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Bundesliga 21. Spieltag
SG Schönebeck mit 3:0-Sieg gerettet
SG Essen-Schönebeck - FSV Frankfurt 3:0 (1:0) | ||
| von Heinz Günter Sporkel
17.05.2005 Ralf Agollis Truppe nutzte das letzte Heimspiel, um sich den Klassenerhalt zu sichern. Die SGS zeigte gegen den FSV Frankfurt gegenüber dem Samstagspiel in Rheine ein ganz anderes Gesicht. Mutig, aggressiv und vor allem mit Köpfchen gelang den Schönebecks der wichtige Sieg zum Klassenerhalt. Bei herrlichem Wetter und schönem Sonnenschein pfiff Schiedsrichterin Moiken Jung die Partie an. Für den FSV Frankfurt ging es um die goldene Ananas, für die Heimmannschaft um alles oder nichts. Beide Mannschaften gingen sofort offensiv ins Spiel. Auffällig war Essens Startformation mit vielen Offensivspielerinnen. Essen mit der ersten Chanche durch Charline Hartmann, doch ihr Kopfball war eine einfache Prüfung für Ursula Holl. Nadine Hagmann mit einem schönen Freistossschuss übers Tor. Die Anfangsphase hatte es schon in sich. Jennifer Meier mit einer sehenswerten Direktabnahme, doch Steffi Löhr war zur Stelle. Elf Spielminuten gespielt und schon drei Tormöglichkeiten. Der FSV Frankfurt war in der ersten Halbzeit eindeutig besser im Spielaufbau. Doch die SGS stand diesmal immer goldrichtig. Keine dummen Fehler wie in den Wochen zuvor. Sonntagabend hatte sich die Mannschaft um Ralf Agolli eingeschworen, alles zu geben. Melanie Soyah und Charline Hartmann prallten bei einem Kopfballduell böse zusammen, doch zum Glück verletzte sich niemand.
Essens Trainer Ralf Agolli stand 90 Minuten unter Strom Bild: Heinz Günter Sporkel
Dann jubelten 788 Zuschauer, als Melanie Hoffmann ihre Mitspielerin Charline Hartmann in den freien Raum schickte. Hartmann sah Petra Unterbrink und schob den Ball uneigennützig rüber. Unterbrink hatte keine Probleme das leere Tor zu Treffen. 1:0 nach 20 Minuten und ein Aufatmen im weiten Rund. In der 29.Spielminute war es wieder Nadine Hagmann mit einem Weitschuss, doch Steffi Löhr war zur Stelle.
Der FSV hat immer wieder versucht, dem Spiel eine andere Wendung zu geben. Auffällig Barucha und Bartusiak, doch ihre Bemühungen blieben erfolglos. Gäggeler auf Essener Seite hatte bis zur Pause noch zwei Tormöglichkeiten, doch scheitere sie genauso wie Charline Hartmann kurz vor der Pause an Ursula Holl. Die hessische Torhüterin war wieder einmal in Topform.
Jung pfiff zur Pause. 1:0 für Essen - etwas glücklich, aber für die Mannschaft um Steffi Schubert ein befriedigendes Resultat.
In der zweiten Halbzeit begann dann der Sturmlauf der SGS. Hartmann hatte direkt nach Wiederanpfiff eine Riesenmöglichkeit, doch keine
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Die Spielerinnen der SG Essen-Schönebeck freuen sich über den Klassenerhaltt Bild: Gordon Blasczek | |
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Probleme für Melanie Soyah, den Ball noch wegzuspitzeln.
