Bundesliga 13. Spieltag

FFC im ICE(-Tempo) auf dem Weg zur Meisterschaft

FC Bayern München – 1. FFC Frankfurt 0:4 (0:1)

von Martin Kochem

29.03.2005

Auch die Frauen des FC Bayern können den 1. FFC Frankfurt auf dessen Weg zur Zurückeroberung des Meistertitels nicht aufhalten… Am Ende eines unterhaltsamen Spiels am späten Gründonnerstagnachmittag hieß es im Sportpark zu Aschheim am Ende 4:0 für die Hessinnen, welche zu dieser Nachholpartie des 13. Spieltags eigens mit dem Zug angereist waren und auf deren Wunsch hin der Anpfiff deshalb um acht Minuten vorgezogen wurde.

Diese Vorverlegung schienen insbesondere beide Abwehrreihen noch nicht ganz verinnerlicht zu haben und so hätte es nach zehn Minuten bereits gut und gerne 2:2 stehen können, jedoch ließen sowohl die wie die Feuerwehr beginnenden Frauen um Sissy Raith als auch die Gäste vom Main beste Torgelegenheiten ungenutzt.

Versammlung rund um den Bayern-Strafraum

Bild: Dominic Seitz

So fischte die von Beginn an wache FFC-Torfrau Marleen Wissink nach nur 120 Sekunden einen exzellent getretenen 20 m-Freistoss von Tanja Wörle aus dem Winkel und Nina Aigner setzte ihren Kopfball nach der anschließenden Ecke nur knapp neben den rechten Pfosten. Im Gegenzug versäumte der FFC durch einen 17 m-Schuss von „Bayern-Schreck“ Louise Hansen (7.), sowie einen Kopfball von


Die beiden Teams winken vor dem Anpfiff ins Publikum

Bild: Dominic Seitz

Kerstin Garefrekes (9.), seinerseits die frühe Führung.

Nach diesem turbulenten Auftakt verflachte die Partie nach und nach und es dauerte es bis zur 39. Minute, ehe die bis dahin gut abgeschirmte Birgit Prinz einen fulminanten Direktschuss abfeuerte und FCB-Torfrau Ulrike Schmetz das Leder zur 1:0-Pausenführung für die Gäste nur noch ins eigene Tor abklatschen konnte.

Dieses zum oft zitierten „psychologisch wichtigen Zeitpunkt“ gefallene Tor schien die Bayern nach dem Seitenwechsel geradezu zu lähmen, während die Frauen um Dr. Hans-Jürgen Tritschoks nunmehr ihre Betriebstemperatur erreicht hatten und das Geschehen auf dem holprigen, aber doch erstaunlich gut bespielbaren, Grün eindeutig dominierten. Nachdem sowohl die Weltfussballerin des Jahres mit Distanzschüssen (51. und 54.) bzw. nach einem Alleingang (58.) als auch Renate Lingor mit einem Freistoss an die Latte (57.) die Vorentscheidung noch verpasst hatten, war es in der 66. Minute dann soweit, als die wieder einmal enorm laufstarke Judith Affeld zum richtigen Zeitpunkt am rechten Fleck stand und einen ihr vor die Füße fallenden Schuss von Kerstin Garefrekes in bester Abstaubermanier im Gehäuse unterbringen konnte.

Nur sechs Minuten später war der letztjährigen Bundesliga- texttexttexttexttext


Torschützenkönigin erneut ein Treffer vergönnt, als deren Knaller unter Torfrau Schmetz hindurch auf das FCB-Tor zukullerte und die diesmal von Beginn an auflaufende Sandra Albertz dieser das Tor regelrecht klaute (72.). Den Schlusspunkt in dieser letztlich einseitigen Partie setzte Renate Lingor, welche einen von Janine Partzsch an Birgit Prinz verschuldeten Foulelfmeter sicher zum 4:0-Endstand verwandelte (79.).

FC Bayern München:

Schmetz Eder, Urbancova (50. Leonbacher), Roth (76. Krüger), Notbon Wörle, Spieler, Scasna, Partzsch Grießemer (70. Hoffmann), Aigner

1. FFC Frankfurt:

Wissink, Künzer (61. Weber), Jones, T. Wunderlich, Kliehm, Lingor, Hansen, Affeld Garefrekes, Prinz, Albertz (75. Zerbe)

Zuschauer: 150

Tore:
0:1 Prinz (39.)
0:2 Affeld (66.)
0:3 Albertz (72.)
0:4 Lingor (79./FE)

Schiedsrichter: Schneider (Pleißa)

Gelb: Wörle, Partzsch, Jones, Garefrekes

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