1. Bundesliga, 2. Spieltag„Bayrischer Arbeitssieg” in JenaFF USV Jena – FC Bayern München 1:2 (0:2) | ||
Text und Bilder von Sascha Pfeiler 28.09.2009 Mit 1:2 verlor der USV FF Jena unglücklich seine Bundesliga-Heimpremiere im Stadion „An der Oberaue” gegen den amtierenden Vizemeister aus Bayern! Münchens Trainer Günther Wörle, der zehn Ausfälle zu beklagen hatte, konnte sich am Ende der Partie glücklich schätzen und war sich sicher, dass das Glück heute auf Seite seiner Mannschaft gewesen ist. Pünktlich am Sonntagmorgen um 11 Uhr hatte sich der Nebel über dem Paradies in Jena gelichtet und herrlichstes Fußballwetter hatte sich eingestellt. Beste Bedingungen für die Bundesligapartie, die immerhin 750 Zuschauer ins Stadion gelockt hatte. ![]() Zum Zuschauen verdammt. Bayerns Europameisterin Melanie Behringer ist verletzt, wie viele andere Stammspielerinnen des Vereins auch. Die durch einige verletzte Stammspielerinnen scheinbar geschwächten Münchnerinnen begannen munter. Nach lediglich sechs Minuten nutzte Mandy Islacker einen verunglückten Abklatscher der Jenaer Torfrau Jana Burmeister und erzielte das Führungstor für die Bayern zum 0:1. Jena, sichtlich geschockt, fand nach dem frühen Rückstand nicht sofort ins Spiel zurück. München versuchte nachzusetzen, blieb aber erst einmal ebenfalls ohne weiteren Torerfolg. ![]() Mandy Islacker, die das frühe 1:0 erzielte, versucht sich hier gegen Yvonne Hartmann durchzusetzen Große Aufregung dann in der 36. Minute! Die heranstürmende Bianca Rech wird im Jenaer Strafraum von Adjoa Bayor zu Fall gebracht. Schiedsrichterin Nathalie Eisenhardt zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, was unter den |
Unruhe im Jenaer Strafraum! Vanessa Bürki im Zweikampf mit Susann Utes, die restlichen Spielerinnen können nur noch zuschauen | |
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Heimfans zu hörbarer Verärgerung führte. Man hatte wohl keine Berührung durch Bayor an Rech erkennen können. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Sandra de Pol sicher zur 0:2 für die Münchnerinnen. Bis zur Pause konnte sich der USV nur mit wenigen gelungenen Offensivaktionen vor dem Bayerntor melden. Nach der Pause kam Jena wie verwandelt aus der Kabine. Sie setzen die Bayernfrauen ordentlich unter Druck und drängten auf den Ausgleichstreffer. In der 49. Minute hämmerte Genoveva Anonma, von halblinker Position, aus 22. Metern den Ball aufs Tor der Gäste, und Bayernkeeperin Kathrin Längert konnte diesen Schuss nur mit Mühe parieren. Die Frauen des USV bekamen durch diese Aktion das Spiel mehr und mehr unter Kontrolle und in Minute 69 war es schließlich Susann Utes, die durch einen Heber aus fast 25 Metern über Längert, den verdienten Anschlusstreffer erzielte. Der Jubel bei den Jenaer Anhängern war groß und der Ausgleich schien in greifbarer Nähe. Jena erhöhte den Druck und hatte in der nachfolgenden Zeit eine Vielzahl von Torchancen. Durch die sich nun öffnenden Freiräume hatte Bayern nun vermehrt Konterchancen, die aber nicht in Zählbares umgewandelt werden konnten. ![]() Brachte neuen Schwung in die Münchner Spielweise: Annika Doppler In der 75. Minute wechselte Bayerntrainer Günther Wörle die Torschützin Mandy Islacker aus und brachte Annika Doppler, die dem Bayernspiel neuen Schwung geben sollte. Die Rechnung ging voll auf und das Spiel der Gäste bekam wieder eine Linie. Sogleich traf Doppler zweimal an den Jenaer Pfosten. In der 77. Minute zog sich die |
Schiedsrichterin erneut den Unmut der Zuschauer zu, als sie USV-Trainerin Heidi Vater wegen fehlendem Leibchen, welches sie für den Aufenthalt im Innenraum des Stadion benötige, auf die Tribüne verwies. Schlussendlich blieb es beim 1:2 in einem insgesamt nicht hochklassigen Spiel. Aufgrund der verschlafenen ersten Halbzeit des USV und des Glückes der Vizemeisterinnen aus München empfanden beide Trainer den Ausgang als gerechtes Ergebnis. ![]() Auf die Tribüne strafversetzt: USV-Trainerin Heidi Vater
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