![]() |
1. Bundesliga, 7.SpieltagTrotz Niederlage gegen Frankfurt gewinnt auch Potsdam1. FFC Turbine Potsdam - 1. FFC Frankfurt 1:2 (1:1) | ||
Text von Marko Schiller |
Lobenswerte Aktion: Petra Wimbersky, vor der Saison von Potsdam nach Frankfurt gewechselt, wurde von den Potsdamer Fans mit Plakatenfreundlich begrüßt. Im Spiel hatte sie es dann gegen Inken Becher (im Hintergrund) nicht leicht, konnte aber die Vorarbeit zum Siegtor leisten | |
Das Spiel beruhigte sich dann zunächst ein wenig und es dauerte bis zur 35. Minute, ehe das nächste Highlight folgte. Im Anschluss an eine abgewehrte Ecke, die von Draws getreten wurde, nahm Hingst den Ball volley und versenkte ihn unhaltbar im Frankfurter Tor. Der Ausgleich war etwas glücklich, aber durch ihren unermüdlichen Kampfeswillen wurde die mangelnde Potsdamer Spielkultur ausgeglichen und man bekam eine erneute Chance auf einen Befreiungsschlag. Bis zur Pause passierte dann zunächst nichts mehr außer kontrollierter Abwehrarbeit und ungenauem Offensivspiel auf beiden Seiten und so ging es mit 1:1 zum Pausentee. ![]() Mit einem herrlichen Volleyschuss in den Winkel erzielte Ariane Hingst den Ausgleich für Potsdam. Hier wird sie von Tina Wunderlich gestört Aus der Pause kam Frankfurt deutlich wacher und offensiver. Innerhalb kurzer Zeit erspielten sie sich zwei große Torchancen. Eine weitere hatte dann die heute glücklose Garefrekes, als sie die komplette Abwehr ausspielte und dann auch Angerer. Allein vorm Tor lag den Frankfurter Fans der Torjubel schon auf den Lippen, aber Kuznik rette in letzter Sekunde per Rutscheinlage vor der schussbereiten Garefrekes. Spielerisch begann Frankfurt nun das Spiel zu dominieren und sich einzelne Torchancen zu erarbeiten. Potsdam hatte in dieser Phase keine einzige Torchance. Und so reagierte Trainer Schröder mit einem Doppelwechsel. Dabei nahm er die erneut schwache und überforderte Schmidt vom Platz und brachte das andere Sorgenkind im Sturm, Isabel Kerschowski. Daneben wechselte er Kameraj für Carlson ein. ![]() Potsdams Torhüterin Nadine Angerer bot - von dem Fehler zum 0:1 abgesehen - eine Klasseleistung. Hier hindert sie Kerstin Garefrekes am Torschuss Weiterhin kontrollierte aber Frankfurt das Spiel, ohne zählbaren Erfolg. Chancen für Garefrekes und Zerbe blieben ungenutzt, ebenso wie die erfolglosen Konterversuche der Potsdamerinnen. So ging es dann auch in die in Potsdam gefürchteten letzten 10 Minuten des Spiels. Erster Paukenschlag war ein Lupfer der freistehenden Smisek über die herauseilenden Angerer, der gegen den Pfosten ging und der anschließende Versuch von Garefrekes. Kurz darauf versuchte es dann Wimbersky mit einem Direktschuss, aber ohne Erfolg. Den hatte dann die heute starke Smisek, als sie aus Nahdistanz eine perfekte Hereingabe von Wimbersky verwertete und so Frankfurt erneut in Front schoss. Die direkte Antwort war ein Versuch durch Pohlers, die es in Bedrängnis ebenfalls mit einem Lupfer versuchte, der aber misslang. Potsdam war bemüht, nochmals den Ausgleich zu schaffen. Allerdings hatte Garefrekes die letzte Torchance des ganzen Spiels, als sie aus der Drehung direkt aus 5 Metern abzog - direkt in die Arme von Angerer. |
So blieb es beim spielerisch sicher verdienten Sieg der Hessinnen, aber Potsdam konnte erhobenen Hauptes vom Platz gehen, da sie lange Gegenhalten konnten und sich als Mannschaft mit Herz und Willen präsentierten. Einzig Essi Sainio schien wenig glücklich mit ihrem Auftritt gewesen zu sein, da sie wenig zum Offensivspiel betragen durfte, weil sie „Wachhund“ von Renate Lingor spielen musste. Vielleicht kann sie ihre Qualitäten im Spielaufbau und ihre genauen Pässe in den kommenden Spielen wieder zeigen. Dass sie ein Juwel in dieser Mannschaft ist, bewies neben ihren bisherigen Auftritten im Turbinetrikot auch die Auszeichnung durch den finnischen Verband, der sie als beste Nachwuchsspielerin Finnlands kürte und den Pokal dafür durch einen Funktionär des Verbandes nach dem Spiel überreichte. ![]() Sandra Smisek (rechts), die glückliche Schützin des Siegtores, und Judith Affeld, die mit ihrer scharfen Hereingabe in den Strafraum das 0:1 erzwungen hatte, im Jubel
| |