1. Bundesliga, 9. Spieltag NachholspielSchneeschlacht im Mösle StadionSC Freiburg - Herforder SV Borussia Friedenstal 3:1 (3:0) | ||
Text von Roland Baumann 19.12.2008 Bei äußerst widrigen äußeren Bedingungen - kurz vor Spielbeginn lag noch eine geschlossene Schneedecke im Stadion - behielt der SC Freiburg gegen den Herforder SV Borussia Friedenstal mit einem 3:1 die Oberhand. ![]() Vor Spielbeginn mussten Helfer Hand anlegen, um wenigstens die Strafräume schneefrei zu bekommen Bevor das Spiel termingerecht angepfiffen werden konnte, mussten sich einige Helfer beim Schneeschippen verdingen. Selbst Trainer Günter Rommel wurde mit einer Schneeschaufel in der Hand gesichtet. Klar, bei diesen Bedingungen war nicht mit brasilianischem Fußballzauber zu rechnen. Hier war richtig harte Fußballarbeit gefragt. Und genau damit konnte die Heimelf von Beginn an aufwarten. Schon in der zweiten Minute spielte Jeanne Haag Nadine Enoch schön im Strafraum an, die jedoch zu unentschlossen agierte und nicht zum Abschluss kam. Gleich drauf nochmals eine herrliche Hereingabe von Haag, hier war dann allerdings Martina Moser einen Tick schneller als der Ball und Herfords Abwehr konnte im letzten Moment klären. In der 15. Minute kam Juliane Maier im Strafraum zum Schuss, doch brachte sie auf dem rutschigen Geläuf nicht genügend Druck hinter den Ball. Nur vier Minuten später gelang ihr dann doch der Führungstreffer. ![]() Der von Juliane Maier getretene Strafstoß bedeutete die 1:0 Führung für den SC Freiburg Myriam Krüger hatte sich rechts in den Strafraum getankt und wurde gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maier ganz sicher. Der Sportclub kam mit den Platzverhältnissen recht gut zurecht, wenn auch in einigen Szenen die Spielzüge nicht sauber zu Ende gespielt werden konnte. So in der 26. Minute, als Susi Hartel sich auf der linken Seite durchsetze, dann aber den Ball Nadine Enoch in den Rücken spielte und die Herforder Abwehr dazwischen gehen konnte. Mehr Glück hatte der Sportclub in der 38. Minute. Herford brachte den Ball nicht weit genug aus dem Gefahrenbereich. Hartel nutze diese Gelegenheit und es stand 2:0. Wenig später fiel gar das 3:0. Ein von Juliane Maier getretener Eckball verlängerte die aufgerückte Valeria Kleiner per Kopf ins lange Toreck. Kurz vor der Pause hatte aber auch Herford ein dicke Chance. Ein Lob aus fast 30 Meter senkte sich gefährlich aufs Freiburger Tor, fiel dann aber aufs Tornetz. ![]() Eine gute Tormöglichkeit von Nadine Enoch (links) aus den ersten Minuten, Kristina Hölscher und Torhüterin Sonja Speckmann wären ohne Chance gewesen |
Susi Hartel auf dem Weg zum 2:0. Weder Kerstin Stegemann noch Sabrina Schlottmann konnten sie dabei aufhalten. | |
Dieser Kopfballtreffer von Merza Julevic (hinter Herfords Nr. 19 Marie Pollmann) wurde wegen einer Regelwidrigkeit nicht gegeben Die Umstellung der Herforder Mannschaft zur Pause brachte die Gästeelf besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 50 . Minute verfehlte Marie Pollmann knapp das Freiburger Tor. Aber auch Freiburg blieb dran. Zwei Minuten später traf zwar Merza Julevic nach einer Ecke ins Herforder Gehäuse, doch wurde der Treffer wegen einer Regelwidrigkeit nicht anerkannt. Der Anschlusstreffer zum 3:1 für Herford fiel in der 54. Minute mit einem sehenswerten Freistoß von Maxine Mittendorf aus gut 20 Meter. Das Spiel blieb weiterhin interessant und spannend, bot es doch den nicht ganz 350 Zuschauern noch eine Vielzahl an Torchancen. Die Beste vielleicht ergab sich Merza Julevic, die in der 82. Minute der Pfosten traf. Es blieb jedoch beim Endstand von 3:1 Toren für den Sportclub Freiburg, der damit eine passende Antwort auf den unglücklichen Auftritt gegen Crailsheim vom letzten Sonntag gefunden hatte. ![]() Auch mit diesem Schuss aus der 82. Minute traf Julevic 'nur' den Pfosten. Christina Schulte (8) war hier zu weit von der Gegenspielerin entfernt Herfords Co-Trainerin Tanja Schulte, die ihren auf einem Lehrgang weilenden Chefcoach Björn Kenter vertreten musste, erklärte nach dem Spiel: „Anfangs der Saison haben wir spekuliert, gegen Freiburg punkten zu können, nach der Niederlage gegen Crailsheim letzten Sonntag erst Recht, doch Freiburg war uns in der ersten Hälfte in allen Belangen überlegen und sind auch in der Höhe verdient mit 3:0 in die Pause gegangen. In der zweiten Halbzeit kamen wir deutlich besser ins Spiel, haben auch früh den Anschlusstreffer gemacht doch für mehr hat es leider nicht gereicht.” |
Für Freiburgs Trainer Günter Rommel beantwortete die Mannschaft die Charakterfrage „positiv, in der schwierigen Situation nach der Niederlage gegen Crailsheim hat die Mannschaft Charakter bewiesen. Ein dickes Kompliment dafür. In der ersten Halbzeit haben wir stark gespielt, aber wir haben es nicht geschafft das über 90 Minuten durchzuziehen. Daran müssen wir noch arbeiten. Aber wir sind froh und zufrieden, jetzt haben wir 19 Punkte. Zu guter Letzt noch ein dickes Lob an die Mitarbeiter, die seit zwei Wochen fast ununterbrochen im Einsatz gewesen sind, um den Platz in einem guten Zustand zu halten.” ![]() Kampf um den Ball im Schnee zwischen Merza Julevic und Christina Schulte
SC Freiburg:
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