1. Bundesliga, 13. SpieltagPotsdam weiter auf MeisterschaftskursSC Freiburg - 1. FFC Turbine Potsdam 0:4 (0:2) | ||
Text und Bilder von Roland Baumann 23.02.2010 Im ersten Nachholspiel des 13. Spieltages holten sich die 'Torbienen' aus Potsdam erwartungsgemäß die drei Punkte aus dem Freiburger Möslestadion. Die Tore für die Gäste aus Brandenburg erzielten jeweils zweimal Jennifer Zietz und Nadine Keßler. Nachdem der 13. Spieltag am letzten Wochenende komplett ausgefallen war und auch am aktuellen Spieltag wieder zahlreiche Spiele den Witterungsbedingungen zum Opfer fielen, konnte kurzfristig die Begegnung zwischen dem SC Freiburg und Turbine Potsdam angesetzt werden. ![]() Die beste Chance für Freiburg hatte Susi Hartel in der 14. Minute mit diesem Flugkopfball. Desirée Schumann im Tor wäre ohne Abwehrmöglichkeit gewesen Die Anfangsphase war auch ganz nach dem Geschmack des Freiburger Anhangs. Nach drei Minuten setzte sich Martina Moser durch, brachte aber zu wenig Druck hinter den Ball, sodass Desirée Schumann wenig Mühe hatte. Sechs Minuten später wurde Fatmire Bajramaj geschickt, die aber an Freiburgs Keeperin Marisa Brunner scheiterte. Richtug turbulent ging es in der 14. Minute nach einem Freistoss für Freiburg zu. Susi Hartel warf sich in die Flugbahn des Balls, traf jedoch nur den linken Pfosten. Der Abpraller verirrte sich im Strafraum und traf erneut die Latte, ehe Schumann zur Ecke klären konnte. Danach brachten die Gäste das Spiel besser unter Kontrolle. Nachdem Brunner in der 21. Minute noch gegen Nadine Keßler parieren konnte, brachte die SC-Abwehr vier Minuten später durch Unkonzentriertheiten den Ball nicht weg. Ein überlegtes Zuspiel verwertete Jennifer Zietz mit einem sehenwerten 25-Meterhammer in den linken Winkel. Marisa Brunner im Tor war machtlos. ![]() Der klasse Reflex von Marisa Brunner gegen Jessica Wich kurz vor der Pause verhinderte hier einen größeren Rückstand. Verena Faißt (14) konnte den Schuss nicht blocken. Herrlich war auch der zweite Treffer für Potsdam herausgespielt. Viola Odebrecht hatte sich auf der linken Seite bis fast vor die Torauslinie durchgearbeitet. Ihre Flanke vors Tor drückte die mitgelaufene Nadine Keßler mit einem schulbuchmäßigen Kopfball über die Linie. Wenig später rettete Brunner mit einer Glanztat bei einer sehr ähnlichen Situation gegen die einschußbereite Jessica Wich. Es blieb somit zur Halbzeit bei der 2:0 Führung der Gäste. |
Mit Kombinationen wie dieser zwischen Lira Bajramaj und Jessica Wich setzte Potsdam Freiburgs Abwehr, hier mit Kerstin Boschert und Stefanie Wendlinger, unter Druck | |
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Paraden von Marisa Brunner, wie diese gegen Babett Peter und Josephine Henning, begeisterten auch Gästetrainer Bernd Schröder Gleich nach dem Wiederanpfiff wurde der SC Freiburg kalt erwischt. Bei einem Abwehrversuch verfehlte die eben erst eingewechselte Julia Zirnstein den Ball. Nadine Keßler war zur Stelle und staubte zum 3:0 ab. Während Potsdam weiter mit schönen Kombinationsfußball aufwartete, wirkten die wenigen Aktionen auf Freiburger Seite wenig druckvoll, um noch an Ergebniskorrektur zu glauben. Fast wie im Training fiel denn auch das 4:0. Jennifer Zietz kam nach erneuten Unachtsamkeiten der Heimabwehr an den Ball und konnte die allein gelassene Marisa Brunner zum zweiten Male überwinden. Hätte Brunner nicht einen so guten Tag gehabt, wäre das Ergebnis sicherlich noch höher ausgefallen. Kurz vor dem dem 4:0 rettete sie zweimal gegen Anja Mittag. Eine weitere Glanztat vollbrachte sie in der Schlußphase, als sie gegen die frei vor ihr stehende Japanerin Yuki Nagasato zur Ecke klären konnte. ![]() Textilzerreissprobe: Der Faden, den Valeria Kleiner hier erwischt hatte, dürfte dem Tatendrang der zweifachen Torschützin Nadine Keßler nicht stand gehalten haben. |
Für Bernd Schröder war es angesichts der bevorstehenden Pokal- und Champions Leaguespiele sehr wichtig, dass das Spiel stattgefunden hatte. Mit dem Ergebnis, so Bernd Schröder, können beide Teams leben. Seine Mannschaft hätte den Beginn der ersten Halbzeit verschlafen. Erst nach der Führung bekam sie das Spiel besser in Griff. Besonderen Lob zollte er Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner, die mit einigen Weltklasseleistungen einen höheren Rückstand verhindert hätte. Edgar Beck sah einen guten Start seines Teams, das auch in Führung gehen konnte. Doch gegen einen so hochkarätigen Gegner könne man das Spiel nur gewinnen, wenn man sehr wenig Fehler macht. Der verletzungsbedingte Ausfall von Kerstin Boschert und später Verena Faißt, sowie das frühe 0:3 nach der Pause, was wohl der entscheidenede Nackenschlag war, machten es ganz schwer, noch etwas zu machen. Trotzdem habe die Mannschaft noch alles versucht, größeren Schaden zu vermeiden. ![]() Freiburgs Neuzugang Mele French (rechts), hier im Zweikampf mit Viola Odebrecht, hatte sich sicherlich einen glücklicheren Einstand gewünscht. Aber kurz nach ihrer Einwechslung fiel bereits das 0:3, das Spiel war gelaufen
SC Freiburg:
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