Erste Bundesliga, 10. SpieltagFreiburgs Last-Minute-Sieg an der WaterkantHamburger SV - SC Freiburg 0:1 (0:0) | ||
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Text von Jens Wolter Freiburgs Jeanne Haag versucht sich hier gegen Imke Wübbenhorst und Patrizia Hanebeck durchzusetzen
Die Gäste konnten ihre optische Überlegenheit jedoch nicht in Tore verwandeln. Zu den gefährlichsten Freiburger Möglichkeiten zählten ein Konter in
der 27. Minute, den Kerstin Boschert aus etwa 16 Metern Entfernung rechts neben das Tor setzte, und zwei direkte Freistöße in der Viertelstunde
vor der Pause. Den ersten dieser Freistöße, in der 30. Minute von rechts aus 20 Metern durch Juliane Maier auf den langen Pfosten gezielt, konnte
Torhüterin Bianca Weech gerade noch zur Ecke lenken. Der zweite, in der 38. Minute aus gleicher Entfernung, diesmal aus zentraler Position und
von Martina Moser geschossen, prallte von der Mauer zur Ecke, die jedoch keine weitere Gefahr für das HSV-Tor brachte.
Der Sportclub hatte in der ersten Halbzeit seine größten Chancen, doch lies Bianca Weech, wie hier in dieser Szene, nichts anbrennen.
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Sekunden vor Spielende mogelte sich Susi Hartel (7) an Imke Wübbenhorst (15) vorbei und erzielte den glücklichen Siegtreffer für Freiburg.
Tugba Tekkal (rechts) und Torhüterin Bianca Weech waren machtlos
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Erst in der 42. Minute konnte der HSV wieder eine eigene Chance verzeichnen, aber ein etwas verunglückter Schuss von Aferdita Kameraj aus 14 Metern ging über den Freiburger Kasten hinweg. Das 0:0 zur Halbzeit war insgesamt ein in jeder Beziehung leistungsgerechter, wenn auch wenig befriedigender Zwischenstand. In der zweiten Halbzeit kam ein HSV-Team auf den Platz, das nicht nur auf zwei Positionen verändert war, sondern auch mit einer anderen Einstellung an das Spiel heranging. Das Ergebnis waren nun spielerisch und kämpferisch überlegene Gastgeberinnen, die immer wieder gefährlich vor dem Freiburger Tor auftauchten. Allerdings können nur wenige Chancen als hochkarätig bezeichnet werden und die Hamburger Angreiferinnen stellten sich hinsichtlich des Toreschießens auch nicht geschickter an, als die Freiburgerinnen in der ersten Spielhälfte. Mangelhaft blieben auf Hamburger Seite in jedem Fall die hohen Flanken in Richtung Gästetor. Diese wurden mehrheitlich zu dicht vors Tor geschlagen und wurden so eine sichere Beute von Torfrau Marisa Brunner. Kamen sie ausnahmsweise mal an Brunner vorbei, wurden sie mit dem Kopf knapp verpasst (60. Minute, Kameraj nach Flanke Hanebeck) oder über das Tor gesetzt (70., Kameraj gerät in Rückenlage nach Flanke von Silva Lone Saländer).
Mit aller Entschlossenheit schnappt hier Biance Weech der durchgebrochenen Sinah Amann den Ball vom Fuß. Die mitgelaufene Denise Lehmann braucht nicht
mehr einzugreifen Freiburg kam in der gesamten zweiten Halbzeit gegen eine stabilisierte HSV-Abwehr nur zu zwei Chancen durch Susanne Hartel (54.) und Sinah Amann (81.), die beide von Bianca Weech im letzten Moment vereitelt werden konnten. Die Spielanteile der Teams und die Torchancen beider Seiten in der Gesamtschau beider Halbzeiten deuteten kurz vor Spielschluss auf ein 0:0 auch als Endergebnis hin. Doch dann kamen die letzten zwei Spielminuten. Zunächst sorgte eine Serie von drei aufeinander |
folgenden Eckbällen für erhebliche Unruhe im Freiburger Strafraum, aber die HSV-Angreiferinnen bekamen den Ball auch jetzt nicht über die Linie des Gästetores. Wie man das besser macht, demonstrierten ihnen die Freiburgerinnen, als sie im Gegenzug in der 90. Minute ihrerseits einen Eckball zugesprochen bekamen. Aus dem Gewühl heraus stocherte Susanne Hartel den Ball zur Freiburger 1:0-Führung ins HSV-Tor. Das Spiel wurde zwar nochmals angepfiffen, doch sinnvolle Spielzüge kamen in den wenigen verbleibenden Sekunden nicht mehr zustande.
Kurz vor Spielende ergaben sich einige turbulente Szenen im Freiburger Strafraum. Hier blockte Jeanne Haag vor ihrer Torhüterin Marisa Brunner einen
Schuss von Imke Wübbenhorst (vorne 15)
Fazit:
Das junge Freiburger Team verbuchte - wenn auch mit Glück - drei wichtige Punkte für den Tabellenstand und fürs Selbstbewusstsein. Bei den Gastgeberinnen
offenbarte sich eine alte, in dieser Saison bereits überwunden geglaubte Schwäche: Die mangelnde Abgebrühtheit vor dem gegnerischen Tor.
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