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1. Bundesliga, Nachholspiel vom 13. Spieltag

Eine gelungene Standardsituation bringt 3 Punkte

FC Bayern München – FF USV Jena 1:0 (0:0)

Text und Bilder von Sascha Pfeiler

18.03.2010   Im Nachholspiel des 13. Spieltages hat sich der FC Bayern München mit einem Arbeitssieg einen knappen 1:0 Heimerfolg gesichert. Über 90 Minuten standen sich 2 absolut gleichwertige Teams gegenüber und erst 8 Minuten vor dem Ende traf Bayerns Innenverteidigerin Corinna Paukner per Kopf nach einem Eckball von Isabell Bachor zum goldenen Tor.

Es war kalt in Aschheim, sehr kalt. Unter Flutlicht wurde das am 21. Februar aufgrund des winterlichen Wetters abgesagten Spiels des FC Bayern München gegen die Kickerinnen des FF USV Jena dreieinhalb Wochen später nachgeholt. Vor dem Spiel zeigte Bayerntrainer Günther Wörle großen Respekt vor den mittlerweile in der Bundesliga etablierten Jenaern. Er hob die tolle Leistung im laufenden DFB-Pokal-Wettbewerb hervor, in dem der USV das Halbfinale erreicht hat. Seine Abwehrreihe warnte Wörle vor allem vor der starken Thüringer Torjägerin Genoveva Anomna, die mit bisher 11 Saisontoren Platz 4 in der Torschützenliste der 1. Bundesliga einnimmt.

Marlyse Bernadette Ngo Ndoumbouk

Gab ihr Debüt in der Startelf des FF USV Jena: Marlyse Bernadette Ngo Ndoumbouk (hinten); hier im gemeinschaftlichen Einsatz mit Sabrina Schmutzler

Heidi Vater, Jenas Cheftrainerin, überraschte in ihrer Startaufstellung mit einer Umstellung und brachte die hoch gewachsene Mittelfeldspielerin Marlyse Bernadette Ngo Ndoumbouk auf der zentralen Position zum ersten Mal von Beginn an.

Der USV stand in der ersten Halbzeit sehr kompakt und unterband damit Bayerns Offensivbemühungen sehr effektiv. Ein schnelles und druckvolles Spiel nach vorne fand auf beiden Seiten im ersten Spielabschnitt so gut wie nicht statt. Nur sehr wenige Spielzüge endeten in den beiden Strafräumen.

Kathleen Radtke

Hinten sicher! Kathleen Radtke (re.) klärt vor Isabell Bachor

Zu Beginn liefen sich die beiden Bayernspitzen Isabell Bachor und Stefanie Mirlach fast wund, wurden auch immer mal wieder aus dem Mittelfeld von Spielmacherin Julia Simic und Melanie Behringer bedient, kamen aber nicht zu gefährlichen Torchancen. In der 33. Minute scheiterte auf der anderen Seite Jenas Genoveva Anomna an der reaktionsschnellen Bayerntorfrau Kathrin Längert, nachdem sie alleine auf das Tor zustürmte. Die erste Halbzeit ist damit bereits erzählt.

Torlos also zur Pause, die 160 frierenden Zuschauer sehnten sich dem warmen Halbzeitgetränk entgegen, denn zum Erwärmen lud das Spielgeschehen bisher nicht ein.

Münchens Stadionsprecher Bernhard Kux sprach die Endergebnisse der


Stefanie Mirlach

Vergebliche Angriffsbemühungen der Bayern in der 1. Halbzeit; hier Stefanie Mirlach (re.) mit Nina Aigner

Auswärtsspiele des Tabellenzweiten FCR 2001 Duisburg und des Tabellendritten 1. FFC Frankfurt ins Mikrofon und so war nun auch dem optimistischsten bayerischen Zuschauer klar, nach oben geht für den FC Bayern München in dieser Saison nichts mehr. Denn auch Tabellenführer Turbine Potsdam hatte seine Begegnung des 13. Spieltages bereits am 20. Februar beim SC Freiburg mit 4:0 für sich entschieden.

Susann Utes gegen Katharina Würmseer

Susann Utes (li) spielte heute auf der rechten Außenbahn. Hier klärt sie vor Katharina Würmseer

In der 2. Hälfte wurde der Druck der Gastgeber etwas höher. Die großen Torchancen blieben aber wie im ersten Durchgang aus. Erst mit den Einwechslungen von Vanessa Bürki (65.) und Nicole Banecki (73.) konnten sich die Bayern in der Jenaer Hälfte festsetzen, nachdem der USV in der 65. Minute seine größte Chance nicht nutzen konnte, als Sylvia Arnold den Ball an die Latte schoss.

Baneckis Einsatz war allerdings nicht von langer Dauer, sie musste bereits nach 12 Minuten den Platz verletzungsbedingt wieder verlassen. Für sie kam Katharina Würmseer. Heidi Vater wechselte im gesamten Spiel nicht aus.

Nicole Banecki gegen Anna Höfer

Nicole Baneckis Einsatz dauerte nur kurz. Bereits 12 Minuten nach ihrer Einwechslung musste sie verletzungsbedingt wieder ausgewechselt werden. Hier im Zweikampf mit Anna Höfer

Im Sportpark Aschheim fand man sich schon mit einem 0:0 ab, was dem Spiel auch durchaus gerecht geworden wäre. Bayerns Innenverteidigerin Corinna Paukner hatte aber wohl etwas dagegen und verwandelte per Kopf einen perfekt hereingebrachten Eckball von Isabell Bachor in der 82. Minute. Mit ihrem dritten Tor im 70. Bundesligaspiel wurde Paukner zur Matchwinnerin, denn Jena hatte trotz druckvoller Schlussphase nichts mehr dagegenzusetzen.

Nach dem Abpfiff freuten sich die Bayernfrauen über 3 Punkte und ein zu Null durch eine solide Abwehrleistung.


Das Trainergespann des USV Jena kann trotz knapper Niederlage zufrieden mit der guten Leistung seiner Elf sein, denn wie bereits im Hinspiel im September 2009 (1:2) hat man es dem Vizemeister der vergangenen Saison erneut schwer gemacht.

Corinna Paukner

Ausgerechnet Abwehrspielerin Corinna Paukner (Archivbild) erzielte das Tor des Tages!

Durch die Niederlage vom SC 07 Bad Neuenahr beim VfL Wolfsburg rückt der FC Bayern wieder auf Platz 4 der Bundesligatabelle vor, der USV Jena bleibt Siebter mit beruhigenden 11 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Anna Höfer, Sabrina Schmutzler und Stephanie Milde

Nach dem Spiel traurig über die Niederlage nach guter Leistung: (von links) Anna Höfer, Sabrina Schmutzler und Stephanie Milde

FC Bayern München:
Längert - de Pol, Rech, Wenninger, Paukner, Mirlach (65. Bürki), Simic, Behringer (73. N.Banecki, 85. Würmseer), Wörle, Aigner, Bachor

FF USV Jena:
Burmeister - J.Arnold, Radtke, Höfer, I.Hartmann, Milde, Utes, Ngo Ndoumbouk, Anomna, S.Arnold, Schmutzler

Tore:
1:0 Paukner (82.)

Gelbe Karten: Bürki, J.Arnold

Schiedsrichterin: Martina Storch-Schäfer (Petersberg)

Zuschauer: 160


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