1. Bundesliga, 21. SpieltagDrei Tore in fünf MinutenFCR 2001 Duisburg – SC Freiburg 5:0 (3:0) | ||
Text von Sandra Kunschke 03.05.2010 Im letzten Heimspiel der Saison verabschiedete sich der FCR 2001 Duisburg bei seinen Fans mit einem verdienten Sieg gegen den abstiegsgefährdeten SC Freiburg. Wieder einmal reichten wenige Minuten aus, um die Breisgauerinnen schachmatt zu setzen. Die Gäste aus Freiburg mussten gleich auf vier Stammspielerinnen verzichten. Stéphanie Wendlinger war gelb gesperrt, Susanne Hartel, Isabella Schmid und Kelly Parker fielen verletzungsbedingt aus. Bei Duisburg musste Linda Bresonik pausieren, die Probleme mit der Achillessehne hatte. Zudem erhielt Christina Bellinghoven verdientermaßen wieder eine Chance zwischen den Pfosten zu stehen. Doch zuerst einmal gab es drei offizielle Abgänge zu verabschieden. Neben dem Geschäftsführer Rainer Kirberg werden auch der Pressesprecher Rainer Zimmermann und die Spielbetriebsleiterin Gerda Recksing in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. ![]() Abschied von teils langjährigen Weggefährten: FCR-Vorsitzender Guido Lutz bedankte sich bei Rainer Kirberg (linkes Bild), Rainer Zimmermann (mittleres Bild) und Gerda Recksing (rechtes Bild) Die Partie begann bei strömendem Regen und Duisburg versuchte direkt nach vorn zu agieren, fand aber kaum ein Mittel, um an den sehr kompakt stehenden Breisgauerinnen vorbei zu kommen. Die erste nennenswerte Torchance der Duisburgerinnen gab es erst in der 16. Minute. Simone Laudehr setzte sich auf der rechten Seite gegen Verena Faißt durch, flankte auf Turid Knaak, die den Ball volley nahm, aber letztendlich verzog. Zwei Minuten später ein Einwurf von Alexandra Popp auf Turid Knaak. Diese verlängerte auf Annemieke Kiesel, die aber den Ball ganz knapp übers Tor zimmerte. ![]() So wie in dieser Szene hatte Freiburg am heutigen Tage nicht viel zu melden, das Kopfballduell gegen Martina Moser ging eindeutig auf das Gewinnkonto von Marina Hegering Nach gut zwanzig Minuten ließ auch der strömende Regen nach und die Sonne lugte ab und zu durch. Freiburg stand weiter gut und ließ kaum Torchancen zu. In der 29. Minute setzte Inka Grings die japanische Nationalspielerin Kozue Ando in Szene. Doch ihren Pass in die Tiefe konnte Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner im letzten Moment noch vor Ando abfangen, die einen Schritt zu spät kam. ![]() Abwehrspielerinn Verena Faißt hatte ihre liebe Mühe mit der japanischen Nationalspielerin Kozue Ando In der 35. Minute dann eine Chance für die Freiburgerinnen! Nach einem Pass von Kerstin Boschert auf Freiburgs einzige Sturmspitze Mele French zieht diese von rechts in die Mitte. Ihr Schuss von der Strafraumgrenze geht allerdings links am Tor vorbei und stellt keine |
Freiburg am Boden, Duisburg oben - Sinnbild für die derzeitige Situation. Turid Knaak, die sich hier durchsetzt, freute sich sehr über ihr Tor zum 1:0 | |
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wirkliche Gefahr für die Löwinnen dar. Im nächsten Angriff der Duisburgerinnen fiel dann das erlösende 1:0. Ando legte den Ball gekonnt auf Turid Knaak, die souverän einnetzte. Nur zwei Minuten später klaute Grings Mele French den Ball vom Fuß und schloss einen Alleingang übers halbe Feld zum 2:0 ab. Wiederum zwei Minuten später war es Alexandra Popp die sich nach einem Freistoß von Annemieke Kiesel in ihrer unverkennbaren Art hoch schraubte und per Kopf auf 3:0 erhöhte. In dieser Situation hatte Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner keine Chance. Kurz vor der Halbzeit hätten die Duisburgerinnen gar das 4:0 machen können, aber Ando und Laudehr scheiterten beide. ![]() In ihrer unnachahmlichen Art schraubt Alexandra Popp sich in die Höhe, Julia Zirnstein kann nur noch die Augen zusammen kneifen Nach einer doch recht kurzen Halbzeitpause passierte erst einmal wenig. Erst in der 67. Minute ein erster Warnschuss von Duisburgs Japanerin aus gut 30 Metern, den Brunner allerdings problemlos halten konnte. Nach einer Grings Ecke in der 69 Minute setzt sich die eingewechselte Marina Himmighofen rechts im Strafraum durch. Ihr gefühlvoller Pass kam genau richtig auf Annike Krahn, die zum 4:0 einschieben konnte. Wiederum zwei Minuten später wird Duisburgs Spielführerin Inka Grings von Michelle Wenino im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelt Grings souverän und markierte damit ihren 28. Saisontreffer! ![]() Duisburgs Abwehrchefin und Natioanlspielerin Annike Krahn krönte heute ihre Leistung, bei wiedrigen Wetterbedingungen, mit einem Tor Freiburgs Trainer Edgar Beck ärgerte sich nach dem Spiel über diesen unnötigen Elfmeter, da Inka Grings bereits schon wieder aus dem 16er herauslaufen wollte. In der Schlussphase kam Freiburg noch zu einer Chance, als Mona Lohmann auf Mele French passte. Doch ihr Schuss verpasste das Tor knapp. Die allerletzte Möglichkeit aber hatte in der 90. Minute Inka Grings, die nach einem präzisen Popp Freistoß genau in die Arme von Keeperin Marisa Brunner zielte. |
Nach dem Spiel ließ Inka Grings es sich nicht nehmen den Fans im Namen der gesamten Mannschaft für die tolle Unterstützung zu danken und hofft nun darauf, dass viele Fans mit nach Köln zum Pokalendspiel kommen, um die Mannschaft zu unterstützen. Für den SC Freiburg kommt es nun am nächsten Wochenende zu einem Endspiel um den Klassenerhalt gegen SG Essen Schönebeck. Ede Beck haderte etwas mit den vielen Gegentreffern im heutigen Spiel, die die Tordifferenz im Vergleich zu Essen deutlich verschlechterten. „So müssen wir halt 4:0 gegen Essen gewinnen” zeigte sich Beck dann aber wieder optimistisch. ![]() Marisa Brunner im Tor der Breisgauerinnen war nach dem fünften Gegentor sichtlich bedient Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg schaute schon voraus auf das Spiel in München, das sie unbedingt gewinnen will. Aber auch auf das Pokalfinale in Köln. In München möchte sie der einen oder anderen Spielerin noch mal eine Chance geben sich zu zeigen, da in Köln alle gerne auflaufen wollen. Der Countdown läuft und zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits 15.000 Karten fürs Finale verkauft. ![]() Kapitänin Inka Grings bedankte sich nach dem Spiel im Namen der Mannschaft bei den treuen Fans
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