Freundschaftsspiel der SG Essen-Schönebeck

Trikot-Sponsor siegt in Schönebeck

SG Essen-Schönebeck : BSM KPMG 1:5 (1:2)

 

von Heinz Günter Sporkel

23.4.2005    Nach dem 2:1-Sieg beim Hamburger SV kommen die Spielerinnen nicht zum Ausruhen. Das Team trat gegen eine Betriebssportmannschaft ihres Trikot Sponsors KPMG an. Ralf Agolli wollte sein Team im Spielrhythmus halten. Besonders wichtig ist, dass Melanie Hoffmann weiter Spielpraxis sammelt und die Wege ihrer Mitspielerinnen kennen lernt. Als Siegespreis gab es diesmal keinen Pokal. Der Verlierer musste dem anderen Team lediglich eine Kiste Sekt spendieren.
Um 19.15 Uhr war Anstoß an der Ardelhütte. Auf dem Kunstrasenplatz wollten die Mädels aus der Bundesliga den Herren mal zeigen, wie Fußball gespielt wird.

Monique Langpohl stand für Stefanie Löhr in der ersten Halbzeit im Tor. In den ersten 45 Spielminuten bewies die kleine, quirlige Torhüterin, dass man sich auch mal in der Not auf sie Verlassen kann. Mehrere Glanztaten und -paraden zeigte die Ersatz-Torfrau. So rettete sie schon in der fünften Spielminute ihre Mannschaft vor dem Gegentor.

Machte ein gutes Spiel für die SGS: Charline Hartmann

In der 11. Spielminute dann die Führung der Essenerinnen. Ein langer Ball, als Flanke gedacht von Melanie Hoffmann, fälschte ein Abwehrspieler der KPMG „unhaltbar“ für seinen Torwart ab. So konnten die Mädels die frühe Führung bejubeln und die Männer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mussten diesen Rückstand erstmal verdauen. Doch nur sechs Minuten später der Ausgleich. Ein Schuss ins rechte Toreck wurde für Langpohl immer länger und schlug unhaltbar ein.

 

Bei diesem Freundschaftsspiel ging es nur um eine Kiste Sekt, die die SGS jetzt abdrücken muss.

Doch die Damen blieben am Drücker. Mit einem Arndt-Schuss hatte der Torwart der KPMG mächtig Probleme. Nadia Gäggeler konnte später einen Distanzschuss ansetzen, der knapp das Tor verfehlte. Schönebeck war dem Führungstreffer nah.

Doch dann kam eine Unachtsamkeit des Duo Arndt/Schubert. Beide behinderten sich, als sie den Ball wegschlagen wollten. Alleine vor dem Tor schoss der Spieler der KPMG dann in der 31. Minute zum 1:2 ein. In der 38. Spielminute konnte Langpohl noch ein Gegentor verhindern. Pech dann wieder für Essen, dass ein Ball von Melanie Hoffmann auf der Linie weggeschlagen wurde.

In den ersten 45 Spielminuten zeigte Melanie Hoffmann, wie wertvoll sie für die SGS ist. Lauffreudig und immer wieder den Ball fordernd - Hoffmann sprühte vor Ergeiz.

Ralf Agolli wechselte dann nach der Pause das Team. Löhr für Langpohl, Winter für Unterbrink, Deilmann für Tancyus, und Hartmann für Arndt, Chojnacki für Müller.

Forsch gingen die Damen wieder ans Werk. Immer wieder gut geführte Angriffe der Schönebecks. Allerdings standen die Herren auch sehr gut in der Abwehr. Man sah schon, dass es sich in dieser Mannschaft um hochklassige Spieler und nicht um eine Thekenmannschaft, wie in manchen Privatsender zu sehen, handelte.

Das Tor des Tages in der 65. Spielminute: Ein toller Heber schlug über Steffi Löhr zum 1:3 ein. Mpalaskas ersetzte nun Nadia Gäggeler. Ralf Agolli setzte alles auf eine Karte. Kampflos sollte der Schampus nicht zum Sponsor wechseln.
Doch wieder fehlte den Schönebecks das Glück: So verfehlte ein toller Schuss von Carina Chojnaki in der 70. Spielminute knapp das Tor. Fünf Minuten später schoss auch Carola Winter, von Charline Hartmann freigespielt, am Tor vorbei. Charline Hartmann kämpfte in der zweiten Halbzeit verbissen. Das Tor aus dem Hamburg-Spiel tat der Spielerin sichtlich gut. Essens Torjägerin hat ihre Krise zur rechten Zeit überwunden.


Doch die Schlussminuten gehörten den Gästen der KPMG. Eine Riesenparade in der 85. Spielminute von Steffi Löhr. Der Gegner brauchte nur einzuschieben. Mit einem Bombensprung rettete die langgewachsene Torhüterin den Ball auf der Linie.

Doch ein Freistoss eine Minute später schlug dann an der Mauer rechts vorbei zum 1:4 ein. In der Schlussminute dann noch das letzte Tor der KPMG.

Der Sieg war verdient, wenn auch um zwei Tore zu hoch. Trotz der Niederlage zeigten die Essenerinnen ein tolles Spiel. Sie kämpften 90 Minuten bis zum Umfallen.
Die Zuschauer, die sehr zahlreich am Platz standen, sahen bei herrlichstem Wetter ein schönes Spiel.

Für das wichtige Heimspiel am 1. Mai um 11 Uhr hat sich Willi Wißing wieder etwas einfallen lassen; immerhin geht es für die SGS gegen den VFL Wolfsburg um wichtige drei Punkte: Es gibt für alle Jugendmannschaften freien Eintritt. Begleitpersonen zahlen drei Euro. Anmelden kann man sich unter der Telefonnummer 0201/675959 oder eine Email an: mail@sg-schoenebeck.de

Aufstellung Essen:

1. Halbzeit:

Langpohl, Arndt, Schubert, Tancyus, Balkenhol, Unterbrink, Gäggeler, Müller, Hellmann, Hoffmann, Kothe

2. Halbzeit:

Löhr, Chojnaki, Duhme, Balkenhol, Gäggeler (65. Mpalaskas), Hellmann, Winter, Hoffmann, Hartmann, Kothe, Deilmann

Tore:
1:0 (11. Eigentor)
1:1 (17.)
1:2 (31.)
1:3 (65.)
1:4 (86.)
1:5 (90.)


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