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1. Bundesliga, 10. Spieltag

Arbeitssieg brachte den nächsten Dreier

SC 07 Bad Neuenahr - Hamburger SV 1:0 (1:0)

Text von Sandra Kunschke

29.11.2011  Im Apollinarisstadion in Bad Neuenahr Ahrweiler hatte der SC 07 als Tabellensiebter den direkten Tabellen-Nachbarn Hamburger SV zu Gast. In einem über weite Strecken vom Kampf geprägten Spiel sorgte wieder einmal Celia Okoyino da Mbabi mit ihrem Treffer in der 20. Minute für den Erfolg der Heimelf.

Tor Celia Okoyino da Mbabi

Mit diesem Lupfer über HSV-Keeperin Bianca Weech hinweg erzielte Celia Okoyino da Mbabi das spielentscheidende Tor (Bild: Guido Kölzer)

Beide Teams begannen recht nervös, der Ball rollte höchstens über drei, vier Stationen, ehe er beim Gegner landete. Dennoch erwischten die Kurstädterinnen den etwas besseren Start und waren die spielbestimmende Mannschaft. Nach gut 10 Minuten die erste Möglichkeit für den SC 07, einen langen Ball von Leonie Meier köpfte Sara Doorsoun-Khajeh gefährlich auf das Tor des HSV. Keeperin Bianca Weech konnte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenken. Der Hamburger SV war in seinen Offensivbemühungen recht harmlos, dagegen nutzte für Bad Neuenahr Sara Doorsoun-Khajeh die nächste Gelegenheit, um einen Warnschuss abzugeben. Dann war es soweit: nach einem Doppelpass mit Ramona Petzelberger lupfte Celia Okoyino da Mbabi den Ball über die heraus stürmende HSV-Keeperin zum 1:0 ins Netz. Die Hanseatinnen kamen mit dem Rückstand nicht zurecht und es folgten Abspiel- und Stockfehler, die man so selten sieht. Da musste schon ein Fernschuss her, um überhaupt Gefahr für das Tor von Almuth Schult bringen zu können. Hamburgs Kapitänin Janina Haye zog aus ca. 25 Metern ab und brachte Schult in arge Bedrängnis, Glück für den SC 07, dass die Latte noch im Weg war. Einige Spielminuten später musste Celia Okoyino da Mbabi in aussichtsreicher Position, mitten im Lauf, abbrechen. Nach Behandlung an der Seitenlinie konnte sie zunächst noch mal zurück ins Spiel, musste sich aber später doch verletzungsbedingt auswechseln lassen. Für sie kam die wieder genesene Katie Hoyle, die wieder ein sehr starkes Spiel zeigte. Dann hatte Ramona Petzelberger das 2:0 auf dem Fuß, verfehlte das Tor aber nur um Zentimeter. Der HSV kam weiter nur selten durch die Abwehr der Kurstädterinnen, so versuchten es Aferdita Kameraj und Marie-Louise Bagehorn aus der Distanz, blieben jedoch ohne Erfolg.



In der zweiten Halbzeit machten sich die beiden Mannschaften gegenseitig das Leben schwer, spielerisch wurde kaum noch etwas gezeigt. Bad Neuenahr stand sehr tief, überließ den Hamburgerinnen die Initiative, die aus ihrem Freiraum aber sehr wenig machten. Torchancen waren Mangelware. Nur Sara Doorsoun-Khajeh und Sarah Gregorius hatte noch einmal freie Bahn, Doorsouns Schuss war zu harmlos und Gregorius befand sich in einer Abseitsposition. In der letzten Viertelstunde bekam Hamburg dann die zweite Luft. Einen abgefälschten Schuss von Aferdita Kameraj konnte Schult im letzten Moment noch zur Ecke klären. Auch die eingewechselte Silva Lone Saländer verfehlte nur knapp. Der Anschlusstreffe für die HSV-Mädels wäre durchaus verdient gewesen.

SC 07-Trainer Colin Bell war zufrieden: „Die Spielerinnen haben sich die Lunge aus dem Leib gelaufen und dabei immer die Ordnung gehalten. Wir haben einen vielleicht etwas glücklichen Arbeitssieg gelandet.”

Achim Feifel, Trainer des HSV : „Wir haben nach vorne viel zu wenig Durchschlagskraft entwickeln können, so verlieren wir ein Spiel, das wir eigentlich nicht hätten verlieren müssen. Die Mannschaft hätte sich einen Punkt verdient gehabt.”


Barbara Müller Celia Okoyino da Mbabi im Zweikampf mit Aferdita Kameraj Marie Pyko



SC 07 Bad Neuenahr:
Schult - Störzel, C. Schröder, Okoyino da Mbabi (32.Hoyle), Petzelberger, Nadine Rolser, Pyko, Gregorius (90. Selensky), Doorsoun-Khajeh (90.+2 Mahn), Maier, Kuznik

Hamburger SV:
Weech - Simon, Engel, Ewers, Kameraj, Timmermann, Haye, Schoknecht, Brüggemann, Brenner (57. Saländer), Bagehorn

Tore:
1:0 Okoyino da Mbabi (20.)

Gelbe Karten: - / Kameraj

Schiedsrichterin: Nathalie Eisenhardt (Holzgerlingen), es assistierten Marija Kurtes und Karoline Wacker

Zuschauer: 602



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