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1. Bundesliga, 5. Spieltag

Glanzloser Sieg gegen ebenbürtige Freiburger

1. FFC Frankfurt - SC Freiburg 4:1 (1:1)

Text von ViolA
Fotos von Nora Kruse

7. Oktober 2008   Minimalziel erreicht könnte der 1. FFC Frankfurt sagen und das, obwohl das Ergebnis wieder einmal ein klares Spiel vermuten läßt. Doch der SC Freiburg war den Frankfurterinnen lange Zeit der Partie ebenbürtig und erzielte zwischenzeitlich auch den verdienten Ausgleich.

Es waren erst vier Minuten gespielt, als Marisa Brunner den Ball das erste Mal an diesem Tag aus dem Netz fischen musste. Bis zu diesem Moment war der 1. FFC Frankfurt die druckvollere Mannschaft und das fünfte Saisontor von Kerstin Garefrekes die logische Konsequenz. In der 11. Minute hätte Frankfurt durch Petra Wimbersky sogar auf 2:0 erhöhen können, doch die Linienrichterin entschied auf Abseits und so wurde das Tor nicht gezählt.

Die Freiburgerinnen ließen sich durch den Rückstand nicht beirren und spielten weiter mutig auf. Das wurde in der 30. Minute belohnt, als in der Frankfurter Abwehrkette wiederholt Kommunikationsprobleme und Stellungsfehler auftauchten, die Susanne Hartel zum Ausgleichstreffer ausnutzte. Beide Mannschaften lieferten sich ein kampfbetontes Spiel, bei dem vor allem Freiburg zu überzeugen wußte und den FFC immer wieder unter Druck setzte.

So lief Susanne Hartel der Frankfurter Abwehr in der 36. Minute davon und war nur durch Tina Wunderlich zu stoppen, die in höchster Not klärte. Auf der anderen Seite waren die Angriffe zu ungenau und der Ball landete in regelmäßigen Abständen in der Freiburger Abwehrkette oder bei Marisa Brunner, die sich an diesem Tag mehrmals durch Glanzparaden auszeichnete und bei den Gegentreffern chancenlos war.

Petra Wimbersky im Zweikampf mit Kerstin Boschert

Petra Wimbersky im Zweikampf mit Kerstin Boschert

So zeigte sich der 1. FFC Frankfurt nicht unglücklich über den Pausenpfiff, der einen Rückstand verhinderte. In der zweiten Hälfte nahmen die Frankfurterinnen das Heft immer mehr in die Hand, ohne jedoch die Kombinationsprobleme und Fehlpässe abstellen zu können. Allerdings nutzten sie an diesem Tage ihre Torchancen aus und so brachte India Trotter ihre Mannschaft in der 60. Minute mit 2:1 erneut in Führung.

Meike Weber

Meike Weber machte an diesem Tag ein insgesamt gutes Spiel


Frankfurter Freude

Die Frankfurterinnen freuten sich am Ende über den Punktgewinn und übernamen damit wieder die Tabellenführung vor Duisburg, die in Potsdam über ein Unentschieden nicht hinauskamen

Petra Wimbersky, die ein gutes Spiel machte aber ungewöhnlich farblos blieb, traf in der 72. Minute nach einem Pass von Svenja Huth zum 3:1. Doch auch jetzt kämpften die Freiburgerinnen weiter und hatten nur zwei Minuten später abermals eine gute Chance durch Susanne Hartel, die den Ball aber knapp über das Tor setzte.

Freude bei Freiburg

Freude bei den Freiburgerinnen über den zwischenzeitlichen Ausgleich

Die Partie entschied Kerstin Garefrekes in der 77. Minute, als sie den Ball nach einer Flanke von Petra Wimbersky zum 4:1 im Tor versenkte. Trotz weiterer Chancen blieb es bei diesem Spielstand und das Spiel verflachte. Insgesamt war es eine sehr umkämpfte Partie, in der sich der SC Freiburg zu keiner Zeit verstecken musste, während die Frankfurterinnen die drei Punkte glücklich einfahren konnten. Es bleibt aber nach wie vor viel zu tun, will der FFC auch in diesem Jahr wieder Titel holen.

Stimmen zum Spiel:

Freiburgs Trainer Günter Rommel:
„Wir haben das frühe 0:1 gut weggesteckt und nach einer halben Stunde den verdienten Ausgleich erzielt. Leider haben wir dann mit vielen leichten Fehlern den Gegner immer wieder aufgebaut und die Tore sind dem Spielverlauf entsprechend für Frankfurt gefallen. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie engagiert und kämpferisch überzeugend sie hier aufgetreten ist.“

Frankfurts Trainer Günter Wegmann:
„Wir haben 90 Minuten dominierend gespielt, es nach dem 1:0 aber versäumt, nachzulegen und den Sack früher zu zumachen, weil wir im Abschluss immer wieder zu unpräzise gespielt haben. In der zweiten Halbzeit waren wir klar überlegen und hatten reichlich Chancen, Freiburg hat sich aber zu jeder Zeit bestens gewehrt. Insgesamt können wir mit dem 4:1 zufrieden sein.“


Frankfurts Manager Siegfried Dietrich:
„Wir haben mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation drei wichtige Punkte gewonnen und sind froh, dass es keine weiteren verletzten Spielerinnen zu beklagen gibt. Nun gilt unsere volle Konzentration auf das UEFA-Pokal-Miniturnier, mit dem unsere ‚14 Tage der Wahrheit’ ab nächsten Donnerstag fortgesetzt werden.“

Kerstin Garefrekes

Kerstin Garefrekes traf zu ihren Saisontreffern Nummer sieben und acht

1. FFC Frankfurt:
Ullrich - Trotter, T. Wunderlich, Plessen (81. Marciak), Günther, Garefrekes, Weber, Bartusiak, Huth, Wimbersky, Smisek

SC Freiburg:
Brunner - Boschert, Kleiner, Faißt, Moser, Haag, Krüger, Maier, Julevic (68. Amann), S. Schmidt (21. Hartel), Enoch (77. Linke)

Tore:
1:0 Garefrekes (4.)
1:1 Hartel (30.)
2:1 Trotter (60.)
3:1 Wimbersky (72.)
4:1 Garefrekes (77.)

Gelbe Karten: Trotter, Bartusiak

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne)

Zuschauer: 1185


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