Eine Superkombination dann in der 47. Spielminute, durch Sandra Deilmann eingeleitet, auf Melanie Hoffmann. Ein Zuckerpass zu Charline Hartmann, aber ihr wuchtiger Kopfball fand dann bei Ursula Holl die Endstation. Dann die 54. Spielminute: Riesenjubel auf den Essener Rängen. Da hatte der FCR Duisburg dem TSV Crailsheim gerade das 2:0 eingeschenkt, legte Melanie Hoffmann den Ball auch zur 2:0-Führung ins Frankfurter Tor. Eine Premiere-Bundesligakonferenz ist nichts dagegen. Doch Frankfurt gab nicht auf. Jenny Meier zwang Löhr zu einer Glanzparade. Chojnacki rettete eine Minute später mit einem Kopfball noch vor Sandra Smisek. Claudia Mandrysch rettete für die schon geschlagene Torhüterin ebenfalls vor Sandra Smisek. Die Fans machten aus dem Sportpark „Am Hallo“ nun ein Tollhaus. Nun schaltete Essen geschickt einen Gang zurück. Die Mannschaft stand wie eine Mauer in der Abwehr. Claudia Mandrysch als letzte Frau ließ in der Abwehr nichts mehr anbrennen. Gegenüber Samstag zeigte Claudia Mandrysch nun ihr bestes Saisonspiel. Essens Trainer Agolli blieb aber immer nervös und ging jede Situation mit. Die eingewechselte Carola Winter mit einer Riesenchance in der 80. Spielminute übers Tor. Jetzt gab es nur noch Kontermöglichkeiten für die SGS. Schrecksekunde, als Nina Kirchhain sechs Minuten vor Schluss einen missglückten Abwehrversuch abfing. Doch zog Kirchhain den Ball übers Tor. Im Gegenzug spielte Mpalaskas mit einem herrlichen Pass Hoffmann frei. Alleine vor der Torhüterin behielt Ursula Holl aber die Nerven und den Ball. Doch in der Nachspielzeit dann das 3:0 für Schönebeck. Melanie Hoffmann auf die eingewechselte Karina Hellmann. Trocken schob Hellmann den Ball an Ursula Holl vorbei ins Netz.
Charline Hartmann (Mitte) feuert ihre Mitspielerinnen an. Links Gaby König-Vialkowitsch und rechts Nadine Hagmann (beide FSV) Bild: Heinz Günter Sporkel Riesenjubel auf den Rängen-3:0 für Frankfurt gegen Wolfsburg und 5:0 für den FCR Duisburg gegen Crailsheim. Die Schönebecks auf einen Nichtabstiegsplatz. Uneinholbar vor dem letzten Spiel beim FC Bayern München. Wer hätte das dem Team um Ralf Agolli texttexttexttexttext |
vor der Saison zugetraut?! Auf der Pressekonferenz dann Glückwünsche von Frank Fahle zum Klassenerhalt: „Das 1:0 ist aus dem Nichts gefallen. Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Aber uns fehlte die letzte Aggressivität und der Biss.“
Die Essener Spielerinnen bedanken sich bei ihren Fans Bild: Gordon Blasczek
Frank Fahles Zukunft ist noch ungewiss. Der sympathische Trainer des FSV verriet dem Fansoccer aber, dass eine Mannschaft den Trainer nicht entscheiden kann. Doch es laufen derzeit Gespräche um eine Weiterbeschäftigung.
Ralf Agolli sind zentnerweise Steine vom Herzen gefallen: „Ich musste innerhalb weniger Stunden Ursachenforschung betreiben. Eine Mannschaftsbesprechung am gestrigen Abend wurde anberaumt. Wir wollten Frankfurt schlagen und nicht zum Spiel kommen lassen. Einen Dank an die Mannschaften aus Duisburg und Frankfurt, davon kann sich Turbine Potsdam eine Scheibe abschneiden. Ab heute laufen die Planungen nun endgültig für die erste Bundesliga.“
Herzlichen Glückwunsch auch an dieser Stelle von mir zum Klassenerhalt in Richtung SG Essen-Schönebeck!
SG Essen-Schönebeck
Löhr, Schubert, Mandrysch, Deilmann, Arndt(76.Duhme), Gäggeler, Unterbrink(81.Hellmann), Mpalaskas, Hartmann(71.Winter), Hoffmann, Chojnacki
FSV Frankfurt
Holl, Soyah, König-Vialkowitsch, Smith, Meier, Barucha, Stunz (74.Koch), Hagmann, Smisek, Kirchhain, Bartusiak
Zuschauer: 788
Tore:
Schiedsrichter:
Jung (Worms)
Gelb: Chojnacki
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