1. Bundesliga, 2. SpieltagVerpatzte HeimspielpremiereSG Essen-Schönebeck – Hamburger SV 2:3 (2:1) | ||
Text und Bilder von Karin Reuter 30.09.2009 Das ging gründlich daneben! Mit 2:3 verlor die SG Essen-Schönebeck, durch individuelle Fehler, unglücklich ihre Bundesliga-Heimpremiere im Stadion „Am Hallo” gegen den Hamburger SV. Obwohl Essen bereits mit 2:0 führte, drehte die Elf von HSV-Trainer Achim Feifel das Spiel noch um und siegte 2:3. Das Spiel gegen den Hamburger SV begann mit rund 25 minütiger Verspätung. Was war geschehen? Schiedsrichterin Katrin Rafalski bemängelte die Farbe der HSV-Stutzen bei den Kickerinnen. Beide Mannschaften trugen dunkle Stutzen, was zu Irritationen während des Spieles hätte führen können. Da der Gastverein aber keine Austauschstutzen im Gepäck hatte musste man bei Essen improvisieren und andere Stutzen organisieren. Danach konnte endlich das Spiel angepfiffen werden! Unsere Fotomontage zeigt die Stutzen, die beide Teams ursprünglich tragen wollten. Bei so ähnlichen Farben ist es für die Schiedsrichterinnen sehr schwer, in schwierigen Situationen genau zu erkennen, welches Bein, das gerade zum Beispiel den Ball ins Aus gespielt hat, zu welcher Mannschaft gehört. Nach den Regeln des DFB müssen deswegen nicht nur die Trikots der Mannschaften unterschiedlich sein, sondern auch die Stutzen. Es war also richtig von Katrin Rafalski, auf einem Austausch der Stutzen zu bestehen! Die durch einige verletzte Stammspielerinnen geschwächten Essenerinnen begannen recht munter und kampfbetont. Bereits nach elf Minuten führte die SGS durch einen schönen Kopfballheber von Kyra Malinowski. Essen setzte nach und der nächste Torerfolg lies nicht lange auf sich warten. Nach einer schönen Kombination mit Malinowski stand Melanie Hoffmann frei vor dem Hamburger Tor und konnte den Ball zum 2:0 einnetzen. Nun hätte man den Sack zumachen können, aber die Chancen wie z.B. durch Stephanie Goddard wurden nicht genutzt. War es das schon? Mitnichten! ![]() Marlene Kowalik, Nadine Kraus und Vanessa Martini versuchen die Schweizer Nationalspielerin Ana Maria Crnogorcevic aufzuhalten, später schoss diese jedoch den Anschlusstreffer Durch einen wirklich dummen Ballverlust der Essenerinnen im Vorwärtsdrang erzielte die Schweizer A-Nationalspielerin Ana Maria Crnogorcevic, nach Vorarbeit von Kim Kulig, den Anschlusstreffer und gleichzeitig ihr erstes Bundesligator zum 1:2. HSV Trainer Achim Feifel wechselte in der 29. Minute die verletzte Kapitänin Janina Haye aus und brachte die erst 16jährige Jugendnationalspielern Nina Brüggemann, die dem Hamburger Spiel neuen Schwung geben sollte. Zum Ende der ersten Halbzeit konnte sich die SGS mit einigen gelungenen Offensivaktionen in Szene setzen. |
Schiedsrichterin Katrin Rafalski, die hier die ballführende Steffi Weichelt im Blick hat, traf meist die richtige Entscheidung, nicht nur in der „Stutzenfrage”. Weichelt konnte heute nur selten Akzente setzen wie gewohnt, blieb farblos | |
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Nach der Pause bot sich ein komplett anderes Bild. Die Hamburgerinnen setzten Essen ordentlich unter Druck und drängten auf den Ausgleich. In der 76. Minute war es soweit und wieder ein individueller Fehler der Essenerinnen führte zum Ausgleichstreffer. Torfrau Lisa Weiß patzte, indem sie eine harmlos wirkende Flanke von Denise Lehmann falsch einschätzte und sich diesen Ball selber ins Netz lenkte. Das war der Auftakt zu ganz bitteren Minuten, die nun folgen sollten. Kurz nach dem Ausgleich sah die Essenerin Daniela Löwenberg, nach einem wirklich unnötigen Foul, die gelb-rote Karte. In Überzahl spielend war es für den HSV nun wesentlich einfacher die gewonnenen Freiräume zu nutzen. So erzielte Lena Petermann, auf Zuspiel von Nina Brüggemann, in der 84. Minute den Siegtreffer zum 2:3. ![]() Die beiden frisch gekürten Europameisterinnen Kim Kulig (Hamburg, links) und Lisa Weiß (Essen) nahmen sich Zeit für ein kurzes Schwätzchen. (Im Hintergrund Sarah Freutel) |
Fazit: Beruhigt können die HSV-Spielerinnen nach dem Führungstreffer gen Mittelpunkt traben; denn das Spiel hat sich zu ihren Gunsten gewendet
SG Essen-Schönebeck:
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