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1. Bundesliga, 8. Spieltag

Jenas Gastgeschenke sichern Freiburgs Sieg

SC Freiburg - FF USV Jena 4:1 (1:0)

Text von Roland Baumann,
Bilder von Peter Clesle und Roland Baumann

04.11.2008   Mit einem klaren 4:1 Erfolg über den Aufsteiger USV Jena festigte der SC Freiburg seinen sicheren Mittelfeldplatz.

Vor über 600 Zuschauer benötigte die Heimelf eine Zeit, bis sie richtig ins Spiel kam. Die erste gefährliche Szene gehörte den Thüringer Gästen, als Sylvia Arnold eine Unstimmigkeit in Freiburgs Abwehr ausnutzte. Nur einer beherzten, aber absolut sauberen Grätsche von Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner vor dem Strafraum war es zu verdanken, dass Jena nicht in Führung ging. Danach war aber der SC dran. In der 8. Minute musste Jana Burmeister im Gästetor einen direkt aufs Tor gezogenen Freistoss von Juliane Maier abwehren. Freiburg kontrollierte mehr und mehr das Spiel, obwohl die Störversuche aus Jenas Mittelfeld manche kritische Spielsituation eröffneten. Das Fehlen von U17-Nationalkapitän Valeria

Das Motto des Tages

Mit dem Motto des Tages sollte an die vielen ehrenamtlich Tätigen erinnert werden (Bild: Peter Clesle)

Kleiner, die zur Zeit in Neuseeland um dem WM-Titel kämpft, und der verletzten Nicole Söder machte sich schon bemerkbar. Mitte der ersten Halbzeit erspielte sich der Sportclub nochmals zwei riesige Chancen. Zunächst war es Martina Moser, die aus 30 Meter nur knapp das Tor verfehlte. Gleich drauf wurde Nicole Enoch auf links klasse freigespielt. Sie umkurvte noch Burmeister, konnte dann aber aus extrem spitzen Winkel den Ball nicht im Tor unterbringen. Kurz vor der Pause erhöhten die Breisgauerinnen die Schlagzahl und wurden auch belohnt. Einen von Juliane Maier getreten Freistoss drückte Susi Hartel zur 1:0 Pausenführen in die Maschen.

Susi Hartels Tor zum 1:0

Sekunden vor der Halbzeitpause gelang Susi Hartel (7) die Führung für den Sportclub. Melanie Groll (14), Ivonne Hartmann (10) und Torhüterin Jana Burmeister waren chancenlos (Bild: Roland Baumann)

Von Erleichterung für die Heimelf war aber nach Wiederanpfiff nichts zu spüren. Im Gegenteil! Wieder musste Marisa Brunner alles riskieren, um gegen Stephanie Milde den Ausgleich zu verhindern. In der 53. Minute dann der Schock für den Sportclub. Nach einem Patzer im Mittelfeld überwandt Lisa Seiler Freiburgs Abwehrreihen. Lediglich Jana Linke konnte folgen, trat aber kurz vor dem Strafraum Seiler in die Hacken. Klare Entscheidung der Schiedsrichterin Sandra Jung, rote Karte wegen Notbremse für Linke. Der Freistoß, getreten von Ivonne Hartmann, brachte aber nichts ein.


Kerstin Boschert und Jana Burmeister beim 2:0

Den von Martina Moser in der 66. Minute getreten Freistoß konnte Jana Burmeister erst hinter der Torlinie stoppen. Kerstin Boschert (links) stand aber sicherheitshalber zum Abstauben bereit (Bild: Peter Clesle)

Wer jetzt mit dem Kippen des Spiels rechnete lag aber falsch. In einer kurzen Phase der Konfusion musste zwar Brunner erneut ihre Klasse beweisen, um gegen Julia Arnold zu klären. Dann aber konterte der Sportclub. Einen Freistoß von Martina Moser bekam Jana Burmeister nicht richtig zu fassen. Die nachsetzende Kerstin Boschert drückte den Ball zwar erneut über die Linie, doch war eindeutig erkennbar, dass Burmeister zuvor den Ball erst hinter der Linie wegbugsieren konnte. Doch nicht genug damit. Nur zwei Minuten später wurde Susi Hartel in Jenas Strafraum gelegt und Schiedsrichterin Jung entschied sofort auf Elfmeter, den Juliane Maier sicher zum 3:0 verwandelte. Jena wollte noch nicht aufgeben. In der 75 Minute spielte Sylvia Arnold die SC-Abwehr schwindelig, ein zählbarer Abschluss gelang aber nicht. Kurz vor Schluss machte Jena nochmals Druck und lief dabei voll ins Messer. Bei einem Gegenangriff der Heimelf geriet der Abwehrversuch von Burmeister an der Strafraumgrenze zu kurz und fiel Martina Moser direkt vor die Füße. Die hatte alle Zeit der Welt, nahm Maß und lobte den Ball aus gut 35 Meter zum 4:0 ins leere USV-Tor. Der Jubel beim Sportclub kannte keine Grenzen, auch nicht durch den Wiederanpfiff durch Sandra Jung. Jenas Beste, Sylvia Arnold, nutze den Umstand, narrte die SC-Abwehr und konnte endlich gegen Marisa Brunner den Ehrentreffer markieren.

Anne Pochert vs. Susi Hartel

Sinnbildlich für das Spiel: Jena kämpfte, konnte aber Freiburgs Höhenflug nicht stoppen, Spielszene mit Anne Pochert (links) und Susi Hartel (Bild: Peter Clesle)

Jenas Trainerin Heidi Vater war mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden, in der ihr Team nicht ins Spiel gekommen sei. Die Tore wären größtenteils Geschenke gewesen. Zur Lage ihrer Mannschaft meinte sie, dass der Sprung in die erste Liga recht groß sei. Hier würden Fehler sofort bestraft. Noch könne ihre Team nicht an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen. Besonders schmerzlich sei das Fehlen einiger wichtiger Spielerinnen. Aktuell ist Saskia Schwarz mit einer Knieverletzung noch dazugekommen.


Freiburgs Torschützinnen

Strahlende Gesichter: Freiburgs Torschützinnen Martina Moser, Susi Hartel und Juliane Maier waren nach Spielende gut aufgelegt (Bild: Peter Clesle)

Günter Rommel vom Sportclub wollte mit aller Gewalt das Spiel gewinnen, um den Punktgewinn in München zu krönen. Der Platzverweis gegen Jana Linke gehe in Ordnung. Der Fehler wurde jedoch nicht von ihr, sondern zuvor im Mittelfeld verursacht. Seine Mannschaft sei aber sehr gut mit dem Platzverweis umgegangen.

SC Freiburg:
Brunner - Maier, Boschert, Linke, Faißt, Haag, Krüger, Moser, Julevic (89. Hummel), Enoch (73. Amann), Hartel (85. Richter)

FF USV Jena:
Burmeister - Schwarz (32. Seiler), Arnold J., Pompl, Utes, Höfer, Hartmann, Schlarp (78. Burgey), Arnold S., Groll, Milde (65. Pochert)

Tore:
1:0 Hartel (45.)
2:0 Moser (67.)
3:0 Maier (69.)
4:0 Moser (90.)
4:1 S. Arnold (90.+3)

Gelbe Karten: - / -

Rote Karten: Jana Linke (Notbremse)

Schiedsrichter: Sandra Jung (Kleve)

Zuschauer: 674


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