1. Bundesliga, 8. SpieltagDuisburg meistert PrüfsteinVfL Wolfsburg – FCR 2001 Duisburg 1:3 (1:0) | ||
Text und Bilder von Sven-E. Hafft 10.11.2009 Der 8. Spieltag der Frauenbundesliga bescherte dem Tabellenführer FCR Duisburg eine schwierige Auswärtspartie beim heimstarken VfL Wolfsburg. Bereits im Vorfeld des Spiels war viel darüber spekuliert worden, ob die Wölfinnen die Löwinnen würden ärgern können. Immerhin hatten Letztere ein schweres Spiel in der Champions League hinter und ein noch schwereres vor sich. Zudem war ein Auswärtssieg Pflicht, um die Tabellenführung nicht zu gefährden. Man durfte also gespannt sein, wie die Gäste mit diesen Anforderungen zurechtkommen würden. Nach einer Abtastphase übernahm der Favorit die Initiative und erarbeitete sich die größere Zahl an guten Gelegenheiten. Zunächst jedoch war es Martina Müller, die Gästetorhüterin Ursula Holl mit einem Linksschuss prüfte (14.). ![]() Schon im Mittelfeld störte Duisburg die Bemühungen des Gegners, wie hier Annemieke Kiesel gegen Selina Wagner Es folgte eine Druckperiode der Löwinnen. Erst scheiterte Inka Grings an Nadine Richter (19.), dann verzog Turid Knaak nach Vorarbeit von Simone Laudehr nur knapp (21.). Fünf Minuten später war es Laudehr selbst, die bei ihrem Versuch nur das Außennetz traf. In der 30. Minute probierte es Annemieke Kiesel nach Zuspiel von Grings, doch auch ihr Ball strich knapp am VfL-Kasten vorbei. Wieder nur zwei Minuten danach war Luisa Wensing frei vor dem Tor, doch Richter verkürzte geschickt den Winkel und hielt den Ball. Auf der anderen Seite dann Freistoß für Wolfsburg nach Foul von Alexandra Popp an Martina Müller. Die Gefoulte legte sich den Ball zurecht und traf aus gut 20 Metern zum etwas überraschenden 1:0 für die Gastgeberinnen (35.). Das gab zwar nicht unbedingt den Spielverlauf wieder, tat dem Jubel eines Großteils der 880 Zuschauer aber keinen Abbruch. ![]() Europameisterliche Schusstechnik: Mit diesem Freistoß erzielt Martina Müller das 1:0 Kurz vor der Halbzeit verfehlte Duisburgs Femke Maes das VfL-Tor noch einmal knapp (42.), doch bis zur Pause vermochte der Tabellenführer das Blatt nicht mehr zu wenden. ![]() Annike Krahn beobachtet ein Kopfballduell zwischen Linda Bresonik und Stephanie Bunte |
67. Minute: Inka Grings versucht ihr Glück, scheitert aber noch. Fast scheint es, als würde Nadine Richters beschwörender Blick den Ball am Tor vorbeilenken. Später erzielte die Duisburger Torjägerin dann doch noch ihr Tor | |
Bis auf die mangelnde Chancenverwertung blieb den Gästen wenig vorzuwerfen, denn die stabile, hochkarätig besetzte Abwehr ließ aus dem Spiel heraus kaum etwas zu, die Mannschaftsteile harmonierten gut und das Team dominierte klar. Die Wolfsburgerinnen ihrerseits hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten ordentlich dagegen, wobei viel über die starke Martina Müller lief. ![]() Bei Wolfsburg lief viel über Martina Müller, die hier versucht, an Linda Bresonik vorbei zu kommen Zur zweiten Halbzeit kam auf Duisburger Seite Marith Prießen für Eunice Beckmann ins Spiel. Die Gäste intensivierten nun ihre Bemühungen und wurden schnell belohnt. Bereits in der 50. Minute fiel der Ausgleich, als VfL-Torfrau Nadine Richter einen Ball von Inka Grings zwar abwehren konnte, dies aber direkt zu Femke Maes, gegen deren Nachschuss sie machtlos war. Vier Minuten danach gab es Freistoß für Duisburg im Mittelfeld. Alexandra Popp lief an und sandte einen fulminanten Schuss aus über 40 Metern in Richtung VfL-Gehäuse, der zum Entsetzen der Zuschauer mittig zur Gästeführung einschlug. Der Ball war in seiner unerwarteten „Machart” sicherlich tückisch, doch haltbar war er allemal. ![]() Alexandra Popp, die hier Wolfsburgs Zsanett Jakabfi ins Leere laufen lässt, erzielte die Duisburger Führung mit einem Freistoß aus 40 Metern Mit der Führung im Rücken drängte der FCR Duisburg nun mit Macht auf die Entscheidung. Und außerdem: Fehlte dem Spiel nicht noch etwas? Natürlich – ein Treffer von Inka Grings! Den zu erzielen machte sich die Torjägerin jetzt auf. In der 59. Minute hätte sie es nach Zuspiel von Maes fast schon geschafft. Acht Minuten später war sie wieder allein durch und schlenzte den Ball knapp am Kasten vorbei. In der 72. Minute schließlich belohnte sie sich und ihr Team nach Vorarbeit von Wensing mit der Entscheidung – 3:1 aus Löwensicht. |
So ganz gab sich der VfL Wolfsburg aber noch nicht geschlagen. Zehn Minuten vor dem Ende hielt Ursula Holl einen Schuss von Nathalie Bock, in der 86. Minute scheiterte Martina Müller mit einem sehr schönen direkten Freistoß. Auf der anderen Seite gab es zwischenzeitlich noch Chancen für Inka Grings und die eingewechselte Hasret Kayikci. ![]() Femke Maes erzielte den wichtigen Ausgleichstreffer für Duisburg und leitete damit den Sieg ein Unter dem Strich ein leistungsgerechtes Ergebnis in einem unterhaltsamen und fairen Spiel, mit dem das Schiedsrichtertrio keinerlei Schwierigkeiten hatte.
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