Frauenfußball nationalFCR Duisburg 2001 gewinnt die 1. NRW – SommerligaBericht über das „Final-Four” in Leverkusen | ||
Text von Marion Kehren 07.09.2009 Am gestrigen Tage wurde in der neu geschaffenen NRW-Sommerliga in einem Final-Four-Turnier, in Leverkusen, der erste Sommerchampion 2009 ermittelt. Über mehrere Wochen hinweg bestritten neun Teams der 1. und 2. Frauenfußball-Bundesliga die Sommerliga. Dabei waren 8 Vereine aus Nordrhein- Westfalen und der rheinland- pfälzische Bundesligist SC 07 Bad Neuenahr, aufgeteilt in Gruppe Süd und Nord, am Start. Ein wahrlich guter Einfall, um die lange Wartezeit und die sich daraus ergebenden Probleme bis zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison 2009/10 zu überbrücken. Die zwei besten Teams aus den Gruppen Süd und Nord trafen nun in der Kurt-Riess-Sportanlage aufeinander. Vor knapp 200 Zuschauern bestritten die Zweitligisten 1. FC Köln und Herforder SV Borussia Friedenstal das erste Halbfinale. In einem hart umkämpften Spiel gingen die Kölnerinnen bereits nach drei Minuten durch Patricia Hanebeck in Führung. In der ersten Halbzeit schafften es die Herforder kaum, Akzente zu setzen und gerieten vermehrt unter Druck. Somit war es auch nicht verwunderlich, dass die Friedenstalerinnen bereits nach 25 Minuten mit 2:0, wiederum durch Hanebeck, in Rückstand gerieten. Danach stellte Trainerin Tanja Schulte ihre Mannschaft um. Diese kam nun vermehrt zu Torchancen. In der 50. Minute erzielte Kerstin Nolte mit einer sehenswerten Bogenlampe den 2:1 Anschlusstreffer. Bei diesem Ergebnis blieb es auch nach Ablauf der 2 x 30 min. Spielzeit. ![]() Halbfinale, 1. FC Köln - Herforder SV Borussia Friedenstal: Die Herforderin Christina Schulte kommt hier einen Schritt zu spät und Tugba Tekkal hat den Ball unter Kontrolle. Am Ende gewann Herford jedoch mit 2:0. Im zweiten Halbfinale trafen die beiden verbliebenen Bundesligisten FCR 2001 Duisburg und SC 07 Bad Neuenahr aufeinander. In dem sehr ausgeglichenen Spiel konnte keine der beiden Mannschaften sich gekonnt in Szene setzen. Den Duisburgerinnen steckten die schweren Trainingseinheiten noch sichtlich in den Knochen, aber Bad Neuenahr konnte diese Schwäche durch Lena Goeßling und Yunhee Cha nicht nutzen. Duisburg konnte lediglich durch einen sehenswerten Kopfball von Alexandra Popp auf sich aufmerksam machen. In der zweiten Halbzeit erhöhte Neuenahr den Druck, doch die beiden Duisburger Neuzugänge Marina Himmighofen und Lena Wermelt konnten Schlimmeres verhindern. So stand es nach der regulären Spielzeit 0:0 und das Elfmeterschiessen musste die Entscheidung herbeiführen. Dieses konnten die Löwinnen mit 4:3 für sich entscheiden. ![]() Weitere Szene aus Herford -Köln: Gute Reaktionen zeigte Herfords Torhüterin Sonja Speckmann bei diesem Angriff von Yvonne Zielinski |
Szene aus dem Halbfinale zwischen dem FCR Duisburg und dem SC 07 Bad Neuenahr: Ergebnisse im Einzelnen: | |
Das kleine Finale um Platz 3 konnten die Herforder gegen sichtlich müde wirkende Bad Neuenahrer (hatten lediglich 15 Minuten Pause und Zeit sich zu regenerieren) für sich entscheiden. Den Herfordern reichten zwei sehenswerte Angriffe um den Gegner mit 2:0, durch Marie Pollmann (7.) und Maxine Mittendorf (58.), zu bezwingen. Neuenahrs Claudia Götte hatte kurz vor der Halbzeit Pech, als ihr Heber an die Latte krachte. ![]() Leider falsch getroffen! Im zweiten Halbfinale traf Ana Cristina Oliveira Leite anstelle des Balles ihre Kollegin Lena Wermelt Im anschließenden Finale war eine leichte Überlegenheit der Kölnerinnen zu erkennen und Duisburgs Abwehr hatte alle Hände voll zu tun, um den Angriffen der Ex-Duisburgerinnen Patrizia Hanebeck und Charline Hartmann Herr zu werden. Aber auch Nicole Bender und Yvonne Zielinski schafften es nicht, für ihre Mannschaft die Tore zu erzielen. Die größte Chance für die Duisburger Führung hatte Ana Cristina Oliveira Leite auf dem Fuß, als diese frei vor dem gegnerischen Tor stand. Doch sie brachte das Kunststück fertig den Ball in den blauen Himmel zu kicken. Die zweite Halbzeit wurde wesentlich kampfbetonter geführt und es kam des Öfteren zu unnötigen Fouls. Als es nach der regulären Spielzeit wieder keinen Sieger gab musste auch hier das Elfmeterschiessen entscheiden. Hier zeigte sich in einem wahren Krimi Duisburgs Keeperin Christina Bellinghofen als Elfmeter-Killerin und hatte wesentlichen Anteil am 6:5 Sieg ihrer Mannschaft. ![]() Kampf Zentimeter und jeden Ball. Im Finale trafen die Kontrahenten Duisburg und Köln aufeinander. Hier versucht sich Julia Pfannschmidt gegen Ana Cristina Oliveira Leite durchzusetzen |
Fazit: ![]() Die bisherige Duisburger U-17 Spielerin Gülhiye Cengiz (hier mit der Nr. 19 beim Kopfball) machte ein hervorragendes Spiel und konnte gut mithalten Aufgefallen ist mir allerdings die unterschiedliche Handhabe der Sommerliga durch die einzelnen Vereine. Einige banden die jeweiligen Spiele z.B. in Mädchenturniere oder die Saisoneröffnung ein und konnten sich somit über mangelndes Interesse nicht beklagen. Da konnte es durchaus schon einmal passieren, dass mehr als 1.000 Zuschauer zu Gast waren. Andere Vereine wiederum trugen ihre Spiele vor einer Geisterkulisse von 50 und weniger Zuschauern aus. Vielleicht sollte manch ein Verein sich doch einmal ein paar Gedanken bzgl. Marketing, Informationsfluss und redaktioneller Arbeit machen.
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