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1. Bundesliga, 5. SpieltagFreiburg in Frankfurt überfordert1. FFC Frankfurt - SC Freiburg 8:0 (5:0) | ||
Text von Tom Schlimme4.11.2007 Man konnte auch als Fan des 1. FFC Frankfurt Mitleid haben mit den Freiburger Spielerinnen, die sich bei trüben Wetter eine ordentliche Klatsche im Stadion am Brentanobad abholen mußten. Anders herum kann man aber auch konstatieren, dass die Heimmannschaft sich trotz aller Länderspiel- strapazen vieler National- spielerinnen und einigen Verletzten weiterhin in guter Verfassung befindet. Auch ohne Renate Lingor, Sandra Smisek, Louise Hansen, Pia Wunderlich und Sarah Günther präsentierten sich die Frankfurterinnen lauffreudig, kombinationssicher und torge- fährlich. Die Innenverteidigung mit Tina Wunderlich und Neuzugang Alexandra Krieger - eine gute Wahl, zu der man den Verantwortlichen nur gratulieren kann - stand bombensicher, die Außenverteidigerinnen Saskia Bartusiak auf links und Katrin Kliehm auf rechts schalteten sich immer wieder gut ins Angriffsspiel ein. ![]() Conny Pohlers (am Ball) war kaum zu stoppen, hier versuchen es die Ex-Frankfurterin Jasmin Jannermann (mitte) und Alexandra Kury Der Ball war über 90 Minuten meistens in der Freiburger Spielhälfte zu finden. Im Mittelfeld rackerten Meike Weber und Karolin Thomas äußerst effektiv, fingen Freiburger Angriffe früh ab und spielten den Ball ein ums andere Mal gefährlich nach vorne. Im Sturm verteilte sich die gute Leistung auf alle, die da für Frankfurt stürmten. Birgit Prinz natürlich, mit drei Toren und etlichen Vorbereitungen herausragend, aber auch von Kerstin Garefrekes von rechts ging viel Gefahr aus, und auch Conny Pohlers stürmte, meist auf der linken Seite, was das Zeug hielt. Einzig Petra Wimbersky fiel eine Winzigkeit ab hinter den Leistungen der anderen Stürmerinnen, spielte aber ebenfalls gut. ![]() Marisa Brunner, die schweizer Nationaltorhüterin im Tor des SC Freiburg, bekam alle Hände voll zu tun Freiburgs neuer Trainer Thomas Schweizer hatte Melanie Behringer auf den rechten Flügel beordert, den linken sollte Juliane Maier beackern. Doch Behringer verhungerte fast ohne Zuspiele auf ihrer rechten Seite und wenn sie doch einmal an den Ball kam, konnte sie sich selten durchsetzen. Auf der anderen Seite lief es für Maier aber auch nicht viel besser, und durch die Mitte ging für Freiburg schon gar nichts. So blieb Merza Julevic, die als Spitze aufgeboten wurde, fast völlig wirkungslos. Dabei spielte Freiburg keineswegs destruktiv, der Versuch, eigene Angriffe aufzubauen, war deutlich zu erkennen. Doch die Abwehr stand einfach nicht sicher genug, ließ sich immer wieder relativ leicht ausspielen, und so konnte dann auch keine Sicherheit im Angriffsspiel entstehen. Zu schnell war der Ball auch wieder weg, wenn Freiburg einmal die Mittellinie überschritten hatte, und Angriff auf Angriff rollte auf die überlastete Abwehr zu. Begünstigt wurde das Frankfurter Spiel noch durch das frühe Zustandekommen der ersten Tore, die Selbstvertrauen gaben und Sicherheit ins Frankfurter Spiel brachten. |
Das 2:0 durch Birgit Prinz (ganz links). Nicole Söder kommt zu spät, Keeperin Marisa Brunner, auf dem falschen Fuß überrascht, kann dem langsam ins Tor kullernden Ball nur hinterherschauen, und auch Jeanne Haag hinter ihr kann nichts mehr retten | |
