantersieg

FCR Duisburg - FFC Heike Rheine 8:0 (4:0)

Von Heinz Günter Sporkel

17.4.2005    Vor dem Anpfiff gab es schon den ersten Sieger. So erhielt die „Stiftung Kind Duisburg“ vor dem Spiel 500 Euro. Soviel brachte ein Silke Rottenberg-EM Trikot ein. Eine schöne Sache für einen guten Zweck. Für den FCR Duisburg galt es weiter auf Vizemeisterkurs zu bleiben. Da musste unbedingt ein Heimsieg gegen den FFC Heike Rheine her.

Doch der Gegner hatte in den letzten Wochen respektable Ergebnisse erspielt. Jürgen Krust war klar, dass man diesen Gegner nicht unterschätzen durfte. Heike Rheine war auch sofort bemüht, von Spielbeginn an Akzente zu setzen. Doch genau dies wurde den Gästen zum Verhängnis. So stand es trotz aller Offensivbemühungen nach 5 Minuten 1:0 für den FCR. Simone Laudehr wurde von Fatmire Bajramaj und Inka Grings in Stellung gebracht. Clever schob sie den Ball an Nadine Richter vorbei ins Tor. Doch Rheine versuchte weiter das Spiel nach vorne zu suchen. So war das 2:0 schon fast eine Kopie des ersten Torerfolgs. Bajmaraj, Grings und Laudehr waren die Stationen, die dann Patrizia Hanebeck freistehend vor Richter brachten. In der 8.Spielminute schob „Patty“ zum 2:0 ein.

Patrizia Hanebeck (links) schoss das wichtige zweite Tor. Rechts daneben Inka Grings, die vier Treffer erzielte.

Bild: Heinz Günter Sporkel

Der FCR Duisburg machte fortan Tempo. Rheine war angeschlagen, es häuften sich die individuellen Fehler gerade im Defensivverhalten. So traf Grings in der 16.Spielminute den Pfosten. Grings sah auch drei Minuten später Shelley Thompson frei stehen. Die Torjägerin des FCR hatte keine Mühe, das 3:0 zu erzielen. Einen langen Ball von Linda Bresonik hämmerte Grings mit den Kopf in der 24.Spielminute zum 4:0 ein.

Eine Minute später hatte Marieke Ran die Chance zum Auswärtstor. Doch Rottenberg konnte den Ball abwehren. Der FCR nahm nun etwas vom Gas weg, war dabei aber immer noch gefährlich und mit Zug zum Rheine Tor. Nach einer halben Stunde brachte Nicole Werner dann Ines Reinicke für Corinne Holtgräve. Simone Laudehr hatte kurz vor der Pause die Chance zu erhöhen. Nach einem Grings Zuspiel flog der Ball knapp vorbei an Nadine Richters Gehäuse. Die Spielerinnen von Heike Rheine waren froh als Schiedsrichterin Moiken Jung zur Pause pfiff.

In der Halbzeitpause wechselte der FCR aus. Petra Hauser ersetzte Elena Hauer. Schon wieder begann der FCR Druck auf das gegnerische Tor zu machen. In der 47.Spielminute zeigte Simone Laudehr wie man sich einen fast ins Aus fliegenden Ball erkämpft. Ihre Flanke mustergültig auf Inka Grings und es stand 5:0. 690 Zuschauer waren begeistert, sofern sie Anhänger des FCR Duisburg waren, vom Spiel Ihrer Mannschaft. Linda Bresonik


