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1. Bundesliga, 21. Spieltag

Punkteteilung in Freiburg

SC Freiburg - Hamburger SV 2:2 (1:0)

Text und Bilder von Roland Baumann
Bilder von Peter Clesle und Roland Baumann

20.05.2009   Mit einem über die gesamte Spieldauer gesehenen leistungsrechten Remis trennten sich im letzten Heimspiel der Saison der Gastgeber Sportclub Freiburg und der Hamburger Sportverein mit 2:2 Toren.

Dank an die Fans

Mit diesem Transparent bedankte sich die Elf des SC Freiburg vor dem Spiel bei seinen Fans
(Bild: Peter Clesle)

Die über 800 Zuschauer sahen einen von Beginn an dominierenden Sportclub, der mit dem verunsichert wirkenden Hamburger SV scheinbar leichtes Spiel haben sollte. Während die Gäste aus dem hohen Norden überhaupt nicht ins Spiel fanden, entwickelte der SC früh den notwendigen Zug zum Tor. Bereits in der sechsten Minute gelang Susi Hartel mit einem Pfostentreffer die erste Torchance. Weitere Chancen folgten, doch wurden sie allesamt fahrlässig vergeben. Die Beste hatte Kerstin Boschert in der 23. Minute, als sie nach einem gut durchdachten Konter aus etwa 15 Metern völlig freistehend den Ball am Tor vorbei drosch. Nach einer Vielzahl vergebener SC-Chancen nahm dann der HSV auch endlich am Spiel teil. Die Pässe kamen genauer, der Gegner wurde früher und effektiver gestört. Damit boten sich auch ersten Schußmöglichkeiten für die Gästeelf. In der 28. Minute prüfte Tanja Vreden Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner, die aber auf dem Posten war. Mitten hinein in die ersten Angriffsbemühungen des HSV platzte der Führungstreffer für Freiburg. Juliane Maier bediente Susi Hartel, die per Kopf das 1:0 markierte. Danach neutralisierten sich beide Teams. Ohne weitere nennenswerte Torchancen ging es in die Halbzeitpause.

Kim Kulig vs. Myriam Krüger

Kim Kulig - hier im Duell mit Myriam Krüger - machte eine ordentliche Partie und legte mit ihrem Treffer zum 1:1 Ausgleich den Grundstein zum Remis
(Bild: Roland Baumann)

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Mehr und mehr übernahmen die Gäste das Kommando, während der Sportclub völlig von der Rolle schien. Ein völlig zerfahrener Spielaufbau des SC, bei dem selbst aus der Abwehr heraus leichtfertig Bälle hergegeben wurden, ermöglichte dem Hamburgern eine Reihe guter Torschußmöglichkeiten. Neben Tanja Vreden, die in der 55. Minute erneut mit einem satten Schuß Freiburgs Keeperin Marisa Brunner alles abverlangte, war es Kim Kulig, die dem Freiburgerinnen Kopfzerbrechen bereitete.


Tor zum 2:1 durch Juliane Maier

Aus diesen Gestochere traf Juliane Maier (mittig vor dem Tor am Boden) gegen Aferdita Kameraj und Catherina Schimpf (ebenfalls am Boden) zum 2:1
(Bild: Roland Baumann)

Kerstin Boschert vs. Catharina Schimpf

Bei diesem Zweikampf mit Catharina Schimpf verletzte sich Kerstin Boschert und musste behandelt werden. Später musste sie gegen Merza Julevic ausgewechselt werden
(Bild: Peter Clesle)

In der 61. Minute gelang ihr dann auch der längst verdiente Ausgleich, als sie sich links im Strafraum gegen Valeria Kleiner durchsetzen und den Ball präzise im rechten oberen Torecke unterbringen konnte. Marisa Brunner war hier machtlos. Erst mit der Einwechslung von Merza Julevic stabilisierte sich das Freiburger Spiel wieder. In der Schlußphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst war es Larissa Hummel, die einen abgeblockten Schuß von Susi Hartel aufnahm und Bianca Weech zu einer Glanzparade zwang. Der daraus resultierende Eckball fiel Juliane Maier vor die Füße, die im Gestochere ihren Gegenspielerinnen Catharina Schimpf und Aferdita Kameraj, sowie der HSV-Keeperin Bianca Weech das Nachsehen lies und die erneute Führung für den SCF erzielte. Petrus scheint HSV-Fan zu sein. Jedenfalls schickte er einen Gewitterregen auf den Platz. Bei so viel himmlischer Unterstützung bedankten sich Hamburgs Einwechselspielerinnen. Zunächst setzte sich auf der rechten Seite Tugba Tekkal gegen Verena Faißt durch. Ihre Flanke erreichte Denise Lehmann, die im Kopfballduell gegen zwei Breisgauerinnen Sieger blieb und den Ball über die Torlinie bugsierte. Gleich darauf war Schluß. Schiedrichterin Martina Storch-Schäfer pfiff das Spiel ab und der Gewitterregen verzog sich. Was blieb, war mit dem 2:2 die Punkteteilung.

Der Treffer zum 2:2 durch Denise Lehmann

Kurz vor dem Abpfiff gelang Denise Lehmann mit diesem Kopfball bei strömendem Regen der verdiente 2:2 Ausgleichstreffer
(Bild: Roland Baumann)


HSV-Trainer Achim Feifel war gerade mit der ersten Halbzeit sehr unzufrieden. 'Durch eklatante Fehler haben wir den Sportclub immer wieder ins Spiel gebracht und dabei schlecht ausgesehen. In Halbzeit zwei zeigte mein Team ein anderes Gesicht. Der Ausgleich hätte früher fallen müssen. Da wir aber wieder nach einem Standart in Rückstand gerieten, müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein.' Für Günter Rommel vom SC Freiburg zeigte das Spiel ein Spiegelbild der Saison, in dem sich die Hochs und Tiefs in kürzester Zeit abwechselten. Was fehlte, war die Konstanz. Das Team ist noch jung, wodurch Leistungsschwankungen durchaus verständlich sind. Es muss noch einige Lernprozesse durchlaufen.

Achim Feifel

Hamburgs Trainer Achim Feifel war erst in der zweiten Spielhälfte mit dem Spiel seiner Elf zufrieden
(Bild: Peter Clesle)

SC Freiburg:
Brunner (90. Kober) - Boschert (73. Julevic), Kleiner, Faißt, Wendlinger (62. Hummel), Moser, Krüger, Linke, J. Maier, Zirnstein, Hartel

Hamburger SV:
Weech Ewers (79. Lehmann), Freese, Haye, Lübcke (53. Schubert) Vreden (79. Cekal), Saländer, Schimpf, Kameraj Hanebeck, Kulig

Tore:
1:0 Hartel (33.)
1:1 Kulig (64.)
2:1 Maier (86.)
2:2 Lehmann (89.)

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichterin: Martina Storch-Schäfer (Petersberg)

Zuschauer: 847


Weitere Bilder von Peter Clesle gibt es unter: www.peter-clesle.de

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