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1. Bundesliga, 13.SpieltagKein Weiterkommen im AbstiegskampfSC Freiburg vs. Hamburger SV 1:5 (1:0) | ||
Text von Johannes Huber (www.dorfgeschwaetz.de), Fotos von Peter Clesle19.03.2007 Vor 415 ZuschauerInnen bei extrem windigem, aber weitgehend trockenem Wetter im Freiburger Weststadion verloren die Frauen des SC Freiburg das Sechs-Punkte Spiel gegen den Abstiegskonkurrenten aus Hamburg mit 1:5. Freiburg stand seit dem siebten Spieltag auf dem verbleibenden Abstiegsplatz - den zweiten hat Brauweiler in dieser Saison wohl gepachtet - und in diesem Jahr konnte noch nicht gepunktet werden. Gegen Potsdam verlor man noch mit Anstand und von der Tendenz her unglücklich, beim Aufsteiger Crailsheim indes lieferte man das ab, was man gemeinhin als "Grottenkick" bezeichnet. ![]() ![]() ![]() Der Hamburger Ausgleichstreffer durch Tanja Vreden, die sich gegen Nicole Söder (l.) und Julia Zirnstein durchsetzen kann und Marisa Brunner im Freiburger Kasten keine Chance lässt. Ihre Teamkolleginnen Friederike Engel (2), Silva Lone Saländer (10) und Shelley Thompson beglückwünschen die mittlerweile siebenfache Torschützin. Nicht besser der HSV, mit lediglich zwei Punkten Vorsprung auf den achten Tabellenplatz waren auch die Hanseatinnen im Zug- resp. Punktezwang. Es durfte also mit einem spannenden, wenn auch nicht unbedingt hochklassigem Spiel gerechnet werden. Abstiegskampf eben. Und es wurde die erwartet zerfahrene Partie, Chancenarmut hüben und drüben mit leichtem Übergewicht der Gastgeberinnen. In der vierten Minute bekam Katja Bornschein die Chance per Freistoß den Ball vors Tor zu schlagen, sie schoss und der Wind trieb den Ball an den langen Pfosten. Myriam Krüger bekam den Ball zwar noch zum Nachschuss setzte denn Ball aber am Tor vorbei. Nach einer Art Konter der Freiburgerinnen in der 20. Spielminute musste Hamburgs Torhüterin Bianca Weech weit aus dem Tor hinaus laufen, wehrte ab, doch der Ball landete bei der Nationalspielerin Melanie Behringer, die aus rund 40 Metern abzog und den Ball in den Maschen zum 1:0 unterbrachte. In der ersten Halbzeit musste Javier Navarro, der Co-Trainer der Hansestädterinnen, noch wild gestikulieren.
Der Rest war Mittefeldgeplänkel. Lediglich eine brenzlige Situation für Freiburg war noch zu verzeichnen, als Marisa Brunner aus dem Tor hinauslaufen musste, um Tanja Vreden entscheidend stören zu können. Vreden brachte den Ball dennoch Richtung Tor, aber zu schwach, so dass Verena Faißt sicher klären konnte. |
![]() Silva Lone Saländer, Torschützin zum Hamburger 4:1 (l.), setzt sich gegen SCF-Kapitänin Katja Bornschein durch. | |
In der zweiten Halbzeit spielte dann der HSV mit Rückenwind und kam dadurch deutlich besser ins Spiel, bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Tanja Vreden den Ausgleich auf dem Fuß, konnte aber die Hereingabe von Links nicht verwerten. Sechs Minuten später lupfte sie einen Freistoß aus 20 Metern weit übers Tor. Eine sprunggewaltige Tina Plessen setzt sich hier zum Erstaunen von Stephanie Ende (l.) und Christine Kaltenbach dynamisch durch. Im Gegenzug setzte sich Behringer im Mittelfeld gegen drei Gegenspielerinnen durch, steckte den Ball auf Myriam Krüger durch, die Christine Kaltenbach bediente, die aber letztlich das Leder nur über die Querlatte befördern konnte. In der 63. Spielminute zahlte es sich für den HSV dann aus, dass sie in der zweiten Halbzeit die deutlich aktivere Mannschaft waren. Einen schönen Spielzug schloss Vreden erfolgreich ab: 1:1. Vier Minuten später konnte Brunner den Ball nicht festhalten und Shelley Thompson drückte ihn mit dem Operkörper über die Torlinie zum 1:2. Das Spiel war gedreht, doch damit nicht genug, der HSV drehte jetzt auf: nur eine Minute später lupfte Shelley Thompson den Ball, diesmal mit dem Fuß, über Brunner und erhöhte auf 1:3. Schwere Zeiten brechen für Spielführerin Katja Bornschein und ihren SC Freiburg an. In der 77. vergab dann Vreden eine Torchance aus der Abteilung 100%ig, zwei Minuten später schoss Blässe knapp vorbei. In der 85. war dann am deutlichsten zu sehen, was Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig nach dem Spiel damit umschrieb: "nach dem 1:1 fingen wir an, auseinanderzufallen und bereiteten mit zahlreichen individuellen Fehlern die Gegentore selbst vor". Verena Faißt patze an der Strafraumgrenze, die dahinter postierte Kury konnte auch nicht mehr entscheidend eingreifen und so kam Silva-Lone Saländer zum 1:4. Aber auch das sollte es noch nicht gewesen sein. Drei Minuten vor dem Ende kam Vreden vor Brunner frei zum Kopfball, den die Freiburger Torhüterin jedoch aus der Luft pflücken konnte. Zwei Minuten vor dem Ende beinahe das gleiche Bild, erneut war es Vreden mit dem Kopf, dieses Mal jedoch über das Tor. Und weil aller guten Dinge drei sind, durfte Vreden in der Schlussminute einen Konter souverän vollenden und den 1:5-Endstand markieren. |
"Aufgrund der Windverhältnisse sahen wir zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten, in der ersten wurden wir gegen den Wind in die Defensive gedrängt. Dennoch war der Rückstand zur Halbzeit unglücklich", meinte Hamburgs Trainer Achim Feifel nach dem Spiel. Sein Freiburger Kollege Sehrig sagte, beide Mannschaften hätten versucht den Wind in das taktische Konzept mit einzubinden, bis zum 1:1 war er mit dem Spiel zufrieden. Shelley Thompson markiert das 3:1 und enteilt dabei SC-Abwehrspielerin Verena Faißt. Imke Wübbenhorst ist ihre erste Gratulantin. Aufgrund der guten zweiten Halbzeit und der Freiburger Chancenarmut ein insgesamt verdienter Sieg für die Hanseatinnen. Da nutzte es auch nichts, dass die ehemalige Freiburgerin Alena Thom eigens aus den USA angereißt war, um ihren früheren Mannschaftskolleginnen die Daumen zu drücken.
SC Freiburg
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