1. Bundesliga, 19. SpieltagWenn man unten steht...Hamburger SV – 1. FC Saarbrücken 1:0 (0:0) | ||
Text und Bilder von Sven-E. Hafft 20.04.2010 Die abstiegsgefährdeten Saarbrückerinnen, die guten Mutes an die Hagenbeckstraße in Hamburg gekommen waren, kassierten nach ordentlicher kämpferischer Leistung in der Schlussphase eine unglückliche Niederlage. Strahlender Sonnenschein empfing die lediglich 234 Zuschauer zum vorletzten Heimspiel des HSV in dieser Saison. Strebten die Gastgeberinnen nach einem Ausbau ihres Punktekontos, um das obere Mittelfeld der Tabelle zu erreichen, ging es für die Gäste um das blanke Überleben in Liga 1. Entsprechend frisch und motiviert begannen sie auch die Partie. ![]() Ana Maria Crnogorcevic agierte diesmal nicht so wirkungsvoll wie gewohnt. Hier scheitert sie nach einer Viertelstunde an Schlussfrau Christina Ehl Die erste gute Gelegenheit bot sich allerdings dem HSV, als Christina Ehl im Saarbrücker Tor einen abgefälschten Schuss von Maja Schubert klären musste (8.). Kurz darauf drang Kim Kulig aussichtsreich in den gegnerischen Strafraum ein, legte sich den Ball allerdings zu weit vor, sodass die FCS-Keeperin die Situation entschärfen konnte. Der Platz, der nach den Strapazen des vergangenen Winters noch etwas Zeit braucht, um wieder den Optimalzustand zu erreichen, erwies sich für ein anspruchsvolles Spiel als hinderlich. Beiden Teams unterliefen dadurch viele Abspielfehler, gute Torchancen waren selten und das recht zerfahrene Spiel wogte zwischen den Strafräumen hin und her. ![]() Saarbrückens Trainer Stephan Fröhlich dirigierte sein Team fast über die gesamte Spielzeit Nach 20 Minuten setzte Saarbrücken ein Achtungszeichen, als Maike Trach einen Kopfball nach Eckstoß knapp über das HSV-Tor setzte. Doch der Kampf dominierte. Nach 37 Minuten die erste Verwarnung des Spiels gegen Hamburgs Aferdita Kameraj wegen wiederholten Foulspiels. ![]() Wegen wiederholten Foulspiels gab es Gelb für die kampfstarke Aferdita Kameraj |
Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Hier stört Kim Kulig energisch gegen Noémie Beney | |
Nach der Pause ein ähnliches Bild: Das Spiel war engagiert und kampfbetont, aber nicht wirklich gut. Standards beherrschten das Geschehen. In der 53. Minute dann ein Kopfball von Kim Kulig, doch der Ball kam zu unplatziert. Nach 68 Spielminuten ein Aufreger: Maike Trach ließ einen Dropkick-Schuss auf das Hamburger Gehäuse los, der aber nur an die Querlatte krachte. Wenn man unten steht, gehen solche Bälle eben nicht rein ... ![]() Saarbrückens Ann-Katrin Schinkel (vorn, gegen Maja Schubert) hatte ihre Abwehrseite im Griff Hatte der HSV hier kein Pech, so kam fünf Minuten vor dem Ende auch noch Glück dazu. Ein langer Freistoß von Carolin Simon führte zu großer Verwirrung im Strafraum des FCS, wo sich die Gäste vergebens mühten, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen. Irgendwie kam die eingewechselte Imke Wübbenhorst an das Leder und mogelte es ins Eck. ![]() Hochkonzentriert verfolgt Hamburgs Kapitänin Janina Haye einen Angriffsversuch der starken Cynthia Uwak Ein herber Schlag für die Gäste und die kleine Schar ihrer treuen Fans, die vor Tau und Tag aufgebrochen waren, um ihrer Mannschaft beizustehen. Saarbrücken versuchte noch einmal alles, doch wirklich Zwingendes sprang nicht mehr heraus. |
Der HSV kann nach einer starken Serie nun unbelastet versuchen, sein ursprüngliches Saisonziel Platz 6 noch zu erreichen. Die Saarländerinnen, mit dem Rücken zur Wand stehend, haben schwierige und spannende Wochen vor sich. ![]() In den letzten Minuten warf Saarbrücken alles nach vorn, doch HSV-Keeperin Bianca Weech blieb Herrin der Lage
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