1. Bundesliga, 10. SpieltagFCR bleibt im Titelrennen dranSC Freiburg - FCR 2001 Duisburg 0:3 (0:1) | ||
Text von Roland Baumann 02.12.2009 Auch ohne Inka Grings und Alexandra Popp gewinnt der FCR 2001 Duisburg beim SC Freiburg. In der sehr mäßigen Partie gelang den Gästen mit den Toren durch Femke Maes und zweimal Simone Laudehr zwar ein verdienter Sieg, überzeugend war die Leistung gegen den stark angeschlagenen Gastgeber SC Freiburg nun aber wahrlich nicht. ![]() Trotz ihrer Verletztungsmisere wirkte Alexandra Popp vor dem Spiel frohen Mutes Schon sehr früh, in der vierten Minute, war eine gute Duisburger Aktion zu verzeichnen. Nach einem Freistoß von Linda Bresonik schraubte sich Simone Laudehr in Strafraum hoch und zwang Marisa Brunner im Freiburger Gehäuse zu einer artistischen Flugeinlage, um den frühen Rückstand zu verhindern. Danach herrschte aber bald Tristesse im Stadion. Zwar hatte Duisburg weiterhin klar mehr vom Spiel, es fehlte aber eine klare Linie und die erforderliche Präzision mit der Folge, dass Pässe in die Spitze ausnahmslos von Freiburgs Abwehr abgefangen werden konnten. Auf der Gegenseite passierte fast gar nichts. Die vereinzelten Gegenstöße fanden keine Anspielstationen und blieben daher ohne Wirkung. Lange Zeit neutralisierten sich beide Teams, bis in der 23. Minute Femke Maes perfekt im Strafraum angespielt wurde, weder ihrer Gegenspielerin Verena Faißt noch Marisa Brunner eine Chance ließ und zum 0:1 einnetzte. Duisburg spielte weiter gefälligen Fußball, ohne aber Zug zum Tor zu entwickeln. Symptomatisch die 29. Minute, als Duisburgs Offensive drei Hackentricks im Freiburger Strafraum zelebrierte, bis dann endlich ein Freiburger Abwehrbein dazwischen ging und den Zauber beendete. Kurz vor der Pause dann die erste echte Freiburger Torchance, als Martina Moser einen Eckball dicht vors Gästetor brachte, dort aber sowohl Kerstin Boschert, wie auch Susi Hartel und Danique Stein den Ball verfehlten, ehe dieser knapp am langen Pfosten das Tor verfehlte. ![]() In dieser Szene aus der 23. Minute gelingt Femke Maes gegen Verena Faißt der Treffer zum 0:1 Die zweite Halbzeit begann schon wesentlich effektiver. Bereits in der 48. Minute musste Brunner vor der einschussbereiten Hasret Kayikci klären. |
Nach einem Freistoß aus der 52. Minute gelingt Simone Laudehr der Treffer zum 0:2. Freiburgs Abwehr sah hier nicht sehr glücklich aus. | |
Freiburgs einzige echte Chance vor der Halbzeitpause nach einer Ecke, doch weder Kerstin Boschert (2), noch Susi Hartel kommen an den Ball Vier Minuten später machte es Laudehr besser, als sie bei einen Freistoß sich gegen Boschert durchsetzte und den Ball auch an Brunner vorbei ins Freiburger Tor bugsierte. Unglücklich und völlig vermeidbar folgte das dritte Tor der Gäste in der 64. Minute. Nach einem Einwurf im Mittelfeld köpfte Myriam Krüger den Ball Richtung eigene Hälfte. Danique Stein als nächste Spielerin entschied sich, den Ball passieren zu lassen, so dass er letztlich ins Toraus trudelte. Den fälligen Eckstoß versenkte erneut Laudehr nach gewonnenen Kopfballduell gegen Juliane Maier im Gehäuse des SC Freiburg zum 0:3 Endstand. Die letzte große Torchance gehörte noch Luisa Wensing etwa zehn Minuten vor Schluss, die nach einem Freistoß per Kopf das Tor nur knapp verfehlte. Ansonsten herrschte Flaute. Es gab kaum noch einen Spielzug, der vernünftig zu Ende gespielt wurde oder nicht durch einen Fehlpass ein abruptes Ende fand. Nach 90 Minuten hatte Duisburg sein Pflichtpensum erfüllt und bleibt mit den drei Punkten dem Mitkonkurrenten Potsdam um die Meisterschaft ganz dicht auf den Fersen. Für Freiburg bleibt die Erkenntnis, dass es gegen die großen Namen in dieser Saison nichts zu holen gibt. Die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt müssen gegen die anderen Abstiegskandidaten eingefahren werden. Anderenfalls bleibt der Gang in die zweite Liga unvermeidlich. ![]() Hier umspielt Simone Laudehr Freiburgs Keeperin Marisa Brunner, doch brachte sie den Ball hier nicht im Tor unter. Mit ihren Kopfbällen zum 0:2 und 0:3 war sie erfolgreicher. Martina Voss-Tecklenburg kommentierte das Spiel so: &bduo;Ich bin zufrieden mit dem Spiel, wir können zwar noch besser spielen, aber momentan ist es für uns wichtig zu punkten und uns auf einzelnen Positionen Selbstbewusstsein zu holen. Ich denke, das ist uns heute gelungen. Noch ist unsere Mannschaft zu sehr auf Inka Grings fokusiert." |
Für Freiburgs Interimstrainer Ede Beck, der zur Nominierung zum Bundesligatrainer ähnlich wie die Jungfrau zum Kinde kam, ging der Sieg des FCR völlig in Ordnung. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten sei man gut in der Defensive gestanden. „Aber wenn man im Zentrum so offen steht und Kopfballsituationen zulässt, fallen die Gegentore zwangsläufig.” Mit dem Willen und der Leidenschaft seines Teams war Beck zufrieden. „Viele Situationen waren im Ansatz ganz gut, wenn auch der Abschluss zu schwach war. Essen und Jena sind neue Spiele, auf die es sich zu konzentrieren gilt.” Zur eigenen Situation ließ Beck verlauten, dass er auf Dauer so zu arbeiten, wie im Moment, sich nicht vorstellen könne. Sein Beruf lasse ihm da wenig Spielraum. Vorgesehen ist, dass er bis zur Winterpause für die Bundesligamannschaft die Verantwortung übernimmt. ![]() Freiburgs Interminstrainer Ede Beck hat ein schweres Amt übernommen. Immerhin konnte er schon in Hamburg die ersten Punkte einfahren.
SC Freiburg:
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