1. Bundesliga, 1. SpieltagJena mit Auftakt nach MaßSC Freiburg - FF USV Jena 0:1 (0:1) | ||
Text und Bilder von Roland Baumann 22.09.2009 Mit einem abgeklärtem Auftritt sicherte sich der FF USV Jena beim SC Freiburg im Auftaktspiel der neuen Saison mit dem 0:1 Sieg die ersten Punkte. Die 1224 Zuschauer sahen einen SC Freiburg, der sich zwar um Ergebniskorrektur bemühte, dem aber der nötige Biss fehlte, um die solide mitspielenden Gästeelf ernsthaft unter Druck zu setzen. ![]() Hier pariert Jana Burmeister einen Schussversuch von Tatjana Hummel, den Kathleen Radtke (rechts) und Ivonne Hartmann nicht verhindern konnten Der Sportclub Freiburg trat ohne die verletzte Susi Hartel und seine schweizer Legionärinnen Marissa Brunner, Martina Moser und Neuzugang Danique Stein an, die zeitgleich mit ihrer Nationalmannschaft Spiele in der WM-Qualifikation austrugen. Ohne langes Taktieren begann ein offenes, umkämpftes Spiel, das den Abwehrreihen auf beiden Seiten einiges abverlangte. In der neunten Minute kam Tatjana Hummel nach einem Abwehrfehler der Gästeelf zu einer guten Schussmöglichkeit, die jedoch zur Ecke geklärt werden konnte. Es folgte eine Eckballserie, die Myriam Krüger mit einem Nachschuss knapp über das Tor abschloss. Kurz drauf brachte ein Rückpassfehler Freiburgs Keeperin Laura Benkarth in arge Bedrängnis, doch spielte die 17-jährige Newcomerin gut mit und behauptete sich gegen zwei Jenenserinnen. Nach einer weiteren Eckenserie für Freiburg, eingeleitete durch eine gute Aktion von Neuzugang Annika Eberhardt aus der 18. Minute, musste sich erneut Benkarth gegen die quirrlige und stets auf Konter lauernde Genoveva Anonma auf der Linie behaupten. In der 27. Minute schien der erste Treffer zu fallen. Sylvia Arnold hatte sich geschickt durch Freiburgs Abwehr gearbeitet und auch Benkarth aussteigen lassen. Erst im allerletzten Moment konnte Valeria Kleiner der Gästestürmerin den Ball vom Fuß spitzeln. Nur fünf Minuten später gelang Anonma ein sehenswerter Kopfball, aber Freiburgs Keeperin zeigte sich glänzend und fischte sich den Ball. Pech hatte allerdings Benkarth zwei Minuten später. Nach einem Eckball für Jena brachte Ivonne Hartmann aus halblinker Position eine Sylvia Arnold im Laufduell gegen Isabella Schmid, im Hintergrund geht Adjoa Bayor mit Hereingabe, die lang und länger wurde und letztlich genau in den langen Torwinkel zum 0:1 passte. Freiburg bemühte sich, im Spiel zu bleiben, doch Jenas Konter blieben stets gefährlich. Kurz nach dem Führungstreffer verfehlte Anonma nur knapp das Freiburger Tor, wie auch Freiburgs Kapitän Kerstin Boschert mit einem Nachschuss im Gegenzug, der von Krüger klug eingeleitet wurde. Mit dieser knappen Führung für Jena ging es in die Pause. |
Mit dieser Hereingabe überwand Ivonne Hartmann (nicht im Bild) Freiburgs Torhüterin Laura Benkarth und erzielte das Tor des Tages gegen die Keeperin, die von ihren Mitspielerinnen aber gegen Jenas Nr.6, Susann Utes, sträflich allein gelassen wurde. | |
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Genoveva Anonma war stets ein Unruheherd in Jenas Offensive. Hier bemüht sich Selina Nowak um den 'schwarzen Wirbelwind' Die zweite Spielhälfte fügte sich nahlos an Halbzeit eins an. Gegen Jenas kompakte Abwehr fand Freiburgs Offensive einfach keine Mittel. Torgefährlich wurde es zumeist auf der Gegenseite, wenn Anonma mit ihren schnellen Kontern Freiburgs Defensive forderte, wie in der 53. Minute, als sie einen Vorstoss mit einem Pfostenschuss abschloss, oder in der 65. Minute, in der sie in Benkarth ihre Meisterin fand. Ein weiterer Aluminiumtreffer gelang Adjoa Bayor wenig später nach einer Vorlage von Anonma. Erst in der letzten Viertelstunde kam Freiburg wieder besser ins Spiel, wenn es aber Jena auch mustergültig verstand, der Vorsprung sicher zu verwalten. Viel mehr als ein harmloser Schuss von Boschert nach einem von Juliane Maier getretenen Eckball gegen eine sichere Gästeabwehrwand aus der 84. Minute sprang aber nicht mehr heraus. Glück hatte Freiburg noch in der Schlussminute, als ein harter Einsatz gegen Anonma im Strafraum wegen vermeintlichem Vorteil nicht von Schiedrichterin Christina Jaworek gepfiffen wurde. Jena unterstrich mit diesem fünften Sieg in Folge eine Stabilisierung der Mannschaftsleistung. Freiburg dagegen wird sich gehörig steigern müssen, um aus dem Abstiegskampf zu kommen, zumal man mit Potsdam und Frankfurt schwere Gegner vor sich hat. ![]() Die letzte Chance für Freiburg aus der 84. Minute, doch gegen Jenas Abwehrmauer fand Kerstin Boschert kein Durchkommen |
Kerstin Boschert meinte, dass ihr Team sein Spiel nicht durchbringen konnte. Man sei nicht in die Zweikämpfe gekommen und habe sich kaum Chancen erarbeitet. Jetzt müssten die Fehler aufgearbeitet werden. ![]() Jenas Trainerin konnte mit der Leistung ihrer Elf zufrieden sein Jenas Trainerin Heidi Vater war sehr zufrieden. Ihre Mannschaft habe alles gegeben und sei am Schluss total am Ende gewesen. Sie zeige sich aber, wie schon in der Rückrunde der letzten Saison, gefestigt. Einfache Fehler wurden vermieden, hinten wurde nicht viel zugelassen und nach vorn wurden die Situationen konsequent ausgespielt. Sehr glücklich sei sie über das Einschlagen der Neuzugänge. Die kommende Saison wird ihrer Meinung sehr spannend werden, da die Teams viel enger zusammen rücken werden. Auch für Günter Rommel war der Sieg der Gästeelf verdient. "Wir sind heute nie wirklich ins Spiel gekommen, Jena stand sehr gut und wir haben zu viele Fehler gemacht. Die Niederlage auf das Fehlen einiger Spielerinnen zurückzuführen wäre eine zu billige Ausrede. Wir waren bemüht, haben aber zu viele falsche Entscheidungen getroffen und unseren Gegnerinnen zu viel Raum gelassen." SC Freiburg:
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