Text von Roland Baumann Bilder von Peter Clesle 19.6.2008
Mit einem deutlichen 1:6 Auswärtssieg sicherte sich der 1. FFC Turbine Potsdam im letzten Saisonspiel noch knapp den dritten Platz vor dem FC Bayern München. Der SC Freiburg blieb mit 12 Punkten Rückstand auf Essen-Schönebeck auf Platz 8.
Vor dem Spiel verabschiedete SC-Präsident Achim Stocker fast die halbe Mannschaft.
Neben Alexandra Kury, Alexandra Stegmann und Christine Kaltenbach, die ihre Fußballkarriere beenden, wechselt Weltmeisterin Melanie Behringer zum FC Bayern München. Außerdem verlassen Jasmin Jannermann wegen Heimweh und die Schweizer Nationalspielerin Rahel Graf wegen Zeitprobleme mit ihrem Ausbildungsplatz den Verein.
 Seit 15 Jahren war Alex Kury im Dienste des Sportclub Freiburg. In ihrem letzten Spiel schoss sie das einzige Tor für ihre Elf.
Angekündigt war vom Sportclubtrainer Alex Fischinger ein Offensivfestival. Und so begann die Partie auch. Bereits in der vierten Minute setzte Martina Moser Kerstin Boschert auf der rechten Seite in Szene, aber Desirée Schumann im Gästetor konnte zur Ecke klären. In der Folgezeit kam Potsdam mehr und mehr ins Spiel und schon in der 14. Minute brachte Leni Larsen Kaurin auf Vorlage von Anja Mittag die Gästeelf zum 0:1 in Führung. Aber auch der Sportclub blieb dran. In der 18. Minute wurde Verena Faißt nach einem schnellen Flügelangriff nahe der linken Torauslinie gelegt. Der Freistoß landete mitten im Strafraum, Potsdams Abwehr bekam den Ball nicht weg und Kerstin Boschert stocherte ihn zum 1:1 Ausgleich über die Linie. Die Freude über den Ausgleich war groß, vielleicht zu groß. Schon im Gegenzug spazierte Jennifer Zietz durch die Abwehrreihen der Breisgauerinnen und markierte den Treffer zur erneuten Gästeführung.
Danach tat sich der Sportclub recht schwer. Das Team stand sehr tief und es wollte kaum Spielfluss aufkommen. Kurz vor der Pause endlich wieder eine schöne Kombination von Myriam Krüger und Melanie Behringer. Letztere kam im Strafraum zu Fall,
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Soeben traf Leni Larsen Kaurin zum 0:1 und legte damit den Grundstein zum Sieg in Freiburg
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doch Schiedsrichterin Marija Kurtes wollte nicht auf Elfmeter entscheiden. In der Nachspielzeit – Desirée Schumann musste mehrere Minuten lang behandelt werden - nutzte Turbine die fehlende Harmonie in der Heimelf mit einem Doppelschlag zur Vorentscheidung. Zuerst traf Anja Mittag nach einem Konter zum 1:3. Gleich drauf folgte im Anschluss an eine Ecke für Freiburg ein weiterer Konter, den Jessica Wich zum 1:4 Pausenstand abschloss.
Schon kurz nach Wiederanpfiff war es erneut Jessica Wich, die die Abstimmungsprobleme in Freiburgs Abwehrreihen zum 1:5 ausnutzte. Der Druck der Brandenburgerinnen hielt an. Dabei konnte sich Freiburgs Nummer Zwei im Tor Kristina Kober einige Male auszeichnen. Den letzten Treffer 10 Minuten vor Schluss durch Carolin Schiewe zum 1:6 Endstand, konnte sie aber nicht mehr verhindern. Freiburgs Trainer Alex Fischinger war nach dem Spiel auch sehr enttäuscht. 'Wir haben auch in der Höhe verdient verloren. Alle Spielerinnen waren am Anschlag, die Luft war draußen. Im Vergleich zum Vorrundenmatch in Potsdam, wo unser Antrieb der Wille war, war es heute die Müdigkeit. Gerne hätten wir den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern ein schöneres Spiel geboten.'
 Auch Melanie Behringer - hier links im Zweikampf mit Jennifer Zietz - verlässt den Sportclub
Trotzdem blieb man gelassen, die Mannschaft, das Trainergespann und die Fans. Gemeinsam feierten sie den nach der völlig verunglückten Vorrunde
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nicht für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Und Turbine Potsdam war auch zufrieden, reichte doch das Torverhältnis hier, zusammen mit dem Ergebnis aus München (Bayern München – FCR 2001 Duisburg 0:2) doch noch für Platz 3 in der Abschlusstabelle.
 Hier setzt sich Jessica Wich (rechts) gegen ihre Kontrahentin Myriam Krüger durch. Im Spiel schoss sie zwei Tore für Potsdam.
SC Freiburg:
Kober, Stegmann, Kury (68.Hartel), Kleiner (46. Haag), Maier (59. Kaltenbach), Faißt, Söder, Boschert, Moser, Krüger, Behringer
1. FFC Turbine Potsdam:
Schumann (46. Thalmann), Peter, I. Kerschowski (82. Sainio), Kameraj, Wich (72. M. Kerschowski), Brosius, Zietz, Schmidt, Larsen Kaurin, Mittag, Schiewe
Tore:
0:1 (14.) Larsen Kaurin
1:1 (19.) Kury
1:2 (20.) Zietz
1:3 (45.) Mittag
1:4 (45.) Wich
1:5 (47.) Wich
1:6 (79.) Schiewe
Gelbe Karten: Boschert / Schiewe
Schiedsrichterin: Marija Kurtes
Zuschauer: 783
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