Bereits nach fünf Minuten konnte Prinz nach Freistoß von Kliehm den Führungstreffer erzielen. In der elften Minute setzte sich Pohlers links durch, Hereingabe zu Prinz, die läßt den Ball von der Brust abtropfen, trifft ihn dann gar nicht richtig, doch Freiburgs Keeperin Marisa Brunner war ihr entgegengelaufen und der Ball kullerte an der verdutzten Brunner vorbei fast in Zeitlupe ins Tor. Auch am dritten Tor war Prinz beteiligt, ihren harten Schuss konnte Brunner nur abblocken, den Nachschuss donnerte Karolin Thomas von der Strafraumgrenze schön flach in die Maschen. So stand es also nach 17 Minuten schon 3:0. ![]() Die Freiburger U19 Nationalspielerin Verena Faißt hatte ihre liebe Mühe mit Petra Wimbersky (am Ball) Davor hatte Pohlers noch eine gute Gelegenheit gehabt, sich in der Sturmmitte durchgesetzt, lief alleine mit dem Ball auf Brunner zu, doch Alexandra Kury konnte im letzten Moment noch stören und dem Schuss von Pohlers die Schärfe nehmen, so dass Brunner den Ball noch zu fassen bekam. Nach etwa 20 Minuten fischte Brunner einen Schuss von Prinz aus dem Eck, und nur wenig später mußte die Schweizer Nationalkeeperin in höchster Not vor der erneut allein auf sie zukommenden Pohlers klären. ![]() Kerstin Garefrekes (links), hier gegen Jeanne Haag, war mit zwei Treffern erfolgreich Dann hatte auch Freiburg so etwas wie eine erste Chance, doch Juliane Maier wurde am Fünfmeterraum abgeblockt und kam nicht zum Schuss. Gleich fiel jedoch schon das 4:0. Schöne Kombination Wimbersky weiter zu Garefrekes, Pohlers ist frei und braucht nur noch den Fuß hinzuhalten. Freiburg kam jetzt aber trotzdem etwas auf, das Spiel schien im Mittelfeld offener zu werden, und man kann wirklich nicht behaupten, dass sich die Freiburgerinnen im eigenen Strafraum versteckt hätten. Doch auch das fünfte Tor konnte so nicht verhindert werden, nach Zuspiel von Prinz hatte diesmal Wimbersky das Vergnügen. Zu allem Überfluss traf Prinz dann auch noch die Latte. Diesen Lattentreffer egalisierte Melanie Behringer aber Minuten später, als sie einmal mit Maier die Seite getauscht hatte, von links kam und mit einer Flanke - oder war es sogar Absicht? - Frankfurts Keeperin Silke Rottenberg überraschte. Doch der Ball tanzte nur auf der Latte entlang. |
Im zweiten Abschnitt kam dann eine torlose Phase, in der die Frankfurter Spielerinnen einige Chancen vergaben, dann probierten es die Frankfurterinnen mal mit einer Eckenvariation. Meist hatte Meike Weber die Ecken direkt und gefährlich herein gegeben, diesmal spielte sie den Ball kurz auf Katrin Kliehm, die den Ball aber dann hoch genau auf den Kopf von Kerstin Garefrekes weiterleitete. 6:0 in der 71. Spielminute, und damit war die torlose Phase vorbei. Prinz auf Wimbersky, die mit einem Schuss flach an Brunner vorbei, doch Garefrekes grätscht in den Ball und bugsiert das Leder aus schwierigem Winkel noch ins Tor. Den Endstand besorgte dann noch einmal Prinz, die mit dem Ball in der Mitte durch die Abwehr spazierte und eiskalt abschloss. ![]() Die letzte Chance des Spiels: Anne Engel (rechts hinten) hatte den Ball in die Gasse auf Karolin Thomas (vorne im schwarzen Trikot) gespielt, die zog voll ab und verfehlte das Tor nur um Haaresbreite. Ganz links Alexandra Kury und die eingewechselte Valeria Kleiner konnten nicht mehr eingreifen, Keeperin Marisa Brunner wäre machtlos gewesen
1. FFC Frankfurt:
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