Inka Grings umzingelt von Rheinespielerinnen

Bild: Heinz Günter Sporkel

verpasste nach einer Ecke knapp das Tor. Immer wieder war die Defensivabteilung von Heike Rheine gefordert. Simone Laudehr schnappte ihrer Gegenspielerin den Ball weg, Zuspiel auf Grings, die lässt Richter stehen und es steht 6:0. Nach vorne brachte Heike Rheine gar nichts mehr. Einzig Nationalspielerin Kerstin Stegemann zeigte Normalform. Doch das kann gegen 11 hungrige Löwinnen nicht reichen. Auch die Ausfälle der holländischen Nationalspielerinnen merkte man den Team um Nicole Werner an. Nicht gerade erbaut verfolgte sie das Geschehen auf dem Spielfeld. Dort sah sie, wie Inka Grings aus 16 Metern aufs Tor hämmerte, der Schuss wurde unhaltbar für Nadine Richter abgefälscht und prallte vor den Pfosten. Patricia Hanebeck mal wieder ohne Gegenspielerin konnte den Ball locker zum 7:0 einschieben (62.) In der 72. Spielminute wechselte Jürgen Krust Simone Laudehr aus. Die starke Leistung der U 19 Nationalspielerin sollte nun Mandy Islacker weiter fortsetzen. Shelley Thompson schoss nach einer schönen Kombination mit Inka Grings den Ball an Nadine Richters Tor vorbei. Zu einem Jubiläum kam dann noch Christa Schäpertöns in der 78.Spielminute. Eingewechselt für Shelley Thompson bestritt Schäpertöns für den FCR ihr „100“. Bundesligaspiel. Der FCR schaltete die letzten 10 Spielminuten etwas ab. Marieke Ran hatte wieder eine sehr gute Torchance, doch wieder einmal war Rottenberg Endstation.

Shelley Thompson erzielte ihren 23. Saisontreffer und führt die Torschützenliste weiter an

Bild: Heinz Günter Sporkel

Silke Rottenberg hatte wahrlich nicht viel Arbeit bekommen. So musste aber ihr Gegenüber Nadine Richter zum achtenmal nach 84 Spielminuten den Ball aus dem Tor holen. Inka Grings traf zum viertenmal ins Tor. Vor den Augen der Bundestrainerin Tina Theune-Meyer zeigte Inka wieder einmal Bestform. An allen „8“ Toren war die sympathische Duisburgerin beteiligt. Der Schlusspfiff kam für die Spielerinnen aus Rheine schon einer Erlösung gleich. Der FCR gewann in der Höhe zurecht gegen einen sehr schwachen Gegner aus Rheine.


In der Pressekonferenz sagte Trainer Jürgen Krust, was alle Zuschauer auch gesehen haben: Der FCR sei in allen Belangen gnadenlos überlegen gewesen. Linda Bresonik erhielt vom Trainer ein Sonderlob. Klasse, wie sie die Bälle weiterverteilt hätte.

Nicole Werner erschien nicht zur Pressekonferenz. Allerdings hatte das nichts mit der Niederlage zu tun, vielmehr betreut die Trainerin die zweite Mannschaft mit. Diese spielt gegen TUS Köln um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Ihr Vertreter sagte aber, dass dem FCR zu viele Freiräume gelassen worden seien. Eine Einschätzung, die man teilen kann!

FCR Duisburg:

Rottenberg, van Bonn, Krahn, Wilder, Thompson (78.Schäpertöns), Grings, Hanebeck, Bresonik, Laudehr (72.Islacker), Hauer (45.Hauser), Bajramaj

Trainer: Jürgen Krust

Heike Rheine:

Richter, Heuvels, Scholz, van den Berg, Ran, Flacke, Aelker, Holtgräve (30.Reinicke), Stegemann, Hunecke, Hüwe

Trainerin: Nicole Werner

Schiedsrichterin : Moiken Jung (Worms-Hermsheim)

Assistentinnen : Marija Kurtes und Anne Holzapfel

Tore:

1:0 Laudehr (5.)
2:0 Hanebeck (8.)
3:0 Thompson (19.)
4:0 Grings (24.)
5:0 Grings (47.)
6:0 Grings (58.)
7:0 Hanebeck (62.)
8:0 Grings (84.)

Zuschauer: 690

Spielerin des Spiels: Inka Grings


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