Text von Roland Baumann Bilder von Peter Clesle 13.11.2007
Mit einem knappen, aber letztlich hochverdientem 1:0 Sieg setze sich der TSV Crailsheim beim Schlusslicht SC Freiburg durch und bescherte damit Freiburgs neuem Trainer Thomas Schweizer einen misslungen Einstand.
Dabei setzte die Gästeelf von Anfang an den Sportclub mit agressivem Pressing unter Druck und verhinderte so einen konstruktiven Spielaufbau der Heimmannschaft. Selbst Pässe auf 10 Meter kamen selten bei der Mitspielerin an. In der 21. Minute bekam der Sportclub auch prompt die Quittung. Claudia Nußelt nickte nach einer Flanke unbedrängt zum 0:1 ein.
 Hier setzt sich Freiburgs Kapitänin Kerstin Boschert gegen Carina Breunig durch
In der Folgezeit vergab der TSV noch weitere Torchancen, während der SC in Halbzeit eins in der 34. Minute nur eine einzige nennenswerte Szene hatte, als Myriam Krüger aus 20 Metern Stefanie Kübler
im Gästetor prüfte.
 Nadine Beck (links) gegen die eingewechselte Julia Zirnstein
Die zweite Halbzeit zeigte dann endlich ein besseres Spiel der Breisgauerinnen. Der Ball lief gut durch die Reihen, speziell wenn Martina Moser als beste SC-Spielerin engagiert das Spiel ankurbelte. Wie gefährlich aber die Gäste blieben, zeigte eine Szene aus der 51. Minute.
Ein Eckball für Freiburg knallte von der Latte auf die Torlinie. Schiedsrichterin Christine Beck lies weiterspielen und der Befreiungsschlag landete bei
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Die Partie war spannend und heiß umkämpft. Hier hat Crailsheims Karin Burger den Ball am Fuß, Nadine Enoch (rechts) versucht sie zu stören, Daniela Held passt auf
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Claudia Nußelt am Mittelkreis.
Verena Faißt konnte als einzige Gegenspielerin nur nebenher laufen, ein unsauberes Tackling hätte unweigerlich Rot zur Folge gehabt. Der Sprint war dann aber für Nußelt doch zu lang, jedenfalls konnte Keeperin Marisa Brunner den Schuss zur Ecke klären.
Nur drei Minuten später stand Claudia Nußelt erneut im Zentrum des Geschehens, als sie im Freiburger Strafraum nach einem Zweikampf zu Boden ging.
Christine Beck beurteilte das als Schwalbe und gab Gelb. Beide Trainer waren sich aber einig, 'klarer Elfmeter'
 Carina Breunig spitzelt Myriam Krüger den Ball weg
Das Spiel blieb spannend, doch wollten keine Tore mehr fallen. Mal kratzte Moser einen Eckball von der Linie (56. Minute), dann traf Bettina Großmann nur die Latte (65. Minute). Und in der Schlussphase vergab der SC noch zwei Chancen. Erst verzog Kerstin Boschert eine Söder-Vorlage knapp, dann hämmerte Julia Zirnstein den Ball an die Latte.
Crailsheim Trainer Günter Wörle war zufrieden, bei einem Mitkonkurrenten drei Punkte mitnehmen zu können. Er lobte aber auch den SC Freiburg, der, wenn er diesen Weg weitergehe, seine Rolle spiele, die er spielen wolle. Freiburgs Trainer Thomas Schweizer stellte fest, dass seine Elf nach dem Wechsel deutlich präsenter war, aber trotz guter Chancen kein Glück hatte. Es sollte ihm aber klar sein, dass seine Elf mit nur einer ordentlich mitgespielten Halbzeit noch weit von einem Nichtabstiegsplatz entfernt ist.
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Dabei zeigten die SC-Spielerinnen nach Schlusspfiff, wie schnell sie sein können. Während die TSV-Spielerinnen noch lange nach dem Spiel mit ihrem Anhang über das Spiel diskutierten, waren schon Sekunden nach dem Spielende vom Sportclub niemand mehr auf dem Platz zu sehen. Ob man so seine Fans im schweren Abstiegskampf bei Laune halten kann?
 Freiburgs Weltmeisterin Melanie Behringer (rechts) im Zweikampf mit Karin Burger
SC Freiburg:
Brunner - Boschert, Faißt, Söder, Krüger (66. Jannermann), Moser, Kury, Behringer, Haag, Maier (58. Zirnstein), Julevic (46. Enoch)
TSV Crailsheim:
Kübler - Beck, Burger, Breunig, Held, Schmitt (66. Manger) - Großmann, Hörber, Treyer, Vágó (52. Wörle/80. Goodman), Nußelt
Tor: 0:1 Nußelt (21.)
Gelbe Karten: Haag, Kury / Nußelt
Schiedsrichterin: Christine Beck (Magstadt)
Zuschauer: 193
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