Bundesliga 14.Spieltag

FCR landet wieder hohen Sieg

FCR Duisburg - FSV Frankfurt 6:1 (4:0)

Von Heinz Günter Sporkel

5.3.2005    Samstagabend 18 Uhr, eigentlich keine normale Uhrzeit für ein Frauenfußball - Bundesligaspiel. Flutlichtatmosphäre und ein schöner Fußballabend, so etwas ist für die Duisburger Fußballfrauen und Fans jedoch nichts Ungewöhnliches. Der Platzwart und der gut gepflegte Rasen machten es möglich, dass das Spiel trotz der widrigen Wetterbedingungen stattfinden konnte.

Saukalt, wie wir Ruhrpottler sagen, war es aber schon beim Anstoßpfiff der Schiedsrichterin Miriam Dräger aus Kim-Sulzbach. Beim FCR fehlte lediglich Fatmire Bajramaj (U 17 Länderspielreise), beim FSV schmerzlich vermisst wurden Gaby König - Vialkowitsch (machte sich warm- doch es ging nicht), Anna Marciak, und Sabine Blank.

Konnte trotz der Kälte lachen: Schiedsrichterin Miriam Dräger, die gut pfiff.

Bild:Andreas Krahforst

Hatte man am Anfang das Gefühl, der FSV Frankfurt könnte mit dem FCR mithalten, so belehrte Shelley Thompson den Zuschauer schnell eines Besseren. Nach einem katastrophalen Ballverlust erzielte die Top Torjägerin der Liga schon in der 5.Spielminute das 1:0 für den FCR Duisburg. In der 7.Spielminute schlug Linda Bresonik einen schönen Pass auf Shelley Thompson, die sogleich das 2:0 markieren konnte. Der FSV hatte dem frühen Forechecking der Duisburgerinnen nichts entgegen- zusetzen. Geschockt durch die schnellen Tore ließ die FSV - Abwehr dann nochmals Thompson und Grings (beide Kopfball) die Chancen zu erhöhen. Allein Sandra Smisek und Jennifer Meier waren bemüht, das Frankfurter Spiel etwas in Fahrt zu bringen.

Inka Grings mit einen schönen Kopfball auf Zuspiel von Patricia Hanebeck entschied schon in der 14.Minute mit dem 3:0 praktisch das Spiel.

Rumeln war auf dem Weg, den 7:0 Hinspielerfolg beim FSV Frankfurt zu wiederholen.


Die Teams vor dem Anpfiff

Bild: Andreas Krahforst

Doch nach dem 3:0 hatten sich die Hessen wieder gefangen. Jennifer Meier kam zur ersten Torchance durch einen Distanzschuss, doch Nationaltorhüterin Silke Rottenberg konnte den Ball im Nachfassen festhalten. Dann versagte in der 40.Spielminute Frankfurts Abseits- falle, und wieder Inka Grings nach einem langen Pass von Linda Bresonik schoss zum 4:0 ein. Auch der FSV hatte noch eine Chance, aber nach einem Schuss von Patrizia Barucha konnte Elena Hauer noch unfreiwillig (fast Eigentor) zur Ecke abwehren. Thompson hätte mit dem Pausenpfiff fast schon das 5:0 erzielt, doch die gute Ursula Holl war mit einem Topreflex zur Stelle. Die Torhüterin des FSV verhinderte in der ersten Halbzeit ein Debakel mit ihren Paraden.

In der zweiten Halbzeit dann begannen plötzlich auch die Gäste zu spielen. Einige flotte Kombinationen und plötzlich stand Sandra Smisek in der 50.Minute vor Silke Rottenberg und schob zum 4:1 ein. Frankfurt schien jetzt am Drücker zu sein. Doch schon zwei Minuten später spielte Jenny Oster beim Konter den Ball zu Shelley Thompson, die ganz abgebrüht ihren dritten Treffer in diesem Spiel erzielen konnte.

Flutlichtatmosphäre im Duisburger Stadion

Bild: Andreas Krahforst

Nach diesem Treffer war sozusagen die Luft aus dem Spiel raus. Simone Laudehr konnte in der 69.Spielminute wieder nach missglücktem Abseitsfallenversuch zum 6:1 einschießen. Die eingewechselte Mandy Islacker gab noch einen tollen Distanzschuss


ab, der ein Tor wert gewesen wäre. Mehr als ein Pfostenschuss durch Jenny Meier war für den FSV nicht mehr drin.

Der FSV Frankfurt zeigte Schwächen gerade auf der linken Abwehrseite, und auch bei der Abseitsfalle. Der FCR marschierte zwar oft ins Abseits. Doch wenn man drei Treffer auf Grund missglückter Abseitsfallen kassiert, verfehlt diese Spielweise ihren Zweck. 500 Zuschauer sahen eine starke Ursula Holl im Tor des FSV sowie Shelley Thompson und auch Jenny Oster als beste auf Duisburger Seite. Shelley Thompson hat nun 21 Saisontreffer und ist ein heißer Tipp für die Torjägerkanone.

Aufstellungen:

FCR Duisburg:

Rottenberg, van Bonn, Krahn, Wilder (86.Schroder), Oster (79.Islacker), Thompson, Grings, Hanebeck (75.Schäpertöns), Bresonik, Laudehr, Hauer

FSV Frankfurt:

Holl, Soyah, Krämer, Bartusiak, Smith, Meier, Kirchhain, Barucha (72.Kieselwalter) Hagmann, Smisek, Müller (83.Baertel)

Schiedsrichterin: Miriam Dräger (Kim-Sulzbach) - Assistentinnen: Marina Wozniak, Marija Kurtes

Zuschauer: 500

Tore:

1:0, 2:0 (5.und 7.) Thompson
3:0, 4:0 (14.und 40.)Grings
4:1 (50.)Smisek
5:1 (52.)Thompson
6:1 (69.) Laudehr

Gelbe Karte: Inka Grings (Reklamieren 65.)


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