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1. Bundesliga, 11. Spieltag

Null-Nummer im Freiburger Möslestadion

SC Freiburg - FF USV Jena 0:0 (0:0)

13.12.2011 - Text und Bilder von Roland Baumann

Keine Tore, jeweils einen Pfostentreffer, einigen Leerlauf und zwei Trainer, die vielleicht nicht unbedingt mit dem Spiel, aber sicher mit dem Ergebnis zufrieden waren. Das ist das Fazit des Spiels zwischen dem SC Freiburg und dem FF USV Jena.


Katja Schroffenegger gegen Caroline Abbé

Wie hier die Torhüterin Katja Schroffenegger sich gegen Caroline Abbé behaupten konnte, konnten sich die Abwehrreihen beider Teams über die 90 Minuten durchsetzen. Somit blieb es beim torlosen Unentschieden.   



Amber Hearn gegen Caroline Abbé Wenig Spielfluss nach Paukenschlag zu Beginn: Vor nur 305 Zuschauern begann die Partie recht vielversprechend. Bereits in der dritten Spielminute brachte eine Aktion von Anja Maike Hegenauer Jena in Bedrängnis. Sie lief sich zwar gegen der Jenaer Abwehr fest, sah aber die gut postierte Juliane Maier, die die Ablage mit einem satten Schuss ans Lattenkreuz hämmerte. Fast im Gegenzug erarbeitete sich Jena eine gute Möglichkeit, als sich Sabrina Schmutzler auf der linken Seite durchsetzen konnte. Ihr Pass erreichte Sylvia Arnold, die aber an Marisa Brunner scheiterte. Es entwickelte sich ein schnelles und ausgeglichenes Spiel, das allerdings an zuvielen Ungenauigkeiten litt. Die entscheidende Pässe kamen einfach nicht an, so dass kaum mehr Torraumszenen zu sehen waren. Einen Aufreger für das USV-Team brachte die 17. Minute. Die Neuseeländerin Amber Hearn prallte mit einer Freiburgerin zusammen und zog sich dabei ein schwere Platzwunde am Kopf zu. Während das Spiel weiter lief, musste Hearn für zehn Minuten behandelt werden, ehe sie mit einem blauen Turban unter dem Beifall der Zuschauer wieder ins Spiel zurück kam. In der Zwischenzeit hatte Lydia Miraoui für Freiburg ein gute Torchance herausgeholt, doch konnte ihr Schuss aus der 26. Minute zur Ecke abgewehrt werden. Eine letzte Torchance vor der Pause hatte Hasret Kayikci, die sich bei einem Freistoß von der rechten Eckfahne aus, sich geschickt von der Gegenspielerin freigestohlen hatte, aber den Ball über die Querlatte setzte.

Essi Sainio gegen Sylvia Arnold Beide Abwehrreihen sichern das "zu Null": Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte der Sportclub eine schöne Kombination. Die Hereingabe von Melanie Leupolz vor das Gästetor setzte Kayikci nur um Zentimeter über das Tor. In der 63. Minute schickte die eben erst für Lydia Miroui eingewechselte Isabelle Meyer ihre Teamkollegin Marina Makanza, die auch erst zur Halbzeit neu ins Spiel kam, doch konnte Jenas Keeperin Katja Schroffenegger das Laufduell durch ihren entschlossenen Einsatz für sich entscheiden. Aber auch die Gäste aus Thüringen sollten nicht ohne Chance bleiben. Ihre beste Möglichkeit sollte Sylvia Arnold in der 70. Minute haben, als sie den Ball an den Innenpfosten setzte. Den Abpraller konnte dann Brunner entschärfen. Das Spiel war besser geworden, wenn auch im Abschluss noch immer die notwendige Präzision fehlte. Glück hatte der USV in der 83. Minute, als Mirte Roelvink bei einer Abwehraktion im eigenen Strafraum nach Freiburger Sicht der Ball an den Arm sprang und gleich drauf, als Isabelle Meyer von Laura Brosius und Kathleen Radtke ebenfalls im Strafraum in die Zange genommen wurde. Doch ließ Schiedsrichterin Martina Storch-Schäfer beide Szenen weiterspielen. Eng wurde es nochmals in der 88. Minute für Freiburg, als Sylvia Arnold gefährlich nahe vor Brunner auftauchte, hier entschied das Schiedsrichtergespann aber sofort auf Abseits. Ohne weitere Torgefahr blieb es bei dem 0:0. Nach dem Spiel gab es noch eine schöne Szene, als sich Hasret Kayikci ganz herzlich von ihrer ehemaligen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg verabschiedete.



Hasret Kayikci gegen Mirte Roelvink Stimmen zum Spiel: Martina Voss-Tecklenburg sah die Punkteteilung als gerecht an, zumal sich einige kritische Situationen letztlich ausgeglichen hätten, wie die beiden Pfostentreffer und einige Abwehraktionen, die auch leicht zu Elfmetern hätten führen können. Ihr Team habe nicht, wie gewohnt, die Ruhe ins Spiel bringen können, zumal Freiburg beim Umschalten stets gefährlich gewesen sei. Immerhin habe ihre Elf jetzt im dritten Spiel in Folge gepunktet, was für den Klassenerhalt sehr wichtig sei.

Auch Milorad Pilipovic war mit der Punkteteilung einverstanden. Auch wenn das Passspiel in seinen Augen nicht zufriedenstellend war, habe seine Elf gerade in der ersten Halbzeit nicht viele Möglichkeiten zugelassen. Beide Teams hätten aber gezeigt, dass sie gewinnen wollten und hätten sich packende Zweikämpfe geliefert. Für das kommende Heimspiel zum Jahresabschluss gegen Bad Neuenahr erhoffe er sich aber mehr Ruhe und Sicherheit für seine Mannschaft.




SC Freiburg:
Brunner - Wendlinger, Boschert, Abbe, Sainio (75. Gidion), Miraoui (55. I. Meyer), Leupolz, J. Maier, Hegenauer (46. Makanza), Kayikci, Zirnstein

FF USV Jena:
Schroffenegger - Brosius, Roelvink, Radtke, Seiler, Schiewe, J. Arnold (55. Utes), S. Arnold, Milde (70. Heinze), Hearn, Schmutzler (90. Salkunic)

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten: Miraoui, Wendlinger / Roelvink, Seiler, Radtke

Schiedsrichterin: Martina Storch-Schäfer (Petersberg)

Zuschauer: 305


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