Text von Jens Wolter Bilder von Beate Wolter 2.12.2007
In einem über 90 Minuten heiß umkämpften Spiel sicherte sich die „Notelf” des Gastgebers drei wichtige Punkte. Trotz großen Engagements schaffte es Bad Neuenahr zu selten, das Tor des HSV wirklich in Gefahr zu bringen.
Das nasskalte Wetter und die in Hamburg unbeliebte Anstosszeit um 11 Uhr verhinderten einen stärkeren Zuschauerzuspruch bei diesem zwar nicht hochklassigen, aber jederzeit unterhaltsamen Spiel. Das Geschehen bewegte sich dabei zügig zwischen den beiden Strafräumen hin und her, wobei beide Teams jedoch nur wenige echte Torchancen produzierten.
 Bad Neuenahrs Viola Odebrecht im Zweikampf mit Marisa Ewers
Meist verfingen sich die Zuspiele auf die Spitzen in den Abwehrreihen und die Schussversuche waren zu schwach oder viel zu ungenau. Die Gäste versuchten, früh anzugreifen und wirkten - zumindest phasenweise - in den Zweikämpfen entschlossener. Der HSV kompensierte dies durch eine geschlossene Teamleistung, bei der jede Spielerin stets auf die Unterstützung der anderen bauen konnte. Durch das konsequente Dazwischengehen der Abwehrreihen entstand im Laufe des Spiels auf beiden Seiten eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Abprallern und Pressschlägen.
 v.l. Imke Wübbenhorst, Sandra Minnert, Bianca Weech und Alexandra Gärtner im Kampf um den Ball
Die erste Torszene des Spiels gab es bereits in der 2. Minute, wobei es eine HSV-Abwehrspielerin war, die den Ball nach einer Ecke per Kopf auf das eigene Tornetz lenkte und so gleich für die nächste Ecke sorgte. Die erste nennenswerte Offensivaktion des HSV bestand in einer Rechtsflanke von Marisa Ewers, die in der 5. Minute in den Armen von Torfrau Ursula Holl endete.
Die zweite gefährliche Angriffsaktion des HSV erbrachte in der 7. Minute das 1:0 durch Torjägerin Tanja Vreden. Diese hatte ein Zuspiel von Marisa Ewers aufgenommen und sich mit einem
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Uschi Holl im Tor des SC 07 Bad Neuenahr streckt sich hier vergeblich, der Schuss von Hamburgs Goalgetterin Tanja Vreden (nicht im Bild) passt genau. Auch Sandra Minnert und Ann-Kathrin Sabel können nicht mehr eingreifen. Es blieb am Ende bei diesem alles entscheidenden Treffer!
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kurzen Schlenker zur Mitte eine Lücke verschafft. Gegen den wuchtigen, halbhohen Schuss hatte Ursula Holl keine Abwehrchance.
Drei Minuten nach der HSV-Führung hatte Bad Neuenahr mit einem direkten Freistoß die Gelegenheit, den Ball gefährlich vor das Tor zu bringen, der Schuss wurde jedoch eine sichere Beute für die Hamburger Torfrau Bianca Weech.
Erst die 21. Minute brachte wieder eine halbwegs gefährliche Szene, diesmal wieder für die Gastgeberinnen. Nach einer Kombination zwischen Ewers und Silva Lone Saländer erwischte Ewers in guter Position den Ball nicht richt richtig und brachte nur einen Roller zustande, der sicher abgefangen wurde.
 Torschützin Tanja Vreden setzt sich hier beim Kopfball durch
Zwei Minuten danach ergab sich eine Ausgleichsmöglichkeit für Bad Neuenahr. Die Hamburgerinnen bekamen den Ball nicht aus ihrem Strafraum und so konnte Sandra Minnert aus dem Gewühl heraus einen ansatzlosen Schuss loslassen, den Bianca Weech mit einem Reflex abwehrte.
Die 42. Minute brachte fast eine Kopie der Situation aus der 21. Spielminute. Diesmal war es jedoch Saländer, die ein Zuspiel von Stephanie Ende nicht richtig traf.
Wer in der zweiten Halbzeit ein Aufbäumen von Bad Neuenahr erwartet hatte, sah sich bald enttäuscht. Zwar spielte das Team von Trainer Schacht weiter engagiert nach vorn, aber die HSV-Abwehr erwies sich weiterhin als sattelfest. Die ersten nennenswerten Offensivaktionen des zweiten Durchgangs hatte der HSV zu verzeichnen, als Ursula Holl zunächst in der 46. Minute einen Steilpass auf Tanja Vreden abfangen konnte und in der 51. Minute ein 18-Meter-Schuss von Imke Wübbenhorst ihre sichere
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Beute wurde. In der 68. Minute konnte die Nationaltorhüterin sich erneut auszeichnen, als sie im Herauslaufen einen weiteren Steilpass auf Vreden abwehrte.
Die 76. Minute ergab die vielleicht größte Ausgleichsmöglichkeit für Bad Neuenahr, aber Isabell Bachor setzte einen schwierig anzunehmenden Ball an der herausstürzenden Weech vorbei neben das Tor.
In der 90. Minute verpasste es dann die eingewechselte Christina Plessen, für Hamburg den sprichwörtlichen Sack zu zu machen. Ihr Schuss aus etwa 15 Metern Entfernung ging ans Aussennetz. Nach drei Minuten Nachspielzeit konnten die HSV-Spielerinnen jubelnd die Arme hochreissen.
 Hamburgs Neuzugang Sarit Shenar, Nationalspielerin aus Israel, wurde kurz vor Schluss noch eingewechselt
Hamburger SV:
Weech - Ende, Gärtner, Haye, Freese - Wübbenhorst - Ewers (87. Lübcke), Saländer (89. Shenar), Lehmann, Waigel (83. Plessen) - Vreden
SC 07 Bad Neuenahr:
Holl - Thinius, Minnert, Sabel - Fols (59. Graf), Schmacher, Odebrecht, Schmitz - Goeßling, Stümper (54. Baudzus), Bachor
Tor:
1:0 Vreden (7.)
Gelbe Karten: Ewers, Wübbenhorst - Schmacher, Thinius
Schiedsrichterin: Nicole Schumacher (Oberhausen)
Zuschauer: 330
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