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1. Bundesliga, 12. Spieltag

Mit einer erneuten Null-Nummer in die Winterpause

SC Freiburg - SC 07 Bad Neuenahr 0:0 (0:0)

21.12.2011 - Text und Bilder von Roland Baumann

Wie schon am vergangenen Spieltag, trennte sich der Sportclub Freiburg von seinem Gast, diesmal der SC 07 Bad Neuenahr, mit einem 0 : 0 und kann damit auf Platz fünf der Tabelle überwintern. Die Gäste aus Neuenahr, die am siebten Spieltag noch Schlusslicht der Liga waren, konnten sich mit zuletzt vier Spielen in Folge ohne Gegentor auf Platz sieben vorarbeiten.


Schneetreiben im Möslestadion

Eine Viertelstunde zu früh verkündete ein heftiges Schneetreiben im Möslestadion die bevorstehende Winterpause. Die stark von der Taktik geprägten Partie endete mit einem leistungsgerechten 0:0.   



Peggy Kuznik gegen Hasret Kayikci Ohne den letzten Biss: Beide Teams schienen reichlich Respekt voreinander zu haben. Der Aufwärtstrend der letzten Spiele bei Bad Neuenahr, darunter ein Sieg gegen den FCR Duisburg, war in Freiburg vernommen worden. Andererseits beeindruckte der SC Freiburg bei seinem Liga-Comeback unter anderem mit einem Sieg über den 1. FFC Frankfurt. Das Sicherheitsdenken überwog, die Bälle wurden schnellstens aus den Gefahrenzone befördert. Da aber das Mittelfeld nur zöglich nachrückte, liefen sich die Offensivkräfte recht schnell in der gegnerischen Abwehr fest. Nach einer frühen Möglichkeit für Hasret Kayikci, die durch eine saubere Grätsche von Peggy Kuznik zunichte gemacht wurde, dauerte es bis zur 12. Minute, bis eine Torhüterin wirklich mal zupacken musste. Juliane Maier brachte einen Freistoß aufs Tor, den Schuss konnte aber Almuth Schult parieren, wenn auch erst im Nachfassen. Die Keeperin aus Neuenahr konnte sich in der 30. Minute gleich noch zweimal auszeichnen. Zunächst lenkte sie einen Leupolz-Hammer gerade noch so über die Latte. Beim daraus resultierenden Eckball kam Kerstin Boschert zum Schuss, aber wieder war Schult zur Stelle. Wenig später tauchten nach einem Flügellauf von Sarah Doorsoun-Khajek Nadine Rolser und Celia Okoyino da Mbabi gefährlich vor Marisa Brunner im Freiburger Gehäuse auf, doch auch hier hatte die Keeperin die Oberhand. Viel mehr passierte bis zur Pause nicht mehr.

Katie Hoyle gegen Essi Sainio Es fehlen die Tore: Auch nach der Pause änderte sich nicht viel. Auch die personelle Umbesetzung auf Seiten des SC Freiburg brachte nicht die gewünschte Druckerhöhung Richtung Gästetor. Die Aktionen wurde zu harmlos vorgetragen und im Abschluss fehlte der notwendige Druck und die Präzision, um die Abwehr in große Verlegenheit zu bringen. So landete eine Flanke von Marina Makanza in den Armen von Almuth Schult und auf der Gegenseite verfehlte Sarah Doorsoun-Khajeh das Tor bei ihrem Schussversuch. Eine der besten Szene bot sich Hasret Kayikci in der 57. Minute, als sie nach einem Freistoß Schult mit einem Volleyschuss prüfte. Ab der 75. Spielminute kündigte sich die anstehende Winterpause mit einem heftigen Schneetreiben an. Nachdem in den Schlussminuten zunächst Celia Okoyino da Mbaba nach einer Körpertäuschung das Tor verfehlte und auch Isabelle Meyer zweimal gut gedachte Zuspiele verpasste, entließ Schiedsrichterin Angelika Söder beide Teams in die verdiente Winterpause.



Juliane Maier gegen Leonie Maier
Stimmen zum Spiel: „Das war heute sicherlich ein spannendes Spiel, vielleicht nicht unbedingt für die Zuschauer, aber für uns als Trainer“, so SC 07 Trainer Colin Bell. „Wir waren gewarnt, hat doch Freiburg eine technisch sehr starke Mannschaft mit einer gepflegten Spielweise.“ Seine Elf habe aber in dem sehr ausgeglichenen Spiel nur wenig Chancen zugelassen. Da aber Freiburg immer gefährlich blieb, sah er die Punkteteilung als Punktgewinn. Mit den zur Winterpause erreichten 15 Punkte war Bell, angesichts des sehr schwierigen Saisonstarts, sehr zufrieden.

Mit dem Ergebnis war Freiburgs Trainer Milorad Pilipovic auch einverstanden. „Wir wussten um die Stärke und Disziplin von Neuenahr. Dabei galt es, die Offensive der Gäste auszuschalten und mit Geduld und ohne großes Risiko das Spiel zu gestalten. In den ersten 15 Minuten hatte Neuenahr noch Vorteile, aber danach lief es bei uns besser. Trotzdem gab es zuviele Ballverluste, das Kombinationsspiel stotterte und das eigene Offensivspiel zeigte zuwenig Durchschlagskraft“, sinnierte Pilipovic. Mit dem bisher Erreichten, 18 Punkte aus 12 Spielen, und das als Aufsteiger, zeigte er sich aber sehr glücklich.





Ramona Petzelberger gegen Juliane Maier Melanie Leupolz gegen Katie Hoyle Hasret Kayikci gegen Leonie Maier und Nadine Rolser


SC Freiburg:
Brunner - Wendlinger, Boschert, Abbe, J. Maier, Sainio (76. Hegenauer), Miraoui (64. I. Meyer), Leupolz, Giraud (46. Makanza), Kayikci, Zirnstein

SC 07 Bad Neuenahr:
Schult - Störzel, C. Schröder, L. Maier, Hoyle, Kuznik, Na. Rolser, Petzelberger, Doorsoun-Khajeh (89. Nati), Okoyino da Mbabi, Gregorius (66. Ni. Rolser)

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten: J. Maier / -

Schiedsrichterin: Angelika Söder (Schwarzenbruck) mit Franziska Haider und Annette Raith

Zuschauer: 282


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