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1. Bundesliga, 11. Spieltag

Frankfurt muss weiter Zittern

1. FFC Frankfurt - SG Essen-Schönebeck 2:2 (0:0)

Text von ViolA

16. April 2009   Es ist ein historischer Sieg für Essen: Das erste Mal nimmt die Mannschaft von Trainer Argoli einen Punkt aus einer Partie gegen Frankfurt mit nach Hause. Für die Gastgeber war das 2:2 ein schmerzhaftes Ergebnis, wenn sicherlich auch ein Verdientes. So geht das Bangen der Frankfurter Mannschaft weiter und das angestrebte Minimalziel Platz zwei, um auch im nächsten Jahr sicher international zu spielen, wird immer schwieriger zu erreichen.

"Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig investiert," resümierte Trainer Wegmann nach dem Spiel, obwohl seine Mannschaft bereits in der zweiten Minute die erste Chance durch Kerstin Garefrekes hatte, doch ihr Ball landete in den Armen der sicher agierenden Essener Torfrau. Es folgenden noch einige weitere Chancen auf beiden Seiten, die jedoch allesamt nicht zwingend genug waren, wie zum Beispiel der Schuss von Melanie Hoffmann aus der 27. Minute, der das Tor von Nadine Angerer um einige Meter verpasste. Auch Frankfurt machte es zunächst nicht viel besser und so dauerte es bis zur 30. Minute bis es dann richtig gefährlich für Essens Torfrau Lisa Weiss wurde, als sich Birgit Prinz den Ball im Mittelfeld schnappte und kurz vor der Torauslinie zu Kerstin Garefrekes flankte. Diese konnte den Ball jedoch nur an die Lattenunterkante lenken und auch der Nachschuss von Svenja Huth verfehlte das Tor und ging knapp am rechten Pfosten vorbei.

Kerstin Garefrekes

Trotz spektakulärer Einlage kein Erfolg: Kerstin Garefrekes kann den Ball nur an die Latte lenken.

Bild: ViolA

Danach verflachte das Spiel wieder und sowohl Melanie Hoffmann als auch Sandra Deilmann vergaben ihre Freistoßchancen in der 33. Minute. Auf der anderen Seite scheiterten Kerstin Garefrekes und Petra Wimbersky in der 36. und 38. Minute an Lisa Weiß, die an diesem Tage eine gute und solide Leistung zeigte.

Petra Wimbersky

Petra Wimbersky und Melanie Hoffmann scheiterten trotz zahlreicher Chancen wieder und wieder vor dem Tor

Bild: Peter Henkel

Oftmals fehlte es jedoch auch an der letzten Konsequenz vor dem Tor und sowohl Pässe als auch Eck- und Freistöße fanden auf beiden Seiten wieder und wieder keinen Abnehmer.


Sarah Schatton

Mit Sarah Schattons Einwechslung drehte sich das Spiel innerhalb kürzester Zeit. Nur zwei Minuten nach ihrer Einwechslung erzielte sie den 1:1-Ausgleich.

Bild: ViolA

So wurde das Spiel vor allem durch viele kleine Fouls und Zweikämpfe im Mittelfeld bestimmt und es ging mit einem 0:0 in die Pause.

Hatte der FFC in der ersten Halbzeit noch leichte Spielvorteile gehabt, so war das Spiel in der zweiten Hälfte weitgehend ausgeglichen. Ein weiteres kleines Foul in der 54. Minute an Birgit Prinz führte zu einem Elfmeter für die Frankfurterinnen. Petra Wimbersky nahm sich den Ball, legte ihn sich zurecht und lenkte das Leder knapp über die Latte. Nur wenige Minuten später scheiterte sie erneut, nach einer Steilvorlage von Kerstin Garefrekes, an Lisa Weiß.

Diese beiden verpassten großen Möglichkeiten zur Führung rächten sich nur wenige Minuten später. Caroline Hamann bemerkte, dass Frankfurts Nadine Angerer zu weit vor dem Tor stand und nutzte die sich ihr bietende Chance eiskalt aus. Mit einem Lupfer überwand sie die Torfrau und brachte ihre Mannschaft mit 1:0 in Führung (70.). Günther Wegmann reagierte und brachte mit Sarah Schatton eine weitere Offensivkraft ins Spiel. Das sollte sich auszahlen. Nur zwei Minuten nach ihrer Einwechslung erzielte sie das 1:1 in der 78. Minute.

Führungstreffer FFC Führungstreffer FFC

Sandra Smiseks Torschuss brachte die zwischenzeitliche 2:1-Führung des FFCs, der in der letzten Viertelstunde des Spiels noch einmal richtig Druck machte.

Bild: Tom Schlimme

Damit hatte sich das Spiel gedreht und der FFC machte noch einmal richtig Druck. Fünf Minuten später gelang Sandra Smisek sogar der


Führungstreffer für die Frankfurterinnen, als sich Essens Torfrau um wenige Zentimeter verschätzte. Doch damit war das Spiel noch nicht entschieden. In der letzten Spielminute erzielte Sandra Deilmann den 2:2-Ausgleich und entführte den Gastgeberinnen somit kurz vor Ende der Partie wichtige zwei Punkte.

Ausgleich Essen

Beim späten Ausgleich durch Sandra Deilmann hatte Nadine Angerer keine Chance.

Bild: Tom Schlimme

Damit ist es für den 1. FFC Frankfurt unmöglich geworden das gesteckte Ziel Champions-League aus eigener Kraft zu erreichen und die Mannschaft um Trainer Günther Wegmann muss auf Schützenhilfe von aussen hoffen. Trotzdem ist Wegmann davon überzeugt, dass "noch alles offen" ist. Die Zukunft wird es zeigen.

1. FFC Frankfurt:
Angerer, Lewandowski, T. Wunderlich, Bartusiak, Marciak (76. Schatton), Garefrekes, Thomas, Smisek, Prinz, Wimbersky, Huth (62. Weber)

SG Essen-Schönebeck:
Weiß, Himmighofen, Kasperczyk, Choinacki, Löwenberg, Deilmann, Duhme, F. Weber, M. Hoffmann, Hamann (82. Kowalik), Özer (61. Dörpinghaus)

Tore:
0:1 Hamann (70.)
1:1 Schatton (78.)
2:1 Smisek (83.)
2:2 Deilmann (90.)

Gelbe Karten: Marciak, Himmighofen, Özer

Schiedsrichterin: Riem Hussein (Bad Harzburg)

Zuschauer: 1420


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