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1. Bundesliga, 20. Spieltag

Bittere Niederlage für die SGS

VfL Wolfsburg - SG Essen Schönebeck 3:0 (1:0)

Text und Bilder von Karin Reuter

29.04.2010   Mit einem klaren 3:0 Sieg hat der VfL Wolfsburg die SG Essen Schönebeck mit leeren Händen wieder nach Hause geschickt. Somit müssen die Schönebeckerinnen weiter um ihren Verbleib im Bundesligaoberhaus bangen. Die Kellermann-Elf festigt hingegen den fünften Tabellenplatz und hat (bei einer Partie weniger) nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenvierten aus München.

Die Essenerinnen kamen im ersten Durchgang zu einigen guten Torgelegenheit, schafften es aber wieder nicht diese auch zu nutzen. So blieb ein Kopfball von Melanie Hoffmann, die den Ball über Torfrau Alisa Vetterlein aber auch über das Tor lupfte (19.) ebenso wirkungslos wie zwei weitere Möglichkeiten in der 35. und in der 43.Minute.

Chance vorbei

Chance vorbei: Wolfsburgs Keeperin Alisa Vetterlein und Stephanie Ende (rechts) haben erfolgreich gegen Melanie Hoffmann verteidigt

Der Vfl hingegen wollte das schnelle Tor und das bekamen sie auch. Bereits nach zwölf Minuten landete ein gezielter Freistoß von Andrea Wilkens auf dem Kopf von Nationalspielerin Martina Müller und diese zirkelte den Ball unhaltbar im Essener Tor. In der 23. Minute hatte Müller die beste Chance die Führung weiter auszubauen, scheiterte aber genauso wie zwei Minuten später Teamkollegin Melissa Wiik.

Martina Müller gegen Emily Zurrer

Nationalspielerin Martina Müller, die hier den Ball gegen Emily Zurrer abschirmt, schoss das erste und dritte Tor für Wolfsburg

In der 2. Halbzeit nahm der VfL mehr und mehr die Zügel in die Hand und die Schönebeckerinnen gerieten stärker unter Druck, Wolfsburg war eindeutig das dominierende Team. Essen blieb zwar weiterhin bei Standards gefährlich, aber die Angriffe waren zu harmlos. Dennoch wehrten sie sich tapfer gegen die drohende Niederlage, scheiterten aber an der gut aufgelegten VfL-Torfrau Alisa Vetterlein und an den eigenen Nerven.

Spielszene

Stephanie Bunte, Caro Hamann, Andrea Wilkens, Rebecca Smith, Kyra Malinowski (v.l.). Die beiden Essener Stürmerinnen hatten es schwer gegen die Wolfsburger Abwehr


Tor Martina Müller

Bei diesem Schuss zum 3:0 hatten weder Essens Keeperin Lisa Weiß noch Carina Chojnacki (2) eine Chance gegen Martina Müller (25). In dieser 87. Minute war das Spiel aber sowieso bereits entschieden, Wolfsburg konnte einen souveränen Heimsieg gegen Essen feiern

Fünfzehn Minuten vor Schluss, nach halbstündiger Gleichwertigkeit, brachten Zsanett Jakabfi (75.) und abermals Müller (86.) ihr Team endgültig auf die Siegerstraße. Nach dem 3:0 erlahmte die Gegenwehr der Schönebeckerinnen und es war klar, dass es an diesem Tag für sie nichts zu holen geben würde.

Zsanett Jakabfi

Die schnelle Zsanett Jakabfi, hier verfolgt von Marlene Kowalik, besorgte mit ihrem Tor zum 2:0 die Vorentscheidung

Symptomatisch für das Spiel der SGS war, dass keine der sonstigen Leistungsträgerinnen überzeugen konnte. Die SG Essen Schönebeck hatte zwar Möglichkeiten, aber zwingende Torchancen waren Mangelware. Das lag an der relativ harmlosen Spielweise nach vorne, sowie an der gut sortierten Defensive des VfL Wolfsburg. Die SGS verpasste in spielentscheidenden Momenten erfolgreich zu sein, man hat mehr erwartet, immerhin steckt die Mannschaft voll im Abstiegskampf und dafür war das einfach zu wenig.

Melissa Wiik gegen Inka Weseley

Wolfsburg Neuzugang aus Norwegen, Melissa Wiik, wird hier von Inka Weseley bewacht

Fazit:

Eine ganz bittere Niederlage für die SGS, gegen ein spielerisch besseres Team. Letztlich ein verdienter Sieg der Wölfinnen gegen zu harmlos auftretende Gäste aus Essen.

So konnte Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann auf der anschließenden Pressekonferenz auch recht zufrieden sein: „Ich war mit der Leistung meiner Mannschaft bis zur 20. Minute zufrieden, wir sind nun schon im fünften


Rückrundenspiel ohne Gegentor geblieben und können uns langsam mit dem fünften Tabellenrang anfreunden.”

Jubel Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg spielt eine klasse Rückrunde - Grund zum Jubel gab es genug. Martina Müller klatscht hier Navina Omilade ab

Essens Trainer Ralf Agolli hingegen war alles andere als begeistert: „Heute hat jeder gesehen, warum wir in dieser Saison solche Probleme haben. Meiner Mannschaft fehlt es derzeit an Selbstvertrauen und Durchschlagskraft. Trotzdem haben wir bis zum 2:0 noch gut mitgespielt”.

Sofia Nati und Jessica Bade

Essen war mit drei Spielerinnen aus dem Jahrgang 1993 angetreten. Kyra Malinowsk (nicht im Bild), Sofia Nati (links) und Jessica Bade (rechts).



SG Essen-Schönebeck:
Weiß - Martini, Bade (73. Chojnacki), Kowalik, M. Hoffmann, Malinowski, Wesely, Kraus (56. Löwenberg), Nati, Weichelt (73. Hamann), Zurrer

VfL Wolfsburg:
Vetterlein - Jakabfi, (87. Tetzlaff), Ende, Wagner (72. Brendel), Rantanen, Smith, Wilkens, Bunte, Omilade, Müller, Wiik (70. Bock)

Tore:
1:0 Müller (12.)
2:0 Jakabfi (75.)
3:0 Müller (87.)

Gelbe Karten: Jakabfi

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten)
mit Sabine Stadler und Franziska Haider

Zuschauer: 346


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