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1. Bundesliga, 3. Spieltag

Sieg dank Wimberskys Dreierpack

1. FFC Frankfurt - VfL Wolfsburg 4:2 (3:1)

Text von ViolA
Fotos von Peter Henkel

21. September 2008   Die 1215 Zuschauer erlebten ein kampfbetontes Spiel mit zwei Gesichtern. Während zunächst der FFC dominierte, verlangte der VfL Wolfsburg dem amtierenden Meister am Ende noch einmal alles ab.

Bereits nach wenigen Minuten hätte der 1. FFC Frankfurt mehrfach in Führung gehen können, allerdings machten sich an diesem Tag erneut Abschlussprobleme bemerkbar. Immer wieder scheiterte Kerstin Garefrekes knapp mit ihrem starken rechten Fuß, als auch per Kopfball, während die Wölfinnen bereits im Mittelfeld strandeten. Den ersten gegnerischen Vorstoß wagte Britta Carlson schließlich in der 9. Minute, doch ihr Schuss landete deutlich neben dem Tor. Auch der Kopfball von Annelie Brendel, welcher nach einem Freistoß erfolgte, ging knapp daneben. In der 19. Minute war es dann jedoch soweit: Kerstin Garefrekes erzielte nach einer Vorlage von Petra Wimbersky ihren sechsten Saisontreffer zur 1:0-Führung für den 1. FFC Frankfurt.

Kerstin Garefrekes

Kerstin Garefrekes legte den Grundstein zum Erfolg und lieferte eine klasse Partie ab

Es folgten weitere Chancen für Frankfurt. So wurde ein Fernschuss von Alexandra Krieger von Wolfsburgs Torfrau Anne-Friederike Rißling noch gläzend pariert, doch nur eine Minute später wurde sie von Birgit Prinz umspielt, die den Ball dann aber vertendelte. Auch die anschließende Ecke von Meike Weber brachte dem FFC nichts ein. In der 32. Minute traf Stürmerin Petra Wimbersky jedoch nach einer Vorlage von Kerstin Garefrekes zum 2:0.

Nur zwei Minuten später wiederholte sich die Szene und abermals traf Petra Wimbersky ins Tor. Die Partie schien mit der 3:0-Führung für den FFC bereits entschieden zu sein, doch nur wenige Minuten später nutzte Martina Müller einen katastrophalen Fehlpass auf der linken Abwehrseite des FFC zum Anschlusstreffer (39.). Mit diesem Stand ging es dann auch in die Pause.

India Trotter und Juliane Höfler

Mit durchwachsenem Heimspieleinstand: India Trotter, hier im Zweikampf mit Juliane Höfler

Aus dieser kam Frankfurt völlig verändert wieder heraus. Auf einmal war das Passspiel, wie in den Partien zuvor, fehlerhaft und unsicher. Tina Wunderlich musste ihre Mannschaft mehrmals in letzter Sekunde retten. Auch die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen und einzelnen Spielerinnen funktionierte nicht mehr.


Petra Wimbersky

Blindes Verständnis zwischen Kerstin Garefrekes und Matchwinnerin Petra Wimbersky, welche an allen Frankfurter Toren beteiligt waren. Bild: ViolA

Trotzdem brauchten die Wölfinnen bis zur 83. Minute, bevor sie diese Situation zu ihren Gunsten nutzen konnten. Wieder war es Martina Müller, die nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Britta Carlson auf 2:3 für Wolfsburg verkürzte.

Sarah Günther

Sarah Günther ging auch dieses Mal wieder weite Wege auf der Außenbahn

Die aufkeimende Hoffnung der Wölfinnen nun doch noch den Ausgleich zu erzielen und einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, wurde jedoch nur eine Minute später zerstört. Nach einem Eckball von Sarah Günther zog Petra Wimbersky aus knapp 25 Metern ab und hämmerte den Ball für die Torfrau unhaltbar in den Winkel. Ihr dritter Saisontreffer stellte zugleich den 4:2-Endstand dar. Damit ist der 1. FFC Frankfurt mit zwölf Punkten aus vier Spielen weiterhin Tabellenführer.


Stimmen zum Spiel:

Frankfurts Trainer Günter Wegmann:
„In den ersten 180 Sekunden hatten wir schon drei hochkarätige Chancen, die wir nicht verwandelt haben. Vor der Pause war ich mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden, wir haben so gespielt, wie ich es mir vorstelle. Leider haben wir es versäumt, nach dem 3:0 weitere Treffer nachzulegen. Nach der Pause habe ich nicht mehr die starke Leistung gesehen, aber vielleicht war angesichts der englischen Woche im Hinterkopf, ein wenig Kraft zu sparen. Ich freue mich, dass Petra Wimbersky ihre gute Trainingsleistung mit ihren drei Treffern bestätigt hat.“

Frankfurts Manager Siegfried Dietrich:
„Die Mannschaft hat sich durch das Auslassen von Chancen selbst um einen höheren Sieg gebracht, aber letztendlich zählen die drei Punkte. Ab


Martina Müller

Martina Müller erzielte beide Wolfsburger Treffer. Links Frankfurts Innenverteidigerin Gina Lewandowski, die ein gutes Spiel machte

sofort gilt der konzentrierte Blick auf das Spitzenspiel in München.“

Wolfsburgs Co-Trainer Frank Pichatzek:
„Wir haben Frankfurt zuvor zwei Mal beobachtet und wussten, was auf uns zukommt. Uns war klar, was Kerstin Garefrekes auf der Außenposition macht und dann bricht sie fünf Mal durch. Da müssen sich unsere Spielerinnen hinterfragen. Die Anfangsphase haben wir mit Glück überstanden, konnten dann 20 Minuten nicht mehr mithalten. Nach dem Seitenwechsel gelang es uns, die Niederlage in Grenzen zu halten. Der Sieg ging in Ordnung, für uns gilt es, in den nächsten Partien an die Leistung aus der 2. Halbzeit anzuknüpfen.“

1. FFC Frankfurt:
Ullrich, Trotter (65. Thomas), Krieger, T. Wunderlich, Lewandowski, Günther, Garefrekes, Weber, Bartusiak (69. Smisek), Prinz, Wimbersky (87. Huth)

VfL Wolfsburg:
Rißling, Eichholz, Ende, Höfler, Bunte (85. Freimuth), Wilkens, Carlson, Brendel (46. Thiem), Omilade, Blässe (89. Tetzlaff), M. Müller

Tore:
1:0 Garefrekes (19.)
2:0 Wimbersky (32.)
3:0 Wimbersky (34.)
3:1 M. Müller (39.)
3:2 M. Müller (83.)
4:2 Wimbersky (84.)

Gelbe Karten: Carlson

Schiedsrichterin: Christine Beck (Magstadt)

Zuschauer: 1